Wir kennen es ja alle. Sie haben ein E-book, Video oder einen Artikel fertig gestellt und erhoffen sich reichlich Interaktion, doch es passiert nichts. Das kann einem gewaltig auf die Nerven gehen, denn die Mühe die Sie rein gesteckt haben scheint umsonst. Wahrscheinlich sind Sie ein wenig wie ich und klicken 100 Mal auf den „refresh“ Button um zu sehen, ob nicht auch wirklich keiner etwas geteilt hat.

Ich befinde mich oft in dieser Situation und denke immer, dass der Wettbewerb dann beginnt wenn ich „Veröffentlichen“ klicke. Doch es gibt leider reichlich Fehler die man auch danach noch machen kann. Vielleicht finden Sie es ja hilfreich wenn ich diese mit Ihnen teile.

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1. An der Startlinie stehen bleiben

Ich habe es oft so gemacht, dass ich einen Artikel erstellt habe, diesen mit einer Landing Page verknüpft habe und gewartet habe bis die Leads kommen. Doch so funktioniert es leider nicht. Niemand wird Ihre Erwartungen erfüllen, wenn Sie keinem Bescheid geben. Es braucht eine kleine Promotion Strategie für jeden Teil Ihres Contents. Wir nutzen hier oft die Regel: Wenn Sie 10 Stunden in die Erstellung eines E-Books stecken, dann sollten Sie auch 10 Stunden für die Promotion verwenden. Es kann niemand Ihren Inhalt finden wenn Sie keine Email, kein Social Media oder kein Co-Marketing einsetzen.

2. Immer nur auf die organische Verbreitung setzen

Verbreiten Sie Ihre Beiträge über Social Media? Super, das habe ich auch gemacht. Was ich aber niemals mal versucht habe, war bezahlte Anzeigen einzusetzen. Natürlich wissen wir, dass nicht jeder Marketer das nötige Budget hat um Anzeigen einzusetzen, aber dennoch haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn Sie wertvollen Content erstellt haben, diesen auf Social Media geteilt haben, dann haben Sie die ersten Samen gestreut. Facebook bietet eine Reihe von verschiedenen Anzeigen an, womit Sie Ihren Content promoten können. Außerdem können Sie Kontaktdaten aus Ihrer Datenbank nutzen um Personen anzuvisieren die ähnliche Interessen haben. Dank einem letzten Update ist das jetzt sogar noch leichter.

Sie können dann eine Liste der Leute herunterladen die Content von Ihnen heruntergeladen haben und dadurch eine „lookalike“ Zielgruppe definieren. Facebook wird Ihre Liste nehmen und Leute mit ähnlichen Interessen suchen. Sobald Sie wissen wer diese Leute sind, können Sie diese in Ihrem neuen Inhalten anvisieren. 

Sie können auch durch Twitter Interessen segmentieren. Es gibt nun zwei Wege wie Sie Leute auf Twitter und außerhalb Ihres eigenen Netzwerkes anvisieren können: Breite Streuung und Präzise Streuung. Für eine breite Streuung gibt es über 350 Kategorien von denen Sie auswählen können. Eine präzise Streuung erlaubt Ihnen eigene Segmente festzulegen und @user Namen zu nutzen, um Leute mit den ähnlichen Interessen anzuvisieren. Wenn Sie zum Beispiel nach einer bestimmten Musikrichtung segmentieren wollen, dann könnten Sie @user oder Bands nutzen die in diesem Genre sind. Sie erhalten keinen Zugang zu den Followern dieser Leute, doch Twitter zeigt Ihren Content einfach Nutzern die ähnliche Interessen haben.

Content-Marketing Tipps

Beide dieser Segmentierungsmöglichkeiten werden Ihnen es ermöglichen Ihren Content dem Interesse gemäß zu segmentieren. Vergessen Sie aber nicht, dass es auch andere Plattformen gibt die eine weite Streuung ermöglichen. Pinterest hat kürzlich erst seine bezahlten Anzeigen eingeführt und ist momentan mit die Beste Möglichkeit Anzeigen weit zu streuen. Sie sollten Ihre Auswahl sehr abhängig von Ihrer Zielgruppe machen und schauen wo sich Ihre Buyer personas gerne aufhalten.

3. Das Teilen schwer machen

Wie einfach ist es gerade für Sie meinen Content zu teilen? Haben Sie sharing Icons auf Ihrem Blog? Was ist mit dem E-book was Sie gerade geschrieben haben? Wie viele Hindernisse gibt es Ihre Inhalte zu teilen? Wenn ich mich als Nutzer erst damit beschäftigen muss, dann bin ich eher nicht gewollt etwas zu teilen. Es muss möglichst einfach und schnell gehen. Versuchen Sie so einen Button wie diesen in Ihre Emails mit einzubauen und Lazy Tweets zu verwenden, um für das Teilen zu motivieren. Als das können Sie in Ihre Emails mit einbinden.

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Es ist manchmal auch gut daran zu denken, dass weniger mehr ist. Wenn Sie wirklich alle sharing Icons auf Ihrem Blog einbinden, dann werden Ihre Leser nur verwirrt. Es macht Sinn nur die Plattformen zu verwenden, auf denen Sie selbst vertreten sind. Halten Sie es lieber einfach.

4. Schrecklichen Content veröffentlichen

Es gibt viele Kriterien die einen schrecklichen Content definieren können: ein irrelevantes Thema, ein schlechter Aufbau, Ungenauigkeiten in den Daten oder einfach ein schlecht geschriebener Text. Es gibt leider keine Entschuldigung für einen super schlechten Text, denn mittlerweile hat jeder Microsoft Word zur Verfügung und sollte fähig sein einen gewissen Standard zu gewähren. Durch schlecht geschriebene Artikel verlieren sie an Glaubwürdigkeit, welche Sie sich nachher schlecht wieder erarbeiten können. Natürlich ist auch nicht jeder perfekt und es können immer mal kleine Fehler auftauchen, doch achten Sie darauf, dass das die Seltenheit ist.

Wenn Leute Content mit Ihrem Netzwerk teilen, spiegelt das ein wenig dessen Intellektualität wieder. Somit sollten Sie sich bemühen anspruchsvolle Texte zu schreiben. Unterschätzen Sie auch nicht die Kraft eines A/B Testes. Unterschiedliche Titel ändern das Endergebnis manchmal um bis zu 300%. Dieses Ergebnis sollte Ihnen zu denken geben. Titel sind sehr wichtig und machen es abhängig davon, ob Ihr Content viral verbreitet wird oder nicht.

5. Die gleiche Nachricht über alle Plattformen teilen

Wie oft ist der einfachste Weg der erfolgreichste? Die Antwort ist: Fast nie.

Es ist einfach: Personalisieren Sie Ihre Nachricht für Ihre unterschiedlichen Plattformen und Zielgruppen. Geben Sie Leuten das Gefühl, dass Sie diesen Inhalt speziell für sie erstellt haben. Außerdem macht es sehr viel Sinn die Segmentierungsoptionen auf diversen Plattformen zu nutzen, bevor Sie Ihren Content auf den Weg schicken. Nehmen Sie sich Zeit dafür Ihre Nachricht relevant für den Leser zu machen. Dadurch sind Leute eher bereit zu teilen und mit Ihnen zu interagieren.

Ihre Follower werden es zu schätzen wissen, nicht immer die selbe Nachricht zu lesen und eine persönlichere Ansprache zu erhalten. Nehmen Sie zum Beispiel einen Artikel und formulieren sie diverse Posts die Sie dann verbreiten werden. Oft können Sie auch Zitate aus dem eigentlichen Text anwenden, um eine Variation und einen Einblick zu geben. 

6. Das unregelmäßige posten von Content

Sein wir mal ehrlich. Mal gibt es Phasen wo Sie viel schreiben und dann mal wieder gar nicht. Und oft vergessen Sie auch einfach mal über etwas, was Sie online gestellt haben. Doch woher sollen Ihre Follower wissen, dass Sie gerade super gestresst waren? Deshalb ist es ist wichtig sich einen Kalender zu machen und wirklich strikt danach zu schreiben und Content zu veröffentlichen.

Es ist in Ordnung Fehler zu machen, doch Sie sollten auch von diesen lernen. Wenn Sie die Zeit und Energie in Inbound Marketing stecken, dann sollten Sie auch voll und ganz dahinter stehen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 12. Dezember 2013, aktualisiert am November 22 2019

Themen:

Content-Marketing