Die Medienbeobachtung spielt neben der Themenfindung für Content-Marketing-Kampagnen auch eine wichtige Rolle bei der Überwachung der eigenen Marke z. B. im Rahmen der PR. Somit lassen sich zum einen Erwähnungen des eigenen Unternehmens online überwachen, zum anderen relevante Medien für das Content-Seeding identifizieren , Influencer ausfindig machen und Themen für das Content-Marketing identifizieren.

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Monitoring der eigenen Marke

Das Monitoring der eigenen Marke im Internet ist ein wichtiger Bestandteil der Erfolgsmessung von Online-Marketing- und PR-Maßnahmen. Erwähnungen der eigenen Marke, aber auch des eigenen Namens oder der anderen Mitarbeiter des Unternehmens, können dabei sowohl positiv als auch negativ sein. So lassen sich sowohl positive Effekte von Online-Marketing und PR als auch negative Meinungsmache bzw. ein aufkommender Shitstorm frühzeitig erkennen.

Themen für das Content-Marketing identifizieren

Kreativitätstechniken wie z. B. das Brainstorming in einer Gruppe zur Erarbeitung von redaktionellen Inhalten ist eine Möglichkeit, hat aber einen entscheidenden Haken. Beim Brainstorming betrachtet man Themen i. d. R. aus der Innensicht ohne Berücksichtigung der eigentlichen Zielgruppe. Eine Content-Idee, die man selbst als sehr gut einstuft, kann bezüglich der gesetzten Ziele als Rohrkrepierer enden, da sie uninteressant für die Zielgruppe(n) selbst ist.
Um im Vorfeld Potenziale von Themenideen bezüglich der Zieldefinition besser bewerten zu können, helfen datenbasierte Medienbeobachtung und Wettbewerbsanalysen. Finden diese nach dem Brainstorming statt, lassen sich Ideen für Inhalte aufgrund der erhobenen Daten besser bewerten.

Medienbeobachtung als Grundlage für Agenda-Surfing und Agenda-Setting

Die Beobachtung von relevanten Medien auch im zeitlichen Verlauf ist eine wichtige Grundlage für das sogenannte Agenda-Surfing und Agenda-Setting. Beides sind etablierte Methoden in der PR. Im Agenda-Surfing greift man Themen mit großer medialer Präsenz auf, um am aktuellen Interesse mit eigenen Inhalten zu partizipieren. Beim Agenda-Setting hingegen erahnt man ein aufkommendes Interesse an bestimmten Themen und greift diese frühzeitig mit eigenen Inhalten auf. Besonders für die Positionierung als Experte bzw. Spezialist ist das Agenda-Setting sinnvoll. Hierfür spielt die Medienbeobachtung eine entscheidende Rolle.

Medien für das Content-Seeding identifizieren

Um relevante Medien für Content-Seeding und Content-Promotion zu identifizieren, eignen sich sowohl Medienbeobachtung als auch Wettbewerbsanalysen. Bei Wettbewerbsanalysen analysiert man aufgrund der eingehenden Backlinks und sozialen Signale wie Tweets, Shares, Likes … Link- und Buzz-Hubs beim Wettbewerb. Damit soll die Frage beantwortet werden, welche Inhalte von welchen Medien und Menschen aufgenommen und verbreitet werden.

Tools zur Medienbeobachtung

Am Markt gibt es diverse kostenlose und kostenpflichtige Tools, die man zur Medienbeobachtung einsetzen kann. Im Folgenden will ich mit Google Alerts, Netvibes und echobot einige kurz vorstellen.

Marken- und Themen-Monitoring über Google Alerts

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Google Alerts eignen sich, um die Marke und bestimmte Keywords im Netz zu beobachten. Nachteil ist, dass man so nicht komplette Themenbereiche, sondern nur einzelne Keywords überwachen kann. Vorteil: Google Alerts sind kostenlos. In Kombination mit einem Feedreader wie z. B. Netvibes lassen sich einfach und schnell Monitoring Dashboards erstellen.

Medienbeobachtung über Netvibes …

Netvibes ist traditionell ein Feedreader, mit dem man sich schöne Dashboards zur Überwachung bestimmter Medien und Medienformate erstellen kann. Die meisten Funktionen sind in der kostenlosen Basisvariante nutzbar.

Neben der Aggregation verschiedener News-Feeds, Google-Alert-Feeds etc. in einem Dashboard lassen sich mit Netvibes bestimmte Medien-Arten wie Facebook, Twitter, Google+, Blogs, Foren, Instagramm, Flickr bzw. Medienformate wie Videos, Bilder … basierend auf bestimmten Keywords überwachen. Somit hat man einen guten Überblick darüber, was zu einem bestimmten Keyword gerade im Netz kommuniziert wird.

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Medienbeobachtung über kostenpflichtige Tools

Wer es professioneller mag und online und offline seine Marke und Themen überwachen möchte, kann auf einige kostenpflichtige Tools wie Echobot, Talkwalker, Ferret, BlueReport, UMT Delta … (Einen Test zu diesen 5 Mediamonitoringarten hier lesen) zurückgreifen.

Während man bei der Überwachung mit den bisher erwähnten kostenlosen Tools Keyword-basiert arbeitet, ermöglichen viele der kostenpflichtigen Tools weitere Anwendungen, nachfolgend erläutert am Beispiel des Monitoring-Tools Echobot.

Hier geht die Stichwort- und phrasenbasierte Suche weiter als z. B. bei Google Alerts. Kunden können hier in Suchprofilen Keywords sowohl zur Suche hinterlegen als auch effektiv vorselektieren. Der User bestimmt neben der Sprache und den Quellentypen auch die gewünschten Reichweiten und beeinflusst damit bereits im Vorfeld die Qualität der Suchergebnisse.

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Echobot verfügt darüber hinaus über einen eigenen Suchindex und nimmt nicht automatisch jede Online-Quelle mit auf. Der Vorteil: Gerade Geschäftsinhaber erhalten dort wertvollere Ergebnisse als z. B. bei Google Alerts und sparen Zeit bei der Sichtung.

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Die Suchergebnisse stehen jederzeit online im Tool zum Abruf bereit. Hier sind nicht nur flexible Sortierungen und Gruppierungen möglich, sondern auch der kostenlose Download eines vollwertigen Pressespiegels inklusive Headline, Textvorschau sowie Quelle und Veröffentlichungsdatum in PDF oder Excel. Wer möchte, kann ebenso das Datum eingrenzen und nach bestimmten Stichworten in den Ergebnissen suchen.

Sämtliche Suchanfragen lassen sich einfach online ändern und in Echtzeit auf die Ergebnisse anwenden. Echobot bietet sowohl Pakete für Online-Medien, Social-Media-Monitoring sowie digitales Print-Clipping.

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Fazit: Medienbeobachtung ist für jeden möglich und wichtig

Medienbeobachtung sollte Teil des Online-Marketings sein. Dafür steht eine Vielzahl an Tools zur Verfügung, die man nutzen sollte. Egal ob kostenlos oder kostenpflichtig. Machen!

 

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Ursprünglich veröffentlicht am 13. Mai 2014, aktualisiert am 27. November 2018

Themen:

Social-Media-Marketing