Marketing auf der Überholspur

20 Dezember 2016

5 Varianten, wie Sie Facebook Ad Targeting effizient einsetzen

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Facebook Ad Targeting

Die Möglichkeiten, personalisierte Ads auf Facebook zu setzen sind nahezu unbegrenzt. Wir erklären Ihnen, was genau Facebook Ad Targeting ist, zeigen Ihnen den Weg durch den Targeting-Dschungel und geben Ihnen fünf praktische Beispiele für zielgerichtete Facebook Ads.

Was ist Facebook Ad Targeting?

Facebook Ad Targeting erlaubt es Ihnen, Ihre Anzeigen gezielt an bestimmte Facebook-Nutzer auszuspielen. Ihr Produkt oder Ihr Service ist schließlich nicht für alle relevant, die auf Facebook unterwegs sind. Schalten Sie eine Anzeige auch für Nutzer, die Ihr Produkt nicht kaufen, verschwenden Sie Budget. Nur potenzielle Käufer sollten Ihre Anzeige sehen.

Deswegen bietet Facebook Ihnen Möglichkeiten, die Zahl der Empfänger nach Merkmalen einzugrenzen.

Gemeinsam mit Social Bakers haben wir die Daten aus 4,5 Millionen Facebook-  und Instagram-Anzeigen ausgewertet. Laden Sie sich unsere Erkenntnisse  kostenlos herunter und optimieren Sie Ihre Anzeigenstrategie.

5 Beispiele für Facebook Ad Targeting

1. Like-Targeting

Der wohl einfachste Ansatz für effizientes Facebook Ad Targeting ist auch am stärksten mit dem Prinzip des Inbound-Marketing verwandt: Finden Sie heraus, was Ihre Kunden wirklich interessiert, und denken Sie nicht in erster Linie an Ihr Produkt oder Ihren Service. Mit den „Gefällt mir“-Angaben, die Nutzer bei Facebook setzen können, baut sich jede Person ein eigenes Interessenprofil. Dieses Profil lässt sich für Ad Targeting hervorragend nutzen. Dazu müssen Sie lediglich ermitteln, wofür sich Ihre potenziellen Käufer sonst interessieren könnten.

„Like-Targeting“ ist weit mächtiger, als es scheint: Facebooks „Interessen“-Zeile für Ads umfasst auch generelle Interessen der User, die sie in ihren Profilen angegeben haben oder die Facebook durch den eigenen Algorithmus ermittelt hat.

Facebook Ad Targeting Beispiel

Viel mehr als nur Likes: Facebook Ad Targeting nach Interessen.

2. Behavioral Targeting

Durch Facebook-Plugins im ganzen Web und die einzigartige User ID lässt sich das Verhalten von Nutzern auch weit über das soziale Netzwerk hinaus tracken. Das heißt im Klartext, dass Facebook selbst Nutzerverhalten auf anderen Websites sammelt und analysiert, um es für Ad Targeting verfügbar zu machen.

Wenn ein Nutzer also beispielsweise auf einem mit dem Facebook-Cookie verknüpften Preisvergleichsportal eine Suchanfrage tätigt, speichert Facebook diese Information. In den Einstellungen für Facebook Ads können Sie dann nach „Purchase Behaviors“ sortieren und die für Ihre Branche passende Kategorie auswählen.

Genauso verhält sich Facebook natürlich auch bei „Search Behaviors“. So soll Facebook Ad Targeting dabei helfen, Personen zu finden, die demnächst eine Kaufabsicht haben. 

Facebook Ad Targeting Beispiel

Sortierung bei Facebook nach Search Behaviors am Beispiel Autos – vom Motorrad bis zum Gebrauchtwagen.

3. Kombinierte demografische Sortierung

Wenn Sie Ihre Buyer Persona gut kennen, wissen Sie sicher etwas über ihre grundlegenden demografischen Daten wie Alter, Geschlecht oder die ungefähre Wohnsituation. Facebook Ads lassen sich gezielt für bestimmte Kombinationen dieser Werte schalten.

Das ist ideal für Angebote, die auf gewisse Standorte zugeschnitten sind. Den Wohnort können Sie zudem in bestimmten Fällen als Substitut für ein Einkommens- oder Bildungslevel verwenden. Der Vorteil dieser sehr basalen Angaben ist, dass die meisten Facebook-Nutzer sie ausgefüllt haben. Etwas schwieriger wird es – zumindest im datenschutz-sensiblen deutschsprachigen Raum – bei Angaben zum Arbeitsplatz oder zum Bildungsgrad. Diese Daten lassen sich ebenso wirksam für personalisierte Facebook Ads einsetzen, werden aber weniger häufig ausgefüllt als Alter, Geschlecht oder Wohnort.

Für das Alter gibt es sogar noch eine weitere Spezifizierung: Nicht nur nach einer bestimmten Altersklasse kann sortiert werden, sogar nach Generation (Stichwort: „Millenials“). Solche Informationen können entscheidend dafür sein, wie ein bestimmter Text für Ihre Leser aufbereitet sein muss.

Facebook Ad Targeting Beispiel

Wohnort, Alter, Geschlecht und mehr: Facebook Ad Targeting nach demographischen Daten.

4. Targeting nach Lebensumständen

Für bestimmte Branchen kann sich ein Anvisieren ganz individueller Lebensumstände beim Online-Marketing anbieten. Facebook bietet eine Reihe von Targeting-Features an, die sich hier nutzen lassen. Zum Beispiel kann das Vorhandensein von Kindern einen entscheidenden Einfluss auf das Kaufverhalten haben. Da viele Menschen zu Recht stolz auf ihren Nachwuchs sind, teilen sie diese Information auch besonders gern in sozialen Netzwerken.

Facebook Ad Targeting lässt eine Sortierung nach dem Alter der Kinder zu, von frischgebackenen Eltern bis hin zu Familien mit erwachsenen Kindern. Auch der Beziehungsstatus kann für einige Branchen eine Rolle spielen und auf die gleiche Art und Weise in Ihr Online-Marketing integriert werden.

Facebook Ad Targeting Beispiel

Von frischgebackenen Eltern bis zu erwachsenen Kindern – ein Auszug der Möglichkeiten von Targeting nach Familiensituation.

5. Targeting nach Geburts- und Jahrestagen

Soziale Netzwerke haben Geburtstagskalender vollständig überflüssig gemacht: Sie behalten den Überblick über alle unsere Freunde, Bekannte und Kollegen, erinnern uns an einen bevorstehenden oder unmittelbar anstehenden Geburtstag und verraten uns in den meisten Fällen sogar noch das Alter des Geburtstagskindes dazu. Wäre es nicht schön, auch die Geburtstage Ihrer Kunden für Facebook Ads nutzen zu können?

Spezielle Geburtstagsangebote sind eine tolle Möglichkeit, Kunden auf sympathische Weise für ein spezielles Angebot zu gewinnen. Aber die Funktion kann noch mehr für Ihr Content Marketing tun: Sie ermöglicht es auch, nach bestimmten Jahrestagen (Beziehungen, Ehen), Geburtstagen von Freunden oder Milestones (so ziemlich alles) zu sortieren.

Facebook Ad Targeting Beispiel

Facebook-Milestones können vieles sein: Jahrestage, Geburtstage, Geburtstage von Freunden, Hochzeitstage...

Fazit: Anzeigen an der Buyer Persona ausrichten

Facebook ist ein mächtiges Werkzeug für Ad Targeting jeder Art, doch nicht jede Einsatzmöglichkeit ist immer sinnvoll. Die Möglichkeiten der Eingrenzung sind so vielseitig, dass Sie damit Ihren Einzugsbereich bis auf eine einzige Person verkleinern können. Natürlich wollen Sie aber jederzeit möglichst viele Personen mit den richtigen Interessen erreichen. Skizzieren Sie also Ihre Buyer Persona so detailliert wie möglich und werden Sie beim Ad Targeting ein wenig kreativ – dann holen Sie das Beste aus Ihrem Facebook Marketing heraus.

Jetzt herunterladen: Die Zukunft der Werbung auf Facebook und Instagram

Dieser Artikel erschien erstmals im November 2015. Wir haben ihn aktualisiert und zur besseren Verständlichkeit überarbeitet.

Themen: Social Media

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