Die relativ neue Disziplin des Influencer -Marketings wird vor allem mit Brand- und Social-Media-Marketing in Verbindung gebracht. Schließlich finden die Kooperationen im Normalfall auf sozialen Netzwerken statt und dienen vor allem der Markenbekanntheit. Ein dritter Bereich sollte dabei aber keinesfalls übersehen werden: Auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein essenzieller Faktor im Influencer-Marketing.

Denn SEO und erfolgreiches Influencer-Marketing bedingen sich gegenseitig: Nut aufgrund der vorteilhaften SEO-Position der Influencer wird eine entsprechende Kampagne ein voller Erfolg, der wiederum gleichzeitig einen Beitrag zur Verbesserung der eigenen Rankings leistet. Wir nennen Ihnen acht Gründe, warum Influencer-Marketing ihrer SEO zugute kommen kann.

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Acht Gründe, warum Influencer-Marketing und SEO zusammengehören

1. Relevanter Content

Google belohnt guten, relevanten Content, indem die Suchmaschine Qualität, Keyword-Verwendung, Lesbarkeit und Interaktionen seitens der Nutzer, wie Likes und Shares, berücksichtigt. SEO-Experte MOZ hat 2015 in einer Studie herausgefunden, dass die Content-Qualität auf Platz 3 der wichtigsten Ranking-Faktoren fällt. Die Herausforderung: Es ist nicht immer und für jedes Unternehmen einfach, entsprechend hochwertigen Content zu erdenken, zu konzeptualisieren und zu produzieren. Spätestens, wenn es um die kontinuierliche Veröffentlichung verschiedener Content-Elemente geht, geraten viele Unternehmen in die Bredouille.

Influencer sind an dieser Stelle eine mögliche Alternative: Schließlich sind sie Profis darin, Content zu erstellen, den ihre Communitys lieben – das hat sie überhaupt erst zu Influencern gemacht. Ein gutes Beispiel, wie gut eine solche Kooperation funktionieren kann, bietet der Klimaanlagenhersteller Welter Heating aus Minneapolis. Er veröffentlichte einen Blogpost mit Beiträgen lokaler Influencer, die den Artikel zusätzlich via Social Media promoteten. Nach gerade einmal zwei Wochen war der Traffic des Unternehmens um 609 Prozent gestiegen.

Eine Alternative für die Generierung neuer Inhalte stellt das sogenannte Crowdsourcing dar, bei dem die Community dazu angehalten wird, selbst Content beizutragen, beispielsweise in Form von Fotos oder Videos. Red Bull nutzt diesen Ansatz bereits seit Jahren mit Skatern und Surfern auf der ganzen Welt. Solche Initiativen gestalten sich natürlich umso leichter und attraktiver, wenn Influencer ihre Follower zum Mitmachen aufrufen.

2. Bessere Sichtbarkeit

Sichtbarkeit beziehungsweise Visibility kombiniert als Kennzahl (je nach verwendetem Index) meist die Anzahl der Keywords, Klickraten sowie das Suchvolumen und beschreibt, wie präsent eine URL in den Suchergebnissen ist. Für Unternehmen ist es häufig schwer, eine zufriedenstellende Sichtbarkeit aufzubauen, da es dafür einer ausgeklügelten SEO- und Content-Strategie bedarf.

Die Sichtbarkeit von Influencern hingegen ist oft wesentlich besser, da ihr Erfolg zu einem Großteil von SEO-Faktoren dieser Art abhängt. Durch entsprechende Kooperationen können Marken also direkt vom Sichtbarkeits-/SEO-Vorteil der Influencer profitieren. Die Marke/das Produkt/die URL wird so sichtbar, wie es der Influencer ist, der sie erwähnt.

3. Reichweite

Influencer zeichnen sich per Definition durch ihre große Reichweite aus. Dabei ist nicht nur die reine Anzahl der erreichten Verbraucher entscheidend, sondern vor allem die leichte Passung auf die Zielgruppe des jeweiligen Unternehmens. Diese macht es besonders wahrscheinlich, dass sich entsprechend viele Follower eines entsprechenden Influencers angesprochen fühlen und dann nach den Kampagnen-Keywords suchen, was wiederum das Ranking der entsprechenden Domain(s) verbessert.

4. Autorität und Vertrauen

Influencer genießen das Vertrauen ihrer Follower, ihre Kaufempfehlungen wiegen daher schwer. Aus diesem Grund genießen sie auch aus SEO-Sicht eine besonders hohe Autorität, sie bilden also eine wichtige Referenz für ein bestimmtes Thema und werden von Google deshalb favorisiert. Durch Kooperationen kann so auch die Autorität eines Unternehmens aufgebaut und unterstrichen werden.

5. Aktualität

Aktualität wird von Google mit merklich besseren Rankings belohnt. Marketer setzt das unter den Druck, regelmäßig neuen Content zu veröffentlichen. Das ist aber häufig – wie bereits unter Punkt 1 geschildert – aus den unterschiedlichsten Gründen schwierig umzusetzen. Auch hier kann Influencer-Marketing die eigenen Bemühungen unterstützen und Teams entlasten: Kampagnen dieser Art bestehen meist aus mehreren Beiträgen über einen gewissen Zeitraum hinweg und auf verschiedenen Kanälen, die immer wieder neu auf eine bestimmte Domain verweisen.

Auf diese Weise ist für die Dauer der Kampagne sichergestellt, dass regelmäßig neuer und aktueller Content veröffentlicht wird. Auch bereits bestehender Content kann so übrigens promotet und „erneuert“ werden.

6. Engagement und Interaktionen seitens der Nutzer

Influencer haben interaktionsstarke Communitys. Aufgrund des hohen Identifikationspotenzials und der scheinbaren Nähe kommentieren und liken Fans die Beiträge ihrer Vorbilder rege. Im Idealfall überträgt sich dieses Interaktionsverhalten dann auch auf die Unternehmensseiten des Produkts beziehungsweise der Marke, die die Influencer präsentieren.

Solche Likes, Shares und Kommentare werden von Google als positive Ranking-Faktoren gewertet, da sie die Relevanz der jeweiligen Seite belegen.

7. Backlinks

Dass Backlinks (also Verlinkungen auf anderen Websites, die auf die eigene Seite verweisen) gut für die eigene Google-Positionierung sind, ist seit Langem bekannt. Dementsprechend häufig haben Unternehmen in vergangenen Jahren oft Backlinks gekauft, statt sie sich tatsächlich zu verdienen. Dies wird jedoch inzwischen von Google erkannt und abgestraft. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Backlinks auf einer Seite mit hoher Autorität auftauchen und dort authentisch eingebunden werden. Das belegt auch die bereits zitierte MOZ-Studie: Qualität und Autorität der verlinkenden Seite sind ebenfalls unter den hier aufgeführten Top 10 Ranking-Faktoren.

Im Influencer-Marketing lässt sich dieses Prinzip zum Beispiel durch einen Gastbeitrag auf dem Blog eines Influencers inklusive der eigenen URL, aber auch als Quelle in der Info-Box zu einem YouTube-Video umsetzen. Folgen viele User diesem Link, generiert das guten Traffic, den Google entsprechend honoriert. So werden das Google-Ranking, die Sichtbarkeit der Marke bzw. des Produkts sowie der Traffic aus organischen Suchergebnissen verbessert.

Idealerweise sollten Backlinks im Übrigen nicht einfach zur Homepage, sondern zu sogenanntem „Cornerstone Content“ führen: eine zeitlose, informative Seite, die ein bestimmtes Schwerpunktthema des Unternehmens aufgreift.

8. Reputationsmanagement

Negative Produktbewertungen sind oft besonders interessant für Konsumenten, werden deshalb vielfach angeklickt und erhalten damit auch oft eine gutes SEO-Ranking. So kann es passieren, dass ein entsprechender Beitrag auch nach Jahren noch auf der ersten Google-Page auftaucht, wenn Interessenten nach einem Produktnamen oder einer Marke suchen.

Beiträge durch Influencer sind aufgrund der hier erläuterten Punkte in der Regel Ranking-Garanten. So haben sie das Potenzial, unerwünschte Beiträge zu verdrängen und durch eine positive Produkt-Rezension zu ersetzen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 30. Oktober 2018, aktualisiert am 09. November 2018

Themen:

SEO Influencer-Marketing