KI im Marketing 2026: richtig einsetzen statt irgendwie

Kostenloser Report: State of Marketing 2026
Jeje Begraoui
Jeje Begraoui

Aktualisiert:

Das Wichtigste in Kürze

KI ist im Marketing inzwischen allgegenwärtig – und genau deshalb wirken viele Kampagnen austauschbar. Den Unterschied macht nicht der Einsatz von KI an sich, sondern der gezielte Einsatz entlang von vier Hebeln: Markenidentität, Personalisierung, Multi-Channel-Nutzung und Automatisierung.

Richtige KI-Nutzung trifft ins Ziel
  • Markenidentität schärfen: KI entfaltet ihren Wert vor allem dort, wo sie Ihre Werte, Überzeugungen und Alleinstellungsmerkmale sichtbar macht – statt beliebige Inhalte zu produzieren.
  • Konsequent personalisieren: 93 Prozent der befragten Marketing-Fachleute bestätigen, dass personalisierte Inhalte die Zahl der Käufe erhöhen und den ROI Ihres Werbebudgets verbessern.
  • Mehrere Kanäle bespielen: Drei Viertel der Unternehmen nutzen fünf oder mehr Kanäle – ein konsistentes Markenerlebnis über alle Touchpoints hinweg wird damit zur Pflicht.
  • Sinnvoll automatisieren: 67 Prozent der Teams gewinnen durch KI mindestens zehn Stunden pro Woche zurück – Zeit für die kreative, strategische Arbeit an der Kundenansprache.

Lesezeit: 7 Minuten

2026 ist zur Hälfte vorbei: Die große Überschrift unseres State of Marketing-Report 2026 war: KI richtig nutzen und Menschen unterstützen, nicht ersetzen. Die Daten zeigen: Markenidentität wird wichtiger denn je - besonders mit dem Aufkommen von KI-Agents, KI spart Marketing-Teams Zeit, die sie für die strategischen Überlegungen zur treffsicheren Kundenansprache nutzen können, Personalisierung steigert die Zahl der Käufe.

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Wie sieht es bei Ihnen aus? Stehen die Workflows, nutzen Teams die Technologie an der richtigen Stelle und spart die KI in H2 2026 wirklich Zeit?

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Trend-Erkenntnisse in verschiedene Bereiche Ihres Marketings einfließen lassen und für eine fruchtbare Arbeit mit der KI nutzen – damit Sie sich den Rest des Jahres nicht mehr damit beschäftigen müssen, überhaupt erst herauszufinden, was genau funktioniert. Denn gerade jetzt kommt es darauf an, KI an den richtigen Stellen einzusetzen, nicht überall.

Welche Punkte sind für die erfolgreiche Nutzung von KI im Marketing wichtig?

Die Zeit des Herumprobierens ist vorbei. Stattdessen sollten Sie sich auf die Punkte konzentrieren, mit deren Hilfe der Einsatz von KI Ihr Marketing wirklich revolutioniert und zu einem echten Mehrwert wird:

  • Markenidentität
  • Personalisierung
  • Multi-Channel-Nutzung
  • Automatisierung

Nutzen Sie diese vier starken Hebel richtig, verschaffen Sie sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Wie schärfen Sie die Markenidentität?

61 Prozent der von uns Befragten geben an, dass eine gut herausgearbeitete Markenidentität wichtig für die erfolgreiche Nutzung von KI ist. Bei der Entwicklung einer klaren Markenidentität kann KI gezielt unterstützen und den gesamten Prozess spürbar vereinfachen.

So gehen Sie vor:

  • Analysieren Sie Ihre CRM- und Website-Daten, um herauszufinden, welche Touchpoints und welche Kanäle für Ihre Kund:innen am besten funktionieren.
  • Lassen Sie eine KI den Standpunkt Ihres Kunden einnehmen, damit Sie hilfreiches Feedback zu Ihrer Strategie hinsichtlich der personalisierten Inhalte bekommen. In HubSpot geht das zum Beispiel mit dem Breeze ICP Assistenten.
  • Nutzen Sie die optimierten Inhalte auf verschiedenen Kanälen, um die Konsistenz Ihres Markenbildes zu stärken.
  • Lassen Sie die KI den Erfolg dieser Inhalte analysieren und auf dieser Basis neue Ideen zur Fortführung der Kampagnen und Vertiefung der Markenpositionierung entwickeln.

Wichtig ist, dass Sie weiterhin das Feedback Ihrer Kund:innen einholen, damit Sie sie regelmäßig mit dem der KI abgleichen können – es bringt Ihnen nichts, wenn die KI-Persona zufrieden ist, während die realen Nutzer:innen es nicht sind.

The State of Marketing Report 2026

HubSpot's Jahresbericht über Marketing Trends.

  • KI wirksam operationalisieren
  • Klare Markenhaltung zeigen
  • Menschlichkeit als Differenzierer nutzen
  • Konkrete, umsetzbare Strategien erhalten

Wie nutzen Sie Personalisierung mit KI richtig?

Personalisierung ist einer der stärksten Hebel, die Sie überhaupt ansetzen können: 93 Prozent der befragten Marketing-Fachleute geben an, dass gezielte Personalisierung die Zahl der Käufe erhöht. Der Grund ist nachvollziehbar – relevante Inhalte erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer positiven Reaktion und verbessern das Bild, das Ihre Kund:innen vom Unternehmen haben. So holen Sie aus demselben Werbebudget einen spürbar besseren ROI heraus.

Falsch verstanden bleibt Personalisierung allerdings reine Kosmetik. Ein „Hallo {Vorname}" in der Betreffzeile ist noch keine Personalisierung – es ist ein Platzhalter, den alle einsetzen. Genauso kontraproduktiv ist das andere Extrem: Wer auf Basis von Daten targetet, für die vielleicht ein Einverständnis vorliegt, es aber übermäßig verwendet, wirkt schnell aufdringlich und beschädigt das Vertrauen, das er eigentlich aufbauen möchte.

Richtig eingesetzt orientiert sich Personalisierung am tatsächlichen Verhalten und Bedarf:

  • Am bisherigen Interesse

  • An der Phase der Customer Journey

  • Am bevorzugten Kanal. 

Voraussetzung dafür ist, dass Sie – mit dem Einverständnis Ihrer Kund:innen – die relevanten Daten und die Historie bisheriger Interaktionen sauber speichern. Erst auf dieser Grundlage können Sie Interessierte gezielt mit Angeboten ansprechen, die wirklich ihren Bedarf treffen, statt sie mit beliebigen, KI-generierten Botschaften zu überfrachten.

Meine Kollegin Romana hat in einem Video zusammengestellt, wie sie für Marketingmaterialien das Prinzip des Loop-Marketings mit KI verbindet und sie so gezielt in einer Kampagne einsetzt:

Nutzen Sie Agents zur Personalisierung

Für jede einzelne Person händisch einen eigenen Inhalt zu erstellen, ist zeitraubend und lohnt sich nicht. Der HubSpot Personalization Agent unterstützt Sie bei der Anpassung der Inhalte für ausgewählte, kleinere Zielgruppen.

Wie spielen Sie mehrere Kanäle richtig aus?

Ihre Kund:innen möchten dort abgeholt werden, wo sie gerade suchen, shoppen oder Inhalte konsumieren – und dafür gibt es durch KI heute mehr Berührungspunkte als je zuvor. Drei Viertel aller Unternehmen nutzen unserer Umfrage zufolge fünf oder mehr Kanäle, um ihre Inhalte zu verbreiten.

Zu den wichtigsten gehören:

  • die eigene Website beziehungsweise der eigene Blog
  • Social-Media-Content (bezahlt und organisch)
  • E-Mail-Marketing
  • Social-Media-Shopping
  • Content-Marketing

Hier lauert die häufigste Fehlannahme: Präsenz mit Wirkung zu verwechseln. Wer dieselbe Botschaft eins zu eins auf alle Kanäle kopiert, ist zwar überall sichtbar, erreicht aber nirgends die volle Wirkung – denn ein LinkedIn-Beitrag funktioniert anders als ein Newsletter oder eine Produktseite. Mehr Kanäle bedeuten also nicht automatisch mehr Erfolg. Und mehr Content bedeutet nicht immer mehr Wirksamkeit – gerade in Zeiten von KI nicht.

Richtig wird Multi-Channel erst durch Konsistenz bei gleichzeitiger Anpassung: Die Kernbotschaft und die Markenstimme bleiben über alle Kanäle hinweg gleich, Format und Ansprache passen sich dem jeweiligen Kanal an. Genau hier hilft KI – nicht, um Inhalte stumpf zu vervielfältigen, sondern um sie kanalgerecht zu adaptieren und so ein durchgängiges Markenerlebnis zu schaffen.

Ein konsistentes Erlebnis endet nicht beim ausgespielten Content, sondern setzt sich bei direkten Rückfragen oder Nurturing-Maßnahmen fort.

Der HubSpot Customer Agent lässt sich über verschiedene Kanäle hinweg einsetzen, sodass Ihre Kund:innen unabhängig vom Kontaktweg dieselbe Qualität erleben. Für den Einstieg empfehle ich Ihnen ein weiteres Video meiner Kollegin Romana. Hier erklärt sie, wie der Agent funktioniert

Was sollten Sie mit KI automatisieren – und was besser nicht?

Der naheliegende Reflex in Zeiten von KI ist: alles automatisieren, was sich automatisieren lässt. Genau das ist der Fehler. Wer Prozesse blind an die KI abgibt, produziert schnell austauschbare Massenausgaben und verliert die Kontrolle über die eigene Markenstimme.

Die KI-Automatisierung von Prozessen kann Ihrem Marketing-Team wertvolle Zeit sparen: Von den Teams, die wir befragt haben, gaben 67 Prozent an, dass die KI ihnen mindestens zehn Stunden pro Woche an Freiraum verschafft, die sie anderweitig besser nutzen können. 68 Prozent ergänzten, dass die KI ihre Produktivität deutlich gesteigert habe.

Richtig eingesetzt setzt KI-Automatisierung also dort an, wo Ihr Team Zeit verliert, ohne dass Kreativität oder Strategie gefragt ist: bei der Aufbereitung von Reports, der Segmentierung von Listen, ersten Textentwürfen oder wiederkehrenden Standardantworten.

Zwei Prinzipien entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

  1. Erstens bleibt der Mensch in der Schleife: Die KI liefert Vorschläge und Entwürfe, die finale Freigabe – und alles, was die Markenstimme betrifft – bleibt bei Ihrem Team.

  2. Zweitens sollte Automatisierung in Ihre bestehenden Daten und Workflows eingebettet sein, statt als Insellösung zu laufen. In HubSpot lassen sich Workflows beispielsweise direkt mit den CRM-Daten verknüpfen, sodass automatisierte Schritte auf demselben Informationsstand arbeiten wie Ihr Team.

Fazit: Richtige KI-Nutzung verschafft Ihnen einen entscheidenden Vorteil

Künstliche Intelligenz hatte ursprünglich unreguliert den Markt erreicht – die ersten Modelle wurden für alles genutzt, es herrschte eine Art Wilder KI-Westen. Die Zeit des Ausprobierens hatte ihren Reiz und brachte immer wieder erstaunliche Ergebnisse hervor. Aber die Technologie ist in Windeseile erwachsen geworden: Mit dem EU AI Act hat KI in Europa Reglementierungen erhalten und ist inzwischen Standard. Auch Konsumenten werden immer sensibler für KI und wünschen sich mehr Verbindung und Transparenz.

Kostenloser Download: The State of Marketing 2026

Das heißt auch: KI will im Marketing richtig eingesetzt werden – nicht nur irgendwie mit etwas Vibe Coding hier und etwas ChatGPT da. Möchten Sie einen Wettbewerbsvorteil daraus ziehen, sollten Sie sie auf bestimmte Weise einsetzen:

  • regelkonform
  • auf Ihre Unternehmen und Ihre Kund:innen zugeschnitten
  • als praktische Unterstützung, nicht als allein arbeitendes Tool

Damit das gelingt, müssen Sie Ihre Mitarbeitenden in jeder Hinsicht schulen: KI-Trends und -Tools können Ihrem Unternehmen nur dann langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn die Teams sie als natürlichen Bestandteil ihrer Arbeitswelt akzeptieren und sich über ihre Rechte und Pflichten im Klaren sind.

Weitere Einblicke gibt es von meiner Kollegin Sophie, die sich durch den ganzen Marketing-Trends report durchgearbeitet hat: 

Häufig gestellte Fragen

Welche KI-Tools eignen sich für kleine Marketing-Teams mit begrenztem Budget?
Kleine Teams profitieren am meisten von KI, die direkt in bestehende Workflows eingebettet ist, statt von isolierten Einzellösungen. Sinnvoll ist der Einstieg dort, wo wiederkehrende Aufgaben Zeit kosten – etwa bei der Content-Erstellung, der Datenanalyse oder Standardantworten an Kund:innen. In HubSpot ist die KI-Funktionalität Breeze beispielsweise direkt mit den CRM-Daten verknüpft, sodass keine zusätzliche Tool-Landschaft aufgebaut werden muss. Entscheidend ist weniger die Anzahl der Tools als die Frage, ob ein Tool einen konkreten, messbaren Engpass löst.
Wie messe ich, ob KI im Marketing tatsächlich Zeit spart?
Definieren Sie vor der Einführung eine Baseline: Wie viele Stunden investiert Ihr Team aktuell in die Aufgaben, die Sie automatisieren möchten? Vergleichen Sie diesen Wert nach einigen Wochen mit dem tatsächlichen Aufwand. Ergänzend lohnt sich der Blick auf Qualitätskennzahlen – etwa Conversion-Raten oder Reaktionszeiten –, denn eingesparte Zeit ist nur dann ein Gewinn, wenn die Ergebnisse mindestens gleich gut bleiben. In den HubSpot-Berichten lassen sich diese Kennzahlen zentral zusammenführen, sodass Zeitersparnis und Wirkung in einem Dashboard sichtbar werden.
Ist der Einsatz von KI im Marketing DSGVO-konform?
KI im Marketing kann DSGVO-konform sein, sofern einige Grundsätze eingehalten werden. Personenbezogene Daten dürfen nur mit gültiger Rechtsgrundlage verarbeitet werden, und für die Personalisierung ist in der Regel das nachweisbare Einverständnis der betroffenen Personen erforderlich. Achten Sie darauf, wo Ihre Daten verarbeitet werden und ob der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereitstellt. Seit Inkrafttreten des EU AI Act kommen zusätzliche Transparenz- und Dokumentationspflichten hinzu. Eine rechtliche Einzelfallprüfung durch Ihre Datenschutzbeauftragten bleibt unverzichtbar – dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
Wie überzeuge ich mein Team, KI im Arbeitsalltag zu akzeptieren?
Akzeptanz entsteht selten durch eine Anordnung von oben, sondern durch sichtbaren Nutzen. Beginnen Sie mit einem konkreten Anwendungsfall, der eine lästige Aufgabe spürbar erleichtert, und lassen Sie das Team die Zeitersparnis selbst erleben. Wichtig sind klare Leitplanken: Wofür darf KI eingesetzt werden, wofür nicht, und an welcher Stelle bleibt die menschliche Prüfung verpflichtend? Begleitende Schulungen, die nicht nur Funktionen, sondern auch Rechte und Pflichten vermitteln, sorgen dafür, dass KI als natürlicher Bestandteil der Arbeit verstanden wird – und nicht als Bedrohung.

 

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