Mailingliste erstellen: Mit diesen 12 Tipps und Tools klappt's

Best Practices E-Mail-Marketing
Philipp Becker
Philipp Becker

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Das Wichtigste in Kürze

Eine qualitativ hochwertige Mailingliste ist die Grundlage für nachhaltiges E-Mail-Marketing und langfristige Kundenbindung. Der Aufbau erfolgt über strategische CTAs, Leadmagneten und personalisierte Angebote – immer mit Fokus auf echten Mehrwert statt reiner Werbung.

  • Kernprinzipien: Ausdrückliche Einwilligung, aktuelle und gültige Adressen, relevante Zielgruppe und aktive Abonnentinnen und Abonnenten
  • Bewährte Strategien: Pop-ups mit zeitgesteuertem Targeting, personalisierte CTAs für jede Seite, hochwertige Leadmagneten und Gamification-Elemente
  • Technische Umsetzung: Tools wie HubSpot (ab 12 Euro/Monat), Mailchimp (ab 17 Euro/Monat) oder Constant Contact (ab 12 Euro/Monat) für professionelle Listenverwaltung
  • Messbare Ergebnisse: 55 Prozent mehr Leads durch Erhöhung der Landingpages von 10 auf 15, 42 Prozent höhere Conversion Rate bei personalisierten CTAs

Lesezeit: 12 Minuten

Es ist teurer, einen neuen Kunden zu gewinnen als einen bestehenden zu halten. Daher ist ein Fokus auf der Kundenbindung wichtig – schließlich ist das eine nachhaltige Strategie für langfristige Umsatzsteigerungen und stabiles Wachstum. Der Aufbau einer Mailingliste im Rahmen Ihres E-Mail-Marketings hilft Ihnen dabei. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

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E-Mail-Liste aufbauen: Welche Eigenschaften sind wichtig?

Bevor Sie beginnen, eine E-Mail-Liste aufzubauen, gibt es basierend auf unserer Erfahrung einige grundlegende Dinge, die dabei wichtig sind.

1. Einwilligung muss vorliegen

An erster Stelle sollte Ihre E-Mail-Liste aus Personen bestehen, die ausdrücklich und freiwillig zugestimmt haben, E-Mails von Ihnen zu erhalten.

Kaufen Sie niemals E-Mail-Listen – niemand mag Spam. Indem Sie dieses grundlegende Prinzip einhalten, stellen Sie sicher, dass Sie alle rechtlichen Vorgaben einhalten und einen positiven Ruf bewahren.

2. Korrekte und aktuelle Adressen

Ihre gesammelten E-Mail-Adressen sollten gültig sein. Um das sicherzustellen, entfernen Sie regelmäßig ungültige E-Mail-Adressen, um Ihre Zustellraten und Interaktionsraten aufrechtzuerhalten.

Ein Tipp: Sie können auch bestimmte Tools nutzen, um die Gültigkeit Ihrer Adressen zu prüfen.

Best Practices im E-Mail-Marketing

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3. Relevanz für Ihre Zielgruppe

Ihre Abonnentinnen und Abonnenten sollten ein echtes Interesse an Ihren Produkten, Dienstleistungen oder Inhalten haben. Für die besten Ergebnisse sollten sie zu Ihrer Zielgruppe gehören – diejenigen, die am wahrscheinlichsten mit Ihren E-Mails interagieren.

4. Aktive Abonnentinnen und Abonnenten

Die besten E-Mail-Listen bestehen aus Abonnentinnen und Abonnenten, die regelmäßig mit Ihren E-Mails interagieren – sie öffnen, klicken und antworten kontinuierlich. Diese Personen haben das höchste Potenzial, sich in Kundinnen und Kunden zu verwandeln, Ihre Inhalte zu teilen und langfristig Mehrwert zu schaffen.

5. Leicht segmentierbar

Eine hochwertige E-Mail-Liste sollte sich gut segmentieren lassen. Segmente können auf unterschiedlichen Aspekten beruhen, etwa:

  • demografischen Merkmale
  • Interessen
  • vergangenen Käufe
  • Interaktionsgrad

So können Sie zielgerichtete und personalisierte E-Mails senden, die bei spezifischen Zielgruppen gut ankommen.

6. Kontinuierliches Wachstum

Ihre E-Mail-Liste sollte stetig wachsen. Setzen Sie auf Strategien wie Leadmagneten, Social-Media-Aktionen oder Kooperationen mit anderen Unternehmen, um neue Abonnentinnen und Abonnenten zu gewinnen.

7. Einfaches Abmelden

Auch wenn es zunächst kontraintuitiv erscheinen mag, empfehlen wir Ihnen, dass Abonnentinnen und Abonnenten sich problemlos von Ihrer Liste abmelden können (Opt-out). Überlegen Sie: Niemand möchte frustriert sein, weil das Abmelden kompliziert ist. Sorgen Sie dafür, dass der Abmelde-Button gut sichtbar und leicht zugänglich ist.

Konzentrieren Sie sich darauf, eine E-Mail-Liste mit relevanten und aktiven Abonnentinnen und Abonnenten aufzubauen und optimieren Sie Ihre Strategien im E-Mail-Marketing regelmäßig, um die Qualität der Liste langfristig zu steigern.

12 Tipps: Wie Sie eine E-Mail-Liste von Grund auf aufbauen

Mit diesen „Grundregeln“ im Hinterkopf können Sie sich um den Aufbau Ihrer Mailingliste kümmern. Wir zeigen Ihnen mit elf Schritten und Tipps, wie das geht.

1. Erstellen Sie ein Pop-up-CTA (Call-to-Action) für jede Seite Ihrer Website

Ein Pop-up mag auf den ersten Blick störend wirken – es geht hier allerdings nicht um aufdringliche Pop-ups aus den frühen 2000ern, sondern zeitgesteuerte Pop-ups oder Onsite-Retargeting.

Nachdem eine Nutzerin oder ein Nutzer eine bestimmte Zeit auf Ihrer Seite verbracht hat, erscheint ein Pop-up, das zum Inhalt der Seite oder dem Verhalten der Person passt. Beispiele dafür sind Exit-Pop-ups, die eingeblendet werden, wenn jemand die Seite verlassen möchte, oder Scroll-Pop-ups, die erscheinen, nachdem ein gewisser Prozentsatz der Seite „erscrollt“ wurde.

Bild vom HubSpot From-Builder im CMS

Quelle: HubSpot

Ein funktionierendes Beispiel liefert Digital Marketer, die in einer Case Study den Wert von Onsite-Retargeting untersucht haben. Für ein bestimmtes Experiment wurde ein Pop-up nur für wiederkehrende Besucherinnen und Besucher eingeführt, das nach 15 Sekunden auf der Seite angezeigt wurde. Dabei wurden einige wichtige Regeln beachtet:

  • Das Popup wurde nicht angezeigt, wenn jemand über den Newsletter auf die Seite gelangt war (weil die Person bereits angemeldet war).
  • Es wurde auf nicht Verkaufsseiten eingeblendet, um Kaufentscheidungen nicht zu stören.

Digital Marketer bot in diesem Pop-up hochwertigen Content an – ein digitales Marketing-Toolset – und stellte sicher, dass das Angebot relevant und wertvoll war. Mit einem überzeugenden Angebot wird ein Pop-up nicht mehr als störend empfunden, sondern als hilfreich.

Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Wochen generierte die Kampagne 2.689 Leads und steigerte die durchschnittliche Verweildauer auf der Seite um 54 Prozent.

Pop-ups sind nicht zwangsläufig ein Marketing-Trick. Wenn sie richtig umgesetzt werden, bieten sie Ihren Besucherinnen und Besuchern aus unserer Sicht genau die Inhalte, die sie brauchen – genau dann, wenn sie sie brauchen.

💡 Tool-Tipp: HubSpot bietet in seinem Form-Builder ein Pop-up-Tool an, mit dem Sie ein Pop-up mit Formular auf Ihrer Seite platzieren können – in jeder Form und jedem Design, wie Sie es wünschen oder wie es Ihren Bedürfnissen entspricht.

2. Erstellen Sie personalisierte CTAs für jeden Blogbeitrag oder jede Landingpage

Untersuchungen von HubSpot zeigen, dass personalisierte Calls-to-Action eine um 42 Prozent höhere Conversion Rate aufweisen als generische CTAs, die für alle Besucherinnen und Besucher gleich sind.

Das ist logisch: Personen, die Ihre Blogbeiträge oder Website besuchen, suchen nach spezifischen Informationen. Ihr CTA sollte diese individuellen Bedürfnisse direkt ansprechen. Wenn beispielsweise viele Besucherinnen und Besucher Ihren Blogartikel zum Thema „Strategien für den Listenaufbau“ lesen, warum nicht mit einem einfachen CTA wie „Hier klicken, um ein kostenloses Toolkit zum Listenaufbau herunterzuladen“ dazu einladen, Ihre E-Mail-Liste zu abonnieren?

Natürlich funktionieren personalisierte CTAs nur, wenn Sie die Ressourcen haben, um qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen. Das muss weder teuer noch zeitaufwendig sein. 

💡 Tool-Tipp: Mit HubSpot CRM und dem Marketing Hub können Sie CTAs in jeder Form erstellen – einfach im One-fits-all-Ansatz oder personalisiert, basierend auf Daten oder Interaktionen.

3. Erstellen Sie Leadmagneten

Statt eines Toolkits könnten Sie auch ein E-Book, ein unterhaltsames Quiz oder einen exklusiven Artikel Ihrer Geschäftsführerin oder Ihres Geschäftsführers zu Strategien für den Listenaufbau anbieten. Weitere tolle Möglichkeiten:

  • Berichte
  • Infografiken
  • Schulungsmaterial
  • Whitepaper

Wenn Sie Inhalte anbieten, die direkt auf die Bedürfnisse Ihrer Besucherinnen und Besucher zugeschnitten sind, wird Ihr E-Mail-Newsletter nicht wie eine plumpe Werbung wirken. Stattdessen wird er als hilfreich und wertvoll wahrgenommen – zwei wesentliche Prinzipien für langfristige Kundenbindung.

💡 Tool-Tipp: Mit HubSpot Content Hub können Sie Lead-Magneten direkt im CMS erstellen und automatisch mit Formularen verknüpfen. Die Integration sorgt dafür, dass Downloads automatisch erfasst werden und Lead-Daten nahtlos in Ihre Marketing-Workflows einfließen – von der Bereitstellung bis zur Nachverfolgung in einer Plattform.

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4. Setzen Sie auf Humor oder Sarkasmus

Wir alle begegnen täglich unzähligen „Ja oder Nein“-Angeboten im Internet – so viele, dass sie kaum noch auffallen. Um Ihre E-Mail-Liste zu vergrößern, versuchen Sie doch mal, etwas Persönlichkeit in den Text Ihrer CTAs zu bringen.

Wir schmunzeln immer, wenn wir auf einen CTA stoßen, bei dem unter einem auffälligen „Ja, ich will den Fitness-Kurs buchen!“ ein kleiner Button mit der Aufschrift „Nein, danke, ich möchte nicht abnehmen“ steht. Solche Formulierungen erinnern uns daran, dass hinter dem Button echte Menschen stecken. Während sie humorvoll gemeint sind, schaffen sie gleichzeitig einen Moment des Zögerns, bevor wir oder andere „Nein, danke“ anklicken.

Es ist einfach, „Nein“ zu sagen, wenn der CTA schlicht „Melden Sie sich für mehr E-Mails an!“ lautet. Doch es fällt schwerer, ein Angebot wie „abnehmen“ oder „reicher werden“ abzulehnen.

5. Nutzen Sie eine Scrollbox

Timing ist entscheidend. Ihr Call-to-Action funktioniert am besten, wenn Sie Ihre Besucherinnen und Besucher genau dann ansprechen, wenn sie bereit sind, aktiv zu werden.

Der richtige Zeitpunkt hängt vom Verhalten Ihrer Websitebesuchenden ab. Daher lohnt es sich, A/B-Tests durchzuführen, um die optimale Platzierung Ihrer CTAs zu ermitteln.

  • Funktionieren sie am besten am Ende einer Blogseite, wenn sie von rechts eingeblendet werden?
  • Oder erzielen Sie bessere Konversionsraten am Anfang der Seite, wenn die Box von links hereinschiebt?

Die optimale Lösung hängt letztlich vom Inhalt Ihrer Seite und den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe ab. Eine Scrollbox ist jedoch eine subtile und effektive Möglichkeit, Ihre Besucherinnen und Besucher genau dann zu erreichen, wenn sie am ehesten bereit sind, aktiv zu werden.

6. Kommunizieren Sie den Mehrwert in Ihrem CTA

Wir haben bereits über verschiedene Formate für CTAs gesprochen – etwa Pop-ups oder personalisierte Angebote in Blogbeiträgen. Aber was ist mit der Sprache im CTA selbst? Humor und Sarkasmus können zwar Klicks fördern, sind jedoch nicht die einzigen Mittel, um Anmeldungen für die Mailingliste zu sammeln.

Ironischerweise sollten Sie Begriffe wie „Anmelden“ oder „Abonnieren“ vermeiden. Wer möchte sich schon für noch mehr unerwünschte E-Mails anmelden? Stattdessen sollten Sie den Mehrwert direkt in den Vordergrund stellen, mit Begriffen wie:

  • „Herunterladen“
  • „Exklusiv“
  • „Zugang“
  • „Entdecken“

Beispiele sind etwa „Laden Sie unser exklusives E-Book jetzt herunter“ oder „Erhalten Sie Zugang zu all unseren exklusiven Angeboten“. Beide Varianten zeigen klar, welchen Nutzen die Nutzerin oder der Nutzer durch die Angabe ihrer oder seiner E-Mail-Adresse erhält.

Ihre Websitebesuchenden müssen verstehen, dass Ihre E-Mails einzigartigen und exklusiven Content bieten, der auf Ihrer Website nicht verfügbar ist. Sie möchten das Gefühl haben, dass Ihr Unternehmen ihnen über E-Mail etwas Besonderes bietet – sonst gibt es keinen Grund, sich anzumelden.

7. Bieten Sie Anreize

Manchmal brauchen neue Besucherinnen und Besucher einen kleinen Anstoß, um sich in Ihre Liste einzutragen – vor allem, wenn sie Ihre Marke noch nicht kennen. Anreize können hier Wunder wirken, indem Sie etwas im Gegenzug für die Anmeldung anbieten.

Das könnte ein einmaliger Rabatt, kostenloser Versand oder ein anderes exklusives Angebot Ihrer Wahl sein. Wichtig ist, dass der Anreiz zeitlich begrenzt und an Bedingungen geknüpft ist, sodass Besucherinnen und Besucher motiviert sind, sich sofort anzumelden.

8. Nutzen Sie ein Empfehlungsprogramm

Mundpropaganda ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, Ihre Marke bekannt zu machen, sondern sie kann auch Wunder für das Wachstum Ihrer E-Mail-Liste bewirken. Diese Strategie setzt auf Ihre bestehenden Abonnentinnen und Abonnenten und deren Netzwerk. Sie ermutigen sie, Ihre Angebote mit Familie, Freundinnen und Kollegen zu teilen.

Ein Screenshot der Freundschaftsbewerbung bei Sky.

Quelle: Screenshot von Sky

Damit diese Strategie ihr volles Potenzial entfaltet, sollten Sie Ihren bestehenden Abonnentinnen und Abonnenten etwas im Gegenzug für ihre Unterstützung anbieten. Das könnte ein Rabatt oder ein anderes exklusives Angebot sein. Im Beispiel des Streaming-Unternehmens Sky Deutschland erhalten Kundinnen und Kunden beispielsweise 100 Euro für jede Person, die sie weiterempfehlen – ein ziemlich verlockendes Angebot, wie wir finden.

9. Bitten Sie Besuchende, sich beim Check-out anzumelden

Diese einfache Strategie kennen wir alle: Sie shoppen online, finden etwas, das Ihnen gefällt und gehen zur Kasse, um den Kauf abzuschließen. Nachdem alle Kontakt- und Zahlungsinformationen eingegeben wurden, gibt es oft ein kleines Kontrollkästchen direkt über dem Absenden-Button, das fragt, ob Sie sich für E-Mails anmelden möchten.

Diese Methode lässt sich leicht in Ihren Checkout-Prozess integrieren, indem Sie eine transparente Option zum Opt-in anbieten. Denken Sie daran, dass es besser ist, Anmeldungen auf ehrliche Weise zu erhalten, als Besucherinnen und Besucher dazu zu verleiten, ihre Informationen preiszugeben.

10. Gamify-Signups

Das mag zunächst ungewöhnlich klingen, aber es funktioniert. Gamification kann ein wirkungsvolles Werkzeug in Ihrem Marketing-Repertoire sein, wenn sie geschickt eingesetzt wird. Die gute Nachricht: Es muss nicht kompliziert sein, um die Anzahl Ihrer Anmeldungen zu steigern.

Zum Beispiel könnten Sie als Online-Händler ein Glücksrad einsetzen, bei dem Ihre Besucherinnen und Besucher, je nachdem, wo das Rad stehen bleibt, etwas „gewinnen“. Das könnte ein kleiner Rabatt, kostenloser Versand oder zusätzliches Merchandise sein.

Ein Screenshot des Gewinnspiels der Zeitung BILD.

Quelle: Screenshot von BILD

Die Boulevardzeitung „BILD“ etwa bietet ein ähnliches Prinzip an. Beim Glücksdreh können Teilnehmende hochwertige Gewinne erzielen, wenn Sie sich mit einem „Plus“-Account einloggen.

11. Bewerben Sie Ihren E-Mail-Newsletter auf Social Media und in der Signatur

Vielleicht haben Sie noch keine lange Liste von Abonnentinnen und Abonnenten – das bedeutet aber nicht, dass Sie kein Netzwerk haben. Wenn Sie eine Fangemeinde auf X, eine treue Community auf Instagram oder Geschäftspartnerinnen und -partner haben, mit denen Sie per E-Mail kommunizieren, warum nutzen Sie nicht diese festen und loyalen Connections, um Ihre E-Mail-Liste aufzubauen?

Sie könnten Ihren E-Mail-Newsletter auf den Facebook-, Instagram- oder LinkedIn-Kanälen Ihres Unternehmens bewerben. Die Personen, die Ihnen dort folgen, mögen Ihre Inhalte bereits – aber das sind nicht unbedingt dieselben, die Ihren Newsletter erhalten. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, sich anzumelden.

Wenn es Ihnen unangenehm ist, Ihren Newsletter in sozialen Medien zu bewerben oder Sie dort nicht viele Followerinnen und Follower haben, könnten Sie alternativ (oder natürlich zusätzlich) einen Link in Ihre E-Mail-Signatur einfügen. Dieser Link führt dann direkt zu Ihrem Newsletter oder auf eine Landingpage mit einem E-Mail-CTA.

12. Erstellen Sie mehr Landingpages

Unsere Studien zeigen, dass Unternehmen 55 Prozent mehr Leads erzielen, wenn sie die Anzahl ihrer Landingpages von 10 auf 15 erhöhen.

Das ergibt Sinn: Individuelle und personalisierte Landingpages ermöglichen es, ein breiteres Publikum anzusprechen. Jede Person, die Ihre Website besucht, hat unterschiedliche Bedürfnisse. Je mehr Landingpages Sie erstellen, die auf die spezifischen Anliegen Ihrer Besucherinnen und Besucher eingehen, desto mehr Anmeldungen generieren Sie.

Es ist wie bei einer Restaurantkarte: Je mehr Optionen Sie für unterschiedliche Vorlieben anbieten, desto mehr Gäste können Sie gewinnen. Die eine Person sucht vielleicht nach der besten glutenfreien Pizza, während jemand anderes einfach gutes Sushi möchte.

Mailingliste einrichten: Die drei besten Anbieter und Tools für E-Mail-Listen

Mit all diesen Erkenntnissen in der Tasche ist es an der Zeit, mit dem Aufbau Ihrer Liste zu beginnen. Glücklicherweise gibt es Tools und Anbieter, die Sie dabei unterstützen und die Umsetzung schnell und einfach machen.

E-Mail-Marketing-Tools im Vergleich

Tool Preis ab Kostenlose Version CRM integriert Landingpages Automatisierung Beste Eignung
HubSpot 12 Euro pro Monat Ja Ja, All-in-one-Plattform Ja Ja All-in-One-Lösung für den gesamten Kundenlebenszyklus
Mailchimp 17 Euro pro Monat Ja Nein Ja Ja E-Mail-Design und Marketing-Kampagnen
Constant Contact 12 Euro pro Monat Nein Nein Ja Ja Allgemeines E-Mail-Management und Lead-Generierung
GetResponse 16 Euro pro Monat Nein Nein Ja Ja Verhaltensbasierte Segmentierung
Optimonk 29 Dollar pro Monat Ja Nein Nein Begrenzt Pop-ups und Multi-Channel-Anmeldungen

HubSpot

Screenshot der HubSpot-Produktseite für das kostenlose E-Mail-Tool

Quelle: HubSpot 

Am besten geeignet für:

  • Erstellung von E-Mail-Vorlagen, Design von Landingpages und CTAs, Verwaltung des gesamten Kundenlebenszyklus

Es gibt kostengünstige Lösungen, um Ihre E-Mail-Liste aufzubauen. Wir bieten bei HubSpot sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Versionen unserer E-Mail-Tools, mit denen Sie schnell durchstarten können.

Zusätzliche Funktionen bietet der Marketing Hub:

  • Erstellung von Landingpages
  • Vorlagen für Pop-ups und CTA-Formulare
  • All-in-One-Lösung für die Kundenkommunikation

Mit HubSpot können Sie Ihre Öffnungs- und Klick-Raten steigern, E-Mails an Empfängerinnen und Empfänger anpassen und Ihre Liste intuitiv segmentieren. Dank der benutzerfreundlichen Oberfläche beherrschen Sie Ihre Mailinglisten und Kampagnen im Handumdrehen wie ein Profi.

Preise

HubSpots Preise beginnen bei zwölf Euro pro Lizenz und Monat für die Starter-Plattform. Für E-Mail-Funktionalitäten im Marketing Hub Starter werden 15 Euro pro Lizenz und Monat fällig; jährlich reduziert sich der Preis auf 9€.

Der Marketing Hub Professional beginnt bei 792 Euro und Monat pro Lizenz bei jährlicher Zahlweise.

Für Marketing Hub Enterprise werden ab 3.300 Euro mit 5 Lizenzen pro Monat fällig.

Kostenlose E-Mail-Marketing-Software

Ohne Kreditkarte verfügbar. Einfach loslegen.

  • Öffnungs- und Klickraten Ihrer E-Mails steigern
  • E-Mails automatisch für die Lesenden anpassen
  • Alles selbständig erledigen
  • KI-Funktionen zum Schreiben von Inhalten

Mailchimp

Screenshot der Mailchimp-Website

Quelle: Mailchimp

Am besten geeignet für:

  • Design von Marketingkampagnen für E-Mails und Landingpages, die konvertieren

Mailchimp ist eine weitere Option, die E-Mail-Tools von kostenlos bis hin zu Enterprise-Level-Paketen bietet. Diese Newsletter-Software enthält vorgefertigte E-Mail-Vorlagen, Planungsfunktionen und Automatisierungsoptionen für E-Mails.

Die Premium-Funktionen von Mailchimp helfen Ihnen, sich auf Ihre treuesten Abonnentinnen und Abonnenten zu konzentrieren und den maximalen Wert aus diesen Kontakten herauszuholen.

Preise

Mailchimp kann man kostenlos verwenden, mit entsprechenden Einschränkungen. Der Standard-Plan beginnt bei 17 Euro pro Lizenz und Monat und bietet darüber hinaus noch einen Essentials- und Premium-Plan an.

Je nachdem, wie viele Kontakte Sie erreichen möchten, können Sie über ein Dropdown-Menü die Anzahl angeben und Mailchimp gibt Ihnen einen Preis aus.

Constant Contact

Screenshot der Constant Contact Website

Quelle: Constant Contact

Am besten geeignet für: 

  • Allgemeines E-Mail-Management, Landingpages zur Lead-Generierung

Constant Contact ist als All-in-One-Plattform für digitales Marketing bekannt, bietet jedoch eine wie wir finden gute Auswahl an E-Mail-Tools, die Ihre Kampagnen hervorheben und mehr Anmeldungen generieren können. Sie können damit Bilder und Vorlagenelemente per Drag-and-Drop in benutzerdefinierte E-Mails einfügen, vorgefertigte Vorlagen nutzen, automatisierte Willkommens- und Warenkorb-Abbruch-E-Mails versenden und Ergebnisse mithilfe von E-Mail-Tracking analysieren.

Preise

Es gibt drei Pläne, Lite kostet 12 Euro pro Lizenz und Monat Standard 33 Euro und Premium 75 Euro.

GetResponse

Screenshot der Get Response WebsiteQuelle: GetResponse 

Am besten geeignet für:

  • Segmentierung basierend auf dem Verhalten Ihrer Nutzerinnen und Nutzer

GetResponse bietet alle Funktionen, die wir von einer E-Mail-Marketing-Software erwarten – zusätzlich ergänzt der Anbieter diese um Lead Scoring sowie Landingpages, die direkt in die Plattform integriert sind.

Allerdings ist die Benutzerfreundlichkeit im Vergleich zu den anderen Tools eingeschränkter, es braucht eine gewisse Einarbeitungszeit, um das volle Potenzial des Tools auszuschöpfen.

Funktionen:

  • Kontaktmanagement
  • Automatisierung und Planung
  • Branchenspezifische Vorlagen
  • Berichterstattung
  • Landingpages und Lead Scoring

Diese erweiterten Funktionen sind allerdings in der kostenlosen Version nicht enthalten.

Preise

Für die reine E-Mail-Funktionalität werden im E-Mail-Marketing-Plan 16 Euro pro Lizenz und Monat fällig, wenn monatlich gezahlt wird; bei jährlicher Zahlweise sind es 11€. Weitere Pläne mit anderen Funktionalitäten kosten extra.

Optimonk

Screenshot der OptiMonk WebsiteQuelle: OptiMonk

Am besten geeignet für:

  • Anmeldungen generieren via E-Mail, Messenger und SMS

Wenn Sie Ihre aktuellen Marketing-Taktiken auf eine persönlichere Ansprache ausrichten möchten, die Leads generiert, ist Optimonk eine hervorragende Wahl. Die Plattform bietet zahlreiche Integrationen (auch HubSpot), sie ist also sehr sicher mit Ihrem bestehenden CRM kompatibel.

Eine der aus unserer Sicht besten Funktionen von Optimonk ist das Subscriber Recognition Tool, mit dem Sie Pop-ups gezielt nur für Besucherinnen und Besucher anzeigen können, die noch nicht abonniert haben.

Funktionen:

Das Beste daran: Es gibt eine dauerhaft kostenlose Version, mit der Sie Ihre Mailingliste auch mit einem kleinen Budget aufbauen können.

Preise

Neben dem Free-Plan mit eingeschränkten Funktionalitäten bietet Optimonk den Essential-Plan für 29 Dollar pro Lizenz und Monat, den Growth-Plan für 99 Dollar, den Premium-Plan für 249 Dollar und Master-Plan für eine individuelle Nutzung.

Fazit: Es lohnt sich, eine Mailingliste zu erstellen

Wenn wir an die Marken denken, die uns am meisten begeistern, fällt auf, dass unsere Loyalität nicht nur auf den Produkten beruht. Bestes Beispiel ist Snocks: Hier haben wir die E-Mails abonniert, um von Sonderaktionen zu profitieren. Zudem sind wir in der Mailingliste von einigen SaaS-Tools, die wir nutzen – hier gibt es immer wieder spannenden Content im Newsletter.

Kurz gesagt: Wir abonnieren Newsletter, weil sie Mehrwert bieten. Wenn Sie ganz von vorn anfangen, wirkt das Einrichten einer umfangreichen Mailingliste ziemlich schwierig. Mit den oben genannten Strategien bauen Sie aber Schritt für Schritt eine loyale Basis an E-Mail-Abonnentinnen und Abonnenten auf, indem Sie echten Mehrwert bieten. Und genau so gewinnen Sie daraus langfristig Kundinnen und Kunden. Viel Erfolg dabei!

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele E-Mail-Adressen sollte ich sammeln, bevor ich mit dem Versand beginne?
Es gibt keine Mindestanzahl – Qualität geht vor Quantität. Sie können bereits mit 50 bis 100 aktiven Abonnentinnen und Abonnenten starten, die echtes Interesse an Ihren Inhalten haben. Wichtiger als die Listengröße ist die Engagement-Rate: Lieber eine kleine Liste mit 40 Prozent Öffnungsrate als eine große Liste mit fünf Prozent Interaktion.
Wie oft sollte ich meine E-Mail-Liste bereinigen?
Eine Bereinigung sollte mindestens alle sechs Monate erfolgen. Entfernen Sie E-Mail-Adressen, die seit sechs Monaten nicht mehr interagiert haben (keine Öffnungen, keine Klicks), sowie alle Hard Bounces sofort. Diese Praxis verbessert Ihre Zustellrate und verhindert, dass Sie als Spam markiert werden. Tools wie HubSpot bieten automatische List-Hygiene-Funktionen an.
Darf ich gekaufte E-Mail-Listen verwenden?
Nein, auf keinen Fall. Der Kauf von E-Mail-Listen verstößt gegen die DSGVO und kann zu hohen Bußgeldern führen. Außerdem schaden gekaufte Listen Ihrem Ruf: Die Empfängerinnen und Empfänger haben nie zugestimmt, von Ihnen zu hören, was zu hohen Spam-Beschwerden, niedrigen Engagement-Raten und möglichen Blacklist-Einträgen führt. Bauen Sie Ihre Liste organisch auf.
Welche rechtlichen Anforderungen muss ich beim Listenaufbau beachten?
Im DACH-Raum gilt die DSGVO: Sie benötigen eine ausdrückliche Einwilligung (Opt-in) vor dem Versand, müssen transparent über die Datenverwendung informieren und eine einfache Abmeldemöglichkeit (Opt-out) in jeder E-Mail bereitstellen. Das Double-Opt-in-Verfahren ist empfehlenswert: Nach der Anmeldung müssen Abonnentinnen und Abonnenten ihre E-Mail-Adresse über einen Bestätigungslink verifizieren.
Was ist eine gute Öffnungsrate für E-Mail-Newsletter?
Die durchschnittliche Öffnungsrate variiert je nach Branche, liegt aber meist zwischen 15 und 25 Prozent. Eine Rate über 20 Prozent gilt als gut, über 30 Prozent als exzellent. Wichtiger als der Branchendurchschnitt ist jedoch der Trend Ihrer eigenen Liste: Steigt oder sinkt die Öffnungsrate über Zeit? Die Klickrate sollte idealerweise bei zwei bis fünf Prozent liegen.
Wie kann ich die Qualität meiner Mailingliste messen?
Qualität messen Sie an mehreren KPIs: Öffnungsrate (wie viele öffnen Ihre E-Mails), Klickrate (wie viele interagieren mit Ihren Links), Conversion Rate (wie viele führen gewünschte Aktionen aus), Abmelderate (sollte unter 0,5 Prozent liegen) und Bounce Rate (sollte unter zwei Prozent bleiben). Tools wie HubSpot bieten detaillierte Analytics für alle diese Metriken.
Warum ist HubSpot besonders gut für den Aufbau von Mailinglisten geeignet?
HubSpot bietet als einziges Tool in dieser Übersicht ein integriertes CRM, das nahtlos mit dem Marketing Hub zusammenarbeitet. Sie können Pop-ups, Landingpages und personalisierte CTAs erstellen, während alle Lead-Daten automatisch im CRM erfasst werden. Die kostenlose Version unterstützt bereits bis zu eine Million Kontakte, und die Segmentierung erfolgt intuitiv über Listen und Workflows. Besonders praktisch: HubSpot kombiniert E-Mail-Marketing mit Marketing-Automatisierung und detailliertem Reporting in einer Plattform.

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