Nomen est omen: Der richtige Markenname vermittelt ein positives Image und kann maßgeblich zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt den richtigen Markennamen finden und stellen zwölf Tools vor, die Sie bei der Namensfindung kreativ unterstützen.

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Den richtigen Markennamen finden: Was macht einen guten Namen aus?

Der eigene Markenname ist untrennbar mit Ihrem Unternehmen verbunden. Deshalb sollte er natürlich gewisse Voraussetzungen erfüllen, um langfristig positiv auf Ihr Image einzuzahlen. Im besten Fall wählen Sie einen passenden Namen mit hohem Wiedererkennungswert und heben sich so von Ihren Mitbewerbern ab. Denn ein guter Markenname hat das Potenzial, sich im Gedächtnis der Kunden fest zu verankern. Dabei sollte er in ihnen etwas auslösen und etwa ihre Neugier erregen oder positive Assoziationen wecken. 

Bei der Wahl eines Markennamens sollten Sie folgende Fragen mit „Ja" beantworten können: 

  • Ist der Markenname phonetisch harmonisch und leicht auszusprechen?
  • Ist er zeitlos und nicht an bestimmte Trends gebunden?
  • Ist er rechtlich wasserdicht und als Markenname frei?
  • Weckt er auch in anderen Sprachen keine negativen Assoziationen?

In vier Schritten den perfekten Markennamen finden

Bei der Wahl eines Markennamens können Sie auf Ihr Bauchgefühl hören – aber nicht ausschließlich! Denn ein guter Markenname ist auch von objektiven Aspekten abhängig, die über die reine Intuition hinausgehen. Wie Sie zum passenden Markennamen finden, zeigen Ihnen die folgenden vier Schritte:

1. Marktanalyse und erste Orientierung

Bevor es ans Eingemachte geht, ist es hilfreich, die eigene Branche unter die Lupe zu nehmen. Welche Markennamen sind in Ihrer Branche vertreten und funktionieren gut? Beachten Sie auch Negativbeispiele, denn aus diesen lassen sich wertvolle Informationen für Ihr eigenes Unternehmen ableiten. Klingt ein Name beispielsweise besonders sperrig oder weckt negative Assoziationen? Auch branchenübliche Begriffe und Konventionen geben Ihnen Hinweise auf Namen, die für Sie gut funktionieren können. Gleichzeitig sollten Sie sich fragen, was Ihr Unternehmen im Vergleich mit der Konkurrenz besonders auszeichnet und dieses Alleinstellungsmerkmal auf seine Tauglichkeit als Namensgeber für Ihre Marke hin abklopfen.  

2. Brainstorming

Jetzt geht es an die konkrete Namensfindung. Sammeln Sie aber zunächst nur erste Ideen. Getreu dem Motto Quantität statt Qualität muss hier nämlich noch keine Ordnung herrschen, es geht nur um erste Entwürfe. Es kann an dieser Stelle hilfreich sein, Begriffe zu sammeln, die Ihnen auf Anhieb zu Ihrem Unternehmen einfallen (zum Beispiel „Qualität", „Content" oder „Team"). Markennamen-Generatoren unterstützen diesen kreativen Prozess und liefern wichtige Denkanstöße.

Tipp: Alle ersten Ideen können Sie der Übersichtlichkeit halber in Mindmaps visualisieren. Das hilft Ihnen, Ihre Entwürfe zu ordnen und Verknüpfungen zu schaffen.

3. Auswahlprozess

Haben Sie Ihre ersten Ideen gesammelt? Dann werden diese nun noch einmal genauer überprüft. Streichen Sie nun Namen, die sich als problematisch herausstellen könnten. Dazu zählen beispielsweise Namen mit den folgenden Eigenschaften:

  • bestehenden Namen zu ähnlich
  • zu gewollt
  • langweilig
  • schwierige Aussprache
  • schwierige Schreibweise
  • negative Bedeutung in einer Fremdsprache

Erste Umfragen im Bekanntenkreis geben Ihnen zusätzlich einen Eindruck davon, wie ein Name auf andere Menschen wirkt. Sind die Befragten begeistert oder ist der Name erklärungsbedürftig? An dieser Stelle sind auch Fragebögen hilfreich, in denen die Teilnehmer ihre Meinung in Kürze wiedergeben können.

Abschließend sollten Sie jetzt noch etwa drei Namen auf Ihrer Liste haben, die Sie wirklich überzeugen. Im nächsten Schritt wird sich dann zeigen, welcher Favorit das Potenzial zum neuen Markennamen hat.

Wie wichtig der Übersetzungscheck wirklich ist, zeigen weltweite Branding-Fehlgriffe immer wieder. Klingt der Geländewagen „Pajero“ von Mitsubishi in vielen Ländern völlig harmlos, wird der Name in spanischsprachigen Ländern als Schimpfwort aufgefasst. Ähnliches musste Mercedes-Benz erleben, als das Unternehmen unter dem Namen „Bensi“ auf den chinesischen Markt trat. Dort hat das Wort allerdings eine eher düstere Bedeutung und musste schnell abgeändert werden.

4. Verfügbarkeit prüfen

Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob schon jemand vor Ihnen auf den Markennamen gekommen ist und vielleicht bereits eine Firma unter dieser Bezeichnung existiert. Nur so können Sie sichergehen, dass es später nicht zu ärgerlichen Verwechslungen oder sogar rechtlichen Konsequenzen kommt. Wir stellen Ihnen im Anschluss hilfreiche Tools vor, mit denen Sie Markennamen ganz einfach prüfen können.

12 Tools für die Namensfindung (und die Überprüfung)

Um einen passenden Markennamen zu finden, bieten Onlinetools praktische Unterstützung bei der Recherche. Sie helfen Ihnen, den Blick für die eigene Identität zu schärfen und erste Impulse für die Namensfindung zu setzen.

Wir stellen Ihnen zwölf Tools vor, die nicht nur die Namenssuche erleichtern, sondern auch Aufschluss darüber geben, ob Ihr Wunschname und die entsprechenden Domains noch verfügbar sind.

1. Datengestützt: Ubersuggest und Google Keyword Planner

Ein guter Ausgangspunkt für die Namens-Suche ist die Analyse relevanter Keywords.

Mit Tools wie dem Google Keyword Planner oder Ubersuggest können Sie Suchtrends identifizieren und durch Suchmaschinenoptimierung potenziell mehr Sichtbarkeit erzielen.

Für die Namensfindung sind diese Tools insoweit hilfreich, als dass ein Keyword im Domainnamen ebenfalls ein Faktor für die Entscheidung sein kann.

2. Markennamen-Generator Naminum

Nach einer ersten Keyword-Recherche und Marktanalyse sind Generatoren wie Naminum oder der Startup Company Name Generator hilfreich. Markennamen-Generatoren erstellen auf Basis der Keywords umfangreiche Listen mit unterschiedlichen Wortendungen und Ergänzungen. Auch wenn die Ergebnisse vielleicht nicht sofort den passenden Namen bieten, ergeben sich wertvolle Anhaltspunkte und Inspiration.

3. Das Rundum-Paket: Namerobot

Dieses umfangreiche Tool bietet in mehreren Schritten Unterstützung bei der Namensfindung. Auf der Plattform finden Sie zahlreiche kreative Ideen und Beispiele für Start-ups. Besonders nützlich: Die Onlineprüfung von Namen auf Wirkung und Verwendbarkeit. Starten können Sie dort mit einem kostenfreien Probemonat – anschließend werden verschiedene Produktversionen ab 29 Euro pro Woche angeboten.

4. Zusammengefügt: Werdmerge

Viele populäre Markennamen basieren auf der Fusion zweier Wörter, denn derartige Wortkombinationen (auch Kofferwörter genannt) sind besonders eingängig. Hier bieten sich unzählige Möglichkeiten. Prominente Beispiele: Instagram, Pinterest und RayBan. Genau an diesem Punkt setzt Werdmerge an und liefert nach Eingabe eines Keywords zahlreiche passende Wortkombinationen.

5. Branding-Konzept: WowBranding

WowBranding bietet ein ganzes Portfolio an nützlichen Tools rund um den Branding-Prozess. Kostenlose Worksheets und Kataloge rund um die Namensfindung liefern wertvolle Anregungen für die eigene Markenidentität und stellen Fragen wie „Wer sind wir?“ und „Was möchten wir erreichen?“. Außerdem gibt es praktische Vorlagen für Umfragen zur Namenswahl.

6. Domain-Suche: Impossibility

Bei Impossibility haben Sie die Möglichkeit, Domains auf Basis selbstgewählter Verben, Adjektive und Substantive zu finden. Gleichzeitig überprüft das Tool automatisch, ob Domains noch verfügbar sind.

7. Erfinderisch: Wordoid

Wordoid ist ein intelligentes Namenstool, das ausgehend von einem kurzen Stammwort neue Wortschöpfungen „erfindet“, die optisch und dem Klang nach überzeugen

Der Vorteil: Das Tool funktioniert in fünf verschiedenen Sprachen und bietet zahlreiche Filteroptionen.

8. Klanganalyse: Namewhale

Die App kombiniert Wörter anhand ihres Klangs, was Ihnen bei der Namensfindung viel Aufwand erspart. Bislang gibt es dort noch keine Domainprüfung. Die Verfügbarkeit sollte also anschließend noch einmal überprüft werden.

9. Verfügbarkeit: Startup Name Check

Liegen bereits Ideen für den neuen Markennamen vor, ist der Startup Name Check ein hilfreiches Tool, um die Verfügbarkeit von Domains und Social-Media-Profilenzu überprüfen.

10. Markennamen prüfen: Knowem

Der perfekte Markenname ist gefunden, aber jemand ist Ihnen zuvorgekommen? Mit diesem nützlichen Tool lassen sich Markennamen auf Ihre Verfügbarkeit hin überprüfen.

Ähnlich funktioniert die Website Namecheck.com. Sie überprüft die Verfügbarkeit eines Namens bezüglich Domains, sozialen Netzwerken, Markenämtern und sogar App-Stores.

11. Nachgefragt: SurveyMonkey

Wie kommt der neue Name wirklich an? Mit SurveyMonkey können Sie ganz einfach Onlineumfragen erstellen und teilen. So bekommen Sie einen realistischen Eindruck von der Überzeugungskraft Ihres Wunschnamens und erhalten Feedback zu Ihrer Idee.

12. Kurz und knapp: The Name App

Falls Sie unterwegs einen Geistesblitz zu einem potenziellen Markennamen haben, ist diese App genau das Richtige für Sie. The Name App macht ihrem Namen alle Ehre und überprüft Ihre Eingabe hinsichtlich freier Domains und den größten sozialen Netzwerken – in Sekundenschnelle auf Ihrem Smartphone.

Der perfekte Markenname kann ein Zufallsprodukt sein, entsteht aber häufig im Abgleich mit objektiven Merkmalen und Marktstrukturen. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Intuition und gründlicher Analyse lassen sich bei der Namensfindung mitunter die besten Ergebnisse erzielen. Praktische Onlinetools können Sie dabei durch kreativen Input unterstützen und mit wichtigen Einblicken versorgen. Lassen Sie sich von den Tools inspirieren – in Verbindung mit dem richtigen Gespür für Ihr Unternehmen finden Sie den passenden Namen dann ganz sicher.

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Ursprünglich veröffentlicht am 23. August 2019, aktualisiert am August 22 2019

Themen:

Branding