Jeder Facebook-Benutzer macht so seine Erfahrungen mit Werbeanzeigen. Manchmal scheinen sie uns die Wünsche fast schon von den Augen abzulesen, an anderen Gelegenheiten hingegen lösen sie eher Verwunderung aus. Verantwortlich dafür ist Facebook Targeting – und das kann eben besser oder schlechter sein.

Download: Leitfaden für Facebook Werbeanzeigen

Anhand dieser Kriterien spielt Facebook-Werbeanzeigen automatisch an jene Personen aus, die am wahrscheinlichsten daran interessiert sind.

Werbeerfolg ist kein Zufall: Targeting-Optionen erhöhen die Relevanz Ihrer Facebook-Ads

Für Ihre Facebook-Marketing-Kampagnen ist die richtige Zielgruppe das Erfolgskriterium schlechthin. Denn selbst die kreativste Werbung mit dem höchsten Budget wird kaum die erhoffte Beachtung finden, wenn sie für den Adressaten nicht relevant genug ist.

Über Targeting können Sie den Streuverlust minimieren. Es hilft Ihnen dabei, Ihre Anzeigen gezielt an jene Personen auszuliefern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen tatsächlichen Nutzen für sich darin erkennen – und somit eher zu einem Klick bereit sind.

„Gläserne“ Nutzer dank Facebook Pixel

Um Targeting optimal einsetzen zu können, braucht es entsprechende Daten – und davon hat Facebook mehr als genug. Abgesehen von den Informationen, die der Nutzer in seinem Profil ohnehin freiwillig von sich preisgibt, ergeben aufgerufene Seiten, geklickte oder geteilte Inhalte aber auch Suchanfragen und Einkäufe ein klares Bild darüber, was die Person interessiert. Das spielt Ihnen natürlich als werbetreibendes Unternehmen in die Hände.

Denn anhand dieser gesammelten Daten entscheidet Facebook nicht nur darüber, welche Beiträge und Inhalte relevant genug für den Newsfeed des Nutzers sind, sondern liefert Ihnen auch die Basis, um die ideale Zielgruppe für Ihre Facebook-Kampagnen zu definieren und Ihre Werbeanzeigen-Aussteuerung laufend zu optimieren.

Jede Aktivität und jede Interaktion wird von Facebook gespeichert – sowohl auf der Plattform selbst als auch außerhalb. Voraussetzung dafür ist das Facebook Pixel, ein Analysetool, über das Sie alle Handlungen der Nutzer auf Ihrer Website nachverfolgen können. Ihren persönlichen Facebook-Pixel-Code können Sie ganz einfach über Ihr Werbekonto erstellen und anschließend auf Ihrer Website implementieren.

So funktioniert detailliertes Targeting auf Facebook

Facebook-Ads können unterschiedliche Ziele verfolgen. So sollen die einen für mehr Bekanntheit und Aufmerksamkeit bei potenziellen Interessenten sorgen, während die anderen neue Märkte erschließen und wieder andere zur Kundenbindung beitragen sollen. Dementsprechend können Facebook-Kampagnen auch mehrere Anzeigengruppen beinhalten, die sich jeweils an eine bestimmte Zielgruppe richten.

Um die Aussteuerung Ihrer Anzeigen nach Ihren Werbezielen auszurichten, stellt Ihnen Facebook im Werbeanzeigen-Manager drei verschiedene Tools zur Zielgruppendefinition zur Verfügung:

1. Core Audience: Kernzielgruppen nach Merkmalen festlegen

Die Funktion „Core Audience“ bildet sozusagen den Einstieg ins Targeting. Wenn Sie mit Facebook-Marketing gerade erst anfangen oder eine neue Werbeanzeigen-Kampagne starten möchten, können Sie damit Ihre bevorzugte Kernzielgruppe selbst festlegen. Und das dank des vorliegenden Datenmaterials nicht nur über allgemeine geografische und demographische Basisdaten (z. B. Geschlecht, Alter, Ort/Land, Sprache, Familienstand etc.), sondern vor allem auch über persönliche Interessen, Bedürfnisse und Verhalten der Nutzer.

Welch umfangreiche Targeting-Möglichkeiten sich dadurch im Detail ergeben, zeigt auch die bekannte und eindrucksvolle Infografik von Wordstream. Sie können die verschiedensten Kriterien einstellen, diese nach Belieben miteinander kombinieren und so Ihre Zielgruppe breiter oder enger definieren. Zusätzlich können Sie über „Oder“-, „Und“- bzw. „Nicht“-Funktionen einen exakten Schlüssel festlegen, unter welchen Bedingungen die Anzeige ausgespielt werden soll – und im Umkehrschluss eben Personen gezielt von der Zielgruppe ausschließen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie Ihre Kunden und Wunschkunden so gut wie möglich kennen und sich im Vorfeld bereits ausreichend mit ihnen beschäftigt haben.

Tipp: Zur Unterstützung bei der Definition Ihrer Core Audience kann sich auch ein Blick auf die aggregierten Daten in den Facebook Audience Insights als hilfreich erweisen. Diese geben Ihnen mitunter noch wertvolle Hinweise, worauf Sie bei Ihrer optimalen Zielgruppe achten sollten.

2. Custom Audiences: Die Verbindung zu Kunden und Leads

Um mit Ihren Werbeanzeigen bestehende Kunden anzusprechen oder gezieltes Remarketing zu betreiben, eignen sich Custom Audiences besonders gut. Denn mit dieser Zielgruppe können Sie Personen erreichen, die bereits in irgendeiner Form mit Ihrem Unternehmen interagiert haben.

Die Grundlage dafür liefern bereits vorhandene Daten – etwa die importierte Kundendatenbank aus Ihrem CRM-System, Ihre Newsletter-Abonnenten oder die über das Facebook Pixel generierten Informationen Ihrer Website- und Online-Shop-Besucher. Anhand dieser Daten können Sie eine oder auch mehrere spezifische Custom Audiences erstellen, Bedingungen oder Ausschlusskriterien festlegen und so jede Anzeige einem selektierten Personenkreis zielgerichtet ausspielen lassen.

3. Lookalike Audiences: Die statistischen Zwillinge Ihrer Zielgruppen

Wenn Sie sich bereits intensiv mit den Charakteristika Ihrer Kunden und Interessenten auseinandergesetzt haben und damit im Optimalfall auch schon Werbeerfolge verbuchen konnten, können Sie über Lookalike Audiences noch mehr Potenzial ausschöpfen. Denn diese haben Ihre definierten Zielgruppen als Quelle und spiegeln sie sozusagen wider.

Das bedeutet konkret: Lookalike Audiences weisen ähnliche Merkmale, Eigenschaften, Interessen und Verhaltensweisen auf wie Ihre bestehenden Kunden. Dass Sie so Ihre Chancen erhöhen, neue Nutzer (z. B. in einem anderen Zielmarkt) zu erreichen, für die Ihre Werbeanzeigen auch sehr wahrscheinlich relevant sind, ist naheliegend.

Damit eine Lookalike Audience aber möglichst gute Ergebnisse bringen kann, sollte die Datenquelle ausreichend groß sein. Die Mindestanforderung von Facebook beträgt 100 Datensätze, wobei die klare Empfehlung allerdings lautet: Je mehr, desto besser.

Fazit

Durch das kontinuierliche Sammeln von Daten weiß Facebook ziemlich genau, was einem Nutzer gefällt. Als werbetreibendes Unternehmen können Sie davon nur profitieren. Wie erfolgreich Ihre Facebook-Ads sind, hängt jedoch nicht zuletzt vom richtigen Targeting ab – und dafür stehen auf Facebook vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung.

Mit Hilfe verschiedener Audiences können Sie Ihre Anzeigen noch besser an Ihre Zielgruppen ausrichten und so die Relevanz Ihrer Werbekampagnen erhöhen.

facebook ads erfolgreich schalten ein leitfaden

Titelbild: mrgao / getty images

 New call-to-action

Ursprünglich veröffentlicht am 17. August 2020, aktualisiert am Juni 17 2021

Themen:

Facebook Ads