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E-Mail-Marketing ist eine der besten Methoden, um ein Publikum zur Interaktion zu motivieren und Leads in der eigenen Kontaktdatenbank zu pflegen.

Auch wenn es Ihnen nicht so vorkommt: E-Mail-Marketing wird immer populärer. Immerhin gibt es dafür ein riesiges potenzielles Publikum, wie beispielsweise eine Milliarde weltweiten Nutzer mit Gmail-Konto. The Radicati Group prognostiziert, dass es 2020 weltweit 3 Milliarden E-Mail-Nutzer geben wird (das wäre etwa die Hälfte der Weltbevölkerung).

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E-Mail wird uns sicherlich noch lange erhalten bleiben, aber es wird immer schwieriger werden, optimal Gebrauch davon zu machen. Tom Monaghan, Postmaster und Email Engineering Director bei HubSpot, kennt sich mit dem Thema aus. Letztes Jahr hat er mit uns bei der INBOUND seine wichtigsten Tipps für das E-Mail-Marketing 2017 geteilt. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche E-Mail-Marketing-Strategien es von nun an zu umgehen gilt, welche unbedingt in Ihr Repertoire gehören und was Sie jetzt schon genau richtig machen.

Besseres E-Mail-Marketing für 2017

1. Versenden Sie Ihre E-Mails nur an ein Publikum, das auch von Ihnen hören will

Haben Sie eine E-Mail-Liste mit Kontakten, die nicht oder nur wenig mit Ihren Inhalten interagieren? Dann sparen Sie sich die Mühe und verschicken Sie keine E-Mails mehr an diese Adressen. Jedes Mal, wenn Sie E-Mails an eine Liste mit niedriger Interaktionsrate versenden, schaden Sie dem Ruf Ihrer Domain und lassen sich damit auch potenzielle Kunden entgehen.

Monaghan drückte es sehr treffend aus: „Du bist, was du isst – und dein Marketing auch.“ Wenn man ständig von Unternehmen angeschrieben wird, mit denen man nicht interagieren will, wenn man ständig E-Mails löschen oder als gelesen markieren muss, fühlt man sich nach einer Weile schon genervt. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Abonnenten. Behandeln Sie deren Posteingang mit dem gleichen Respekt wie Ihren eigenen.

2. Überlegen Sie sich, was Sie mit Ihren E-Mails bezwecken

Wenn Sie nicht wissen, wieso Sie eine E-Mail verschicken, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Empfänger ebenfalls keine Ahnung haben, warum sie eine E-Mail von Ihnen bekommen. Sobald Sie wissen, was Sie mit Ihren E-Mails bezwecken, ist es einfacher zu definieren, wann eine E-Mail-Kampagne ihr Ziel erreicht hat. Dann können Sie auch ableiten, wer auf eine bestimmte Mailing-Liste gehört und wer nicht.

Ein Ziel könnte beispielsweise sein, dass Ihre Kontakte einen Gutschein für einen Einkauf auf Ihrer Website einlösen. Oder dass sie für den Zugang zu geschützten Inhalten ein längeres Formular ausfüllen und Ihrem Team so weitere Informationen zu ihren Unternehmen bereitstellen.

Spicken Sie Ihre E-Mails mit verschiedenen Handlungsoptionen, z. B. CTAs und Links, damit eine Interaktion wahrscheinlicher wird. Jeder hat ein anderes Reaktionsmuster – daher sollten Ihre E-Mails flexibel sein.

3. Personalisieren und testen Sie Ihre E-Mails

Personalisierung von E-Mails funktioniert wirklich! Wir haben zum Beispiel damit experimentiert, in der Betreffzeile den Vornamen des Empfängers einzufügen. Bei diesen E-Mails konnten wir eine höhere Klickrate verzeichnen als bei E-Mails ohne personalisierte Betreffzeile.

Passen Sie aber auf, dass Sie es bei der Personalisierung nicht übertreiben. Monaghan rät dazu, nur den Namen des Empfängers (oder seines Unternehmens) zu verwenden. Sonst wirkt Ihre Nachricht am Ende noch aufdringlich.

Es gibt nichts Unpersönlicheres als eine E-Mail mit der Begrüßung „Sehr geehrter Kunde“ oder „Lieber Vorname Nachname“. Testen Sie also Ihre E-Mails, um sicherzugehen, dass Sie auch wirklich die richtige Anrede benutzen.

4. Versenden Sie Ihre E-Mails mit einem persönlichen Absender

Schreiben Sie Ihren Kontakten nicht von einer „noreply“-Adresse aus. Dort fängt die Personalisierung nämlich schon an. Sie können Ihre Interaktionsrate ganz leicht steigern, indem Sie Ihre Absenderadresse personalisieren und Abonnenten ermöglichen, einer realen Person zurückzuschreiben.

5. Probieren Sie aus, an welchen Wochentagen Ihre E-Mails am erfolgreichsten sind

Bitte versenden Sie keine E-Mails an einem Dienstag. Im Ernst!

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – das sind die Tage, an denen E-Mail-Marketer besonders gern aktiv werden. Das bedeutet, dass Ihre Empfänger an diesen Tagen wahrscheinlich bereits jede Menge Post bekommen. Wenn Sie wollen, dass Ihre E-Mails geöffnet werden, probieren Sie mal, diese an Montagen oder Freitagen zu versenden. E-Mails mit Calls-to-Action sind an Samstagen besonders erfolgreich. Zögern Sie also nicht, auch am Wochenende aktiv zu werden.

Es lohnt sich auf jeden Fall, fleißig zu experimentieren und die Posteingänge der eigenen Empfänger von Dienstag bis Donnerstag zu schonen.

6. Sprechen Sie nur Kontakte an, die Ihre Formulare ausgefüllt haben, nicht solche, die Sie importiert haben

Kontakte, die Ihnen ihre E-Mail-Adresse durch das Ausfüllen eines Formulars mitgeteilt haben, werden viel öfter mit Ihren Inhalten interagieren als importierte Kontakte. Diese Kontakte haben Ihnen ja bereits zu verstehen gegeben, dass sie mit Ihnen interagieren wollen. Das ist der klare Beweis dafür, dass die Inbound-Marketing-Methodik für E-Mail-Marketer funktioniert.

Und was ganz wichtig ist: Kaufen Sie sich keine E-Mail-Listen. Damit schaden Sie bloß Ihrer Glaubwürdigkeit und gehen Kontakten, die nicht mit Ihnen interagieren wollen, auf die Nerven.

7. Entfernen Sie Abonnenten aus Ihrer Liste, die nicht mehr mit Ihnen interagieren, damit Sie keine Graymail versenden

Es ist möglich, dass Sie unbeabsichtigt Spam versenden, denn die Definition von Spam hat sich verändert. Graymail sind Massen-E-Mails, bei denen es sich eigentlich nicht um Spam handelt. Die Empfänger haben Ihnen zwar ihre Kontaktinformationen freiwillig mitgeteilt, jedoch interagieren Sie nicht mit Ihren E-Mails – es kann sogar sein, dass Ihre Post gar nicht geöffnet wird. Wenn Empfänger Ihre erste E-Mail schon nicht geöffnet haben, dann wird die Interaktionsrate danach nur noch weiter fallen. Je länger Sie ignoriert werden, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass doch mal eine E-Mail geöffnet wird.

Verschicken Sie also keine Graymail mehr und hören Sie auf das, was Ihre Empfänger Ihnen mitteilen, wenn sie Ihre E-Mails nicht öffnen. Entfernen Sie Abonnenten, die nicht mehr mit Ihnen interagieren. So erhöht sich Ihre Öffnungsrate und Ihr E-Mail-Provider erkennt, dass Sie die Wünsche Ihrer Abonnenten erkannt haben und darauf reagieren.

8. Wenn Kontakte Ihre E-Mails abbestellen, sollten Sie sich (noch) keine Sorgen machen

Man kann es nun mal nicht jedem recht machen und es kann vorkommen, dass Abonnenten Ihre E-Mails abbestellen. Glücklicherweise haben diese Kontakte Sie nicht als Spam markiert. Sie haben Ihnen lediglich auf respektvolle Weise mitgeteilt, dass Sie keine Post mehr von Ihnen erhalten möchten.

Das sollte Sie erst einmal nicht beunruhigen. Wenn allerdings immer mehr Kontakte Ihre E-Mails abbestellen, sollten Sie herausfinden warum. Überlegen Sie sich, ob Sie Kontakte mit niedriger Interaktionsrate nicht besser entfernen oder ihnen weniger E-Mails senden sollten.

9. Wenn immer weniger Kontakte Ihre E-Mails öffnen, sollten Sie zügig herausfinden, woran das liegt

Wenn Ihre E-Mail-Öffnungsrate stetig fällt, bedeutet das, dass Sie den Erwartungen oder Ansprüchen Ihrer Kontakte nicht gerecht werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass in näherer Zukunft so mancher Empfänger Ihre E-Mails abbestellen oder Ihre Nachrichten als Spam markieren wird. Daher sollten Sie Abonnenten, die nicht mit Ihnen interagieren, nicht mehr anschreiben. So zeigen Sie auch Ihrem E-Mail-Provider, dass Sie auf Feedback reagieren. Probieren Sie verschiedene Versionen Ihrer E-Mails aus, um herauszufinden, ob Sie Ihre Öffnungsrate auf diese Weise verbessern können.

10. Wenn Ihre Nachrichten als Spam markiert werden, schicken Sie keine E-Mails mehr und finden Sie heraus, warum

Wenn Sie als Spam markiert werden, kann das dem Ruf Ihrer Domain schaden. Das führt dann dazu, dass E-Mail-Provider Sie auf ihre Blacklist setzen. Wichtig ist: Sobald Sie als Spam markiert werden, sollten Sie keine oder nur noch wenige E-Mails versenden, bis Sie herausgefunden haben, was los ist.

Doch auch wenn Ihre Kontakte Ihre E-Mails nicht abbestellen oder Sie nicht als Spam markiert werden, bedeutet das nicht unbedingt, dass Sie alles richtig machen. Möglicherweise landen Ihre E-Mails direkt im Junk-Ordner der Empfänger.

11. Wenn Sie mehr über E-Mail-Marketing erfahren möchten, absolvieren Sie doch einmal unseren kostenlosen E-Mail-Marketing-Zertifizierungskurs

Monaghan kann Ihnen noch viel mehr zum Thema E-Mail-Marketing beibringen. Sehen Sie sich einfach den E-Mail-Marketing-Zertifizierungskurs der HubSpot Academy an. In nur dreieinhalb Stunden erklärt Ihnen Monaghan mehr zu den Themen Lifecycle-Marketing, Listensegmentierung, Design, Zustellbarkeit und vielem mehr, damit Sie sich eine starke E-Mail-Marketing-Strategie für 2017 und darüber hinaus aufbauen können.

Bitte beachten Sie, dass der Kurs zum E-Mail-Marketing derzeit nur auf Englisch zur Verfügung steht.

12. Denken Sie gut darüber nach, wie Sie Ihre Betreffzeile formulieren möchten

Verfassen Sie keine Clickbait-Betreffzeilen. Wenn Kontakte Ihre E-Mails öffnen und gleich wieder schließen, weil die Betreffzeile nicht hält, was sie verspricht, schadet das Ihrer Klickrate.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Ihre Betreffzeilen personalisieren – und vielleicht auch mit Emojis experimentieren. Bonus-Tipp: Lesen Sie sich Ihre Betreffzeilen einmal laut vor, bevor Sie Ihre E-Mails abschicken. Würden Sie diese E-Mail selber öffnen, wenn Sie in Ihrem Posteingang landet?

13. Denken Sie immer dran: E-Mail-Marketing wird zwar immer komplizierter, lohnt sich aber auf jeden Fall

Jedes Jahr fallen die Interaktionsraten, und es wird immer schwieriger, die Posteingänge der eigenen Kontakte zu erreichen. Das bedeutet nicht, dass E-Mail-Marketing weniger effektiv geworden ist – es gibt einfach nur mehr Wettbewerb. Die Kluft zwischen E-Mail-Marketern, die wissen was sie tun, und denen, die auf gut Glück E-Mails versenden, wird immer größer. Testen Sie also verschiedene Strategien und versuchen Sie, die Kommunikation mit Ihren Abonnenten aufrechtzuerhalten.

Ganz wichtig bei all diesen Tipps: Immer wieder testen. Jedes Publikum und jede Kontaktdatenbank ist anders. Deshalb sollten Sie die Implementierung neuer Strategien testen und der Interaktionsweise Ihrer Abonnenten anpassen.

Bevor Sie gehen, haben wir noch ein kleines Bonbon für Sie: Hier ist Monaghans kompletter Vortrag zum Thema E-Mail-Marketing bei der INBOUND 2016. Viel Spaß beim Zuschauen!

Kostenloser Download – So schreiben Sie die perfekte E-Mail Dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HubSpot.com-Blog erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.

Ursprünglich veröffentlicht am 4. Mai 2017, aktualisiert am Februar 26 2018

Themen:

E-Mail-Marketing