Im August hat MonitoringMatcher, das Magazin rund um digitales Monitoring, eine Blogparade rund um die Frage „Wie finde ich den Influencer?“ durchgeführt. Herausgekommen sind an die 40, teils sehr lesenswerte, Beiträge - hier destilliert auf die besten Zitate, Tipps und Leseeinstiege.

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Was ist überhaupt ein Influencer?

„Ein Influencer ist eine Person, die mit ihrem Handeln andere Personen beeinflusst“, verdichtet Falk Hedemann im UPLOAD Magazin.

Influencer seien Inspiration, Helfer, Unterhalter, Multiplikatoren, Gesprächspartner und Manipulatoren, so Jimmy Lüdke im Brandwatch Blog.

„Beeinflusser sind für ein Unternehmen dann relevant, wenn sie sich im gleichen Interessensmarkt tummeln, seien dies Mountain-Biker, Cupcake-Bäckerinnen oder Leseratten“, meint Marie-Christine Schindler auf mcschindler.com.

Influencer (oder Netz-Publizist, Meinungsführer und Sprachrohr) seien Multiplikatoren und Impulsgeber, bekämen ihre Rolle von der Community zugewiesen, mussten sich ihr Standing hart erarbeiten, legten Motivation an den Tag und lieferten ihrer treuen Gefolgschaft Mehrwert, seien meist Meister des Networking, bewahrten ihre Ideale, seien neugierig und lernfähig und wollten persönlich, individuell und respektvoll angesprochen werden - so Stefan Schütz.

Influencer können Ihr Marketing beflügeln!

„Das Online Marketing bekommt immer mehr Probleme, mit den herkömmlichen Mitteln eine ausreichende Sichtbarkeit und letztendlich die gewünschte Wirkung zu erzielen. Werbung, SEO und Social Media – dieses lange gut funktionierende Dreigestirn funktioniert heute längst nicht mehr so gut, wie noch vor einigen Monaten“, analysiert Falk Hedemann im UPLOAD Magazin.

Influencer seien zu einem Marketing-Kanal geworden, meint Angela Wiesenmüler im meltwater Marketing Blog. „Sie können dabei helfen, eine Marke oder Produkte bekannter zu machen oder in einer Krisensituation wichtige Informationen zu verbreiten. Influencer sind Menschen, die sich das Vertrauen einer Branche erarbeitet haben, eine große Community oder zahlreiche Follower haben und damit auch einen gewissen Einfluss auf eine bestimmte Branche.“

Influencer findet und aktiviert man nicht auf Knopfdruck!

„Der Unternehmer bewegt ein paar Hebel, und drückt ein paar Knöpfe und schon findet er den idealen Verteiler um seine neuste Unternehmensnews an die „richtigen Leute“ (früher: Multiplikatoren, heute: Influencer) zu verteilen, die dann nichts anderes zu tun haben, als kräftig über das Unternehmen und dessen News zu bloggen, zu youtuben, zu twittern und zu pinteresten“ - das sei näher am Traum als an der Realität, meint Oliver Gassner.

„Wie erreiche ich nun diese Multiplikatoren? Auf gar keinen Fall über Nacht“, so Jan Pötzscher auf newmediapassion.com.

Und wo finde ich sie denn jetzt, die Influencer?

„Print, Social, Social, Print. Ein undurchsichtiger Wulst an Input tut sich bei der Suche nach Meinungsmachern auf. Während Ansprechpartner in Print, Film und Fernsehen für gewöhnlich bekannt sind, sieht das Online ganz anders aus. Twitter, Facebook, Blogs, Foren, sie alle wollen bei der Suche berücksichtigt werden”, erklärt Sebastian Klein im vibrio Blog - und ergänzt: “Google-Alerts erschöpfen sich schnell beim Fischen nach Qualität statt Quantität. Die Lösung sind spezialisierte Monitoring Tools, die nicht nur Inhalte sammeln, sondern diese auch in mundgerechten Häppchen aufbereiten und sortieren können.“

„Helfen können Tools wie Fanpage Karma, Social Bench oder quintly. Damit lassen sich Interaktionsraten verschiedener Fanseiten erheben und vergleichen“, erklärt Falk Hedemann im UPLOAD Magazin Es gibt aber ebenso Tools wie Sharecounter.de, SharedCount oder socialsignals, die die sozialen Reaktionen zu einem Beitrag mit einem Klick abfragen.“

„Das Social Web besteht aus zwei Komponenten Social + Web. Also sagen wir: einer menschlichen und einer technischen Ebene. Eine reine Suchmaschine wird die richtigen Ansprechpartner nicht finden und ohne „Vorwärmen“ wird es auch schwer mit dem Kuscheln“, rät Oliver Gassner und plädiert für Events und Vorschlagslisten, Ripples und Ranglisten.

„Tools, wie ich sie im oben verlinkten Beitrag beschrieben habe, helfen, die Leuchttürme im Social Web zu entdecken, zahlreiche Monitoringtools weisen bei den Resultaten auch die Meinungsführer aus. Das entbindet aber nicht davon zu beobachten, auszuwerten und eigene Schlüsse zu ziehen. Ein regelmässiges Online- und Social Media-Monitoring bildet dafür die Grundlage“, so Marie-Christine Schindler.

„Es ist nun einmal das eigene Umfeld, das sich für ähnliche Themen interessiert und das auch beurteilen kann, wie wertvoll Inhalte sind“, plädiert Dr. Kerstin Hoffmann für die Peergroup.  

„Spreche mit Menschen. Trau dich einfach. Sei höflich und mach dich nahbar. Dir kann es egal sein, ob dies per Mail, auf Twitter, Facebook und Co oder doch im persönlichen Gespräch erfolgt“, rät Mike Schnoor.

Die Reichweite Ihrer Influencer ist (nicht so) wichtig!

Ja was denn jetzt? Die Autoren der Blogparade sind sich hier nicht ganz einig. Fans und Follower sind natürlich nicht verkehrt, müssen jedoch immer im Kontext gesehen werden. „Viele Kontakte sind gut, die richtigen Kontakte sind besser!“, heißt es etwa im UPLOAD Magazi.

„Frage nicht nach Zahlen, KPIs oder irgendwelchen Indizes. Die Wertigkeit der Influencer kann nicht in absoluten Zahlen ausgedrückt werden. Selbst wenn ein Influencer noch nie einen Beitrag über ein bestimmtes Thema gebracht hat, kann der erste eine Inhalt eine kleine Lawine mit positiven Effekten lostreten… oder eine digitale Krise herbeiführen“, meint Mike Schnoor - ebenso wie: „Vergesse bitte Klout, denn hier finden sich nichts anderes als lustige Zahlenspiele, die mit einfachen Mitteln manipulierbar sind.

Sei wirklich wirklich an einem Dialog interessiert!

Alte PR-Methoden greifen beim Umgang mit Bloggern, Twitteratis und Co. zu kurz“, so Sebastian Klein ganz im Geiste Björn Tantaus. Und weiter: “Ehrliches, unaufgesetzes Interesse, gegenseitiger Respekt und freundliches Auftreten öffnen Tür und Tor für eine zukünftige Zusammenarbeit.”  

Beziehungen müssen gepflegt werden, sonst sind es nur Kontakte“, so das UPLOAD Magazin.

Und was sagen die Influencer selbst?

Stefan Schütz hat einige vermeintliche Influencer in Sachen Social Media mit der Frage konfrontiert: Hältst du dich für einen Influencer und warum (nicht)?

„Es macht mir Spaß, den Leuten Dinge zu zeigen und zu erklären, was beim Online Marketing funktioniert, weil ich möchte, dass die User an meinem Wissen teilhaben und es, wenn möglich und wenn es passt, auch für sich selbst anwenden, um selbst erfolgreicher zu werden“, erklärt Björn Tantau.

„Meine Anstöße sorgen offenbar ab und an dafür, dass sich andere über ein Thema Gedanken machen. Manchmal gelangen sie aber eben zu einer anderen Meinung als ich. Sie übernehmen nicht die meine. Und das ist nicht nur ok so. Das ist prima. Denn dann habe ich erreicht, dass etwas, das mir am Herzen liegt, Thema geworden ist und diskutiert wird“, so Mirko Kaminski zu seinem Influencer-Dasein.

„Ja, ich weiß nachweislich, dass Leute sich wegen meiner Artikel und meiner Meinung bestimmte Produkte ansehen, dafür interessieren oder diese letztlich kaufen“, macht Kai Thrun klar.  

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Ursprünglich veröffentlicht am 10. September 2014, aktualisiert am Dezember 04 2017

Themen:

Influencer-Marketing