Marketing auf der Überholspur

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28 März 2017

7 Trends, die Ihr Social-Media-Marketing 2017 verändern werden

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7 Trends, die Ihr Social-Media-Marketing 2017 verändern werden

Social Media sind ohne Zweifel einer der Bereiche in denen sich das moderne Marketing am schnellsten weiterentwickelt. Falls Sie also noch an Ihrer Social-Media-Strategie für 2017 und darüber hinaus feilen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie dabei die künftigen Trends berücksichtigen, die sich derzeit abzuzeichnen beginnen.

Bevor Sie Ihre Social-Media-Strategie für dieses Jahr endgültig festlegen, lassen Sie uns also gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen. In diesem Blog-Beitrag zeigen wir, was sich 2016 so alles getan hat, was Social-Media-Manager unserer Meinung nach 2017 erwartet und wie Marketer mit diesen Veränderungen optimal umgehen können.

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7 Prognosen für die Welt der Social Media für 2017

1) Live-Video-Inhalte werden noch wichtiger

Live-Video-Inhalte befinden sich im Aufwind: Laut Social Media Examiner haben 2016 14 % aller Marketer damit experimentiert und laut den aktuellsten Umfragedaten von Wyzowl planen 43 % von ihnen, in diesem Jahr interaktive Videos zu verwenden.

Obwohl es Tausende Streaming-Websites und -Plattformen gibt, gehören Periscope und Facebook Live zu den beliebtesten – und die Zahlen sprechen für sich.

Beim Jahresrückblick 2016 stellte Periscope fest, dass seine Benutzer gemeinsam jeden Tag 110 Jahre an Live-Video-Material über die App ansehen. Und zu Silvester hat das Live-Streaming auf Facebook weltweit Rekordzahlen erreicht:

HubSpot – Social Media Trends in 2017 – Facebook Streaming-Traffic zu Neujahr 2017Quelle: Facebook

Instagram brachte im November 2016 und Twitter im darauffolgenden Monat eine eigene Version des Live-Video-Streaming auf den Markt.

Wo und wie sollten Sie also 2017 die Möglichkeiten von Live-Streaming stärker einsetzen?

Gute Frage. Zuallererst sollten Sie untersuchen, auf welchen Social-Media-Plattformen Ihre Zielgruppe bereits aktiv ist und dann in genau diesen Netzwerken mit ihr interagieren.

Was die Inhalte in den Videos angeht, haben zahlreiche Marken in verschiedenen Fallstudien die Strategien beschrieben, die für sie am besten funktionieren. So gibt es zum Beispiel viele Marken, die auf Facebook, Instagram und Twitter Events in Livestreams übertragen. Auf diese Weise können Sie das Interesse von Followern an Ihrer Marke aufrechterhalten, denn Sie bringen ein Event, an dem diese ansonsten möglicherweise nicht hätten teilnehmen können, direkt auf ihre Bildschirme.

Bei der INBOUND 2016 teilte HubSpot Interviews mit den Vortragenden über Facebook Live, damit unsere Follower, die leider nicht in Boston dabei sein konnten, trotzdem von diesen Fachleuten lernen konnten:

Marken können Live-Videos auch im Kundendienst einsetzen, indem sie Frage-Antwort-Runden und Produktvorführungen live übertragen. Diese Videos steigern die Interaktion, weil Moderatoren das Publikum um Kommentare, Fragen und Feedback bitten können.

Marken können auch mehrere Live-Videos hintereinander streamen, um ihren Fans mehr Gelegenheiten zur Interaktion zu bieten. Denn laut Facebook ist die Interaktionsrate bei Live-Videos 10x höher. Hier sehen Sie ein Beispiel für eine wöchentliche Serie von Allure, in der die Hosts einen neuen Lippenstift präsentieren und bewerten. Gleichzeitig kann das Publikum Fragen stellen und sagen, was es im nächsten Video sehen möchte:

Halten Sie in diesem Jahr Ausschau nach neuen Funktionen in den Live-Streaming-Plattformen, um Ihre Video-Strategie aufzupeppen. Facebook Live führt beispielsweise 360-Grad-Videos ein, mit denen ausverkaufte Events übertragen, traumhafte Landschaften eingefangen oder Touren hinter die Kulissen geteilt werden können.

(Lesen Sie in diesem Blog-Beitrag mehr über erfolgreiche Strategien für Facebook Live.)

2) Marken werden mehr als je zuvor auf Messaging-Apps setzen

Messaging-Apps wie Facebook Messenger, WhatsApp und WeChat sind nicht nur eine Alternative zu den herkömmlichen SMS, sie sind viel mehr: Diese Apps werden weltweit von 4 Milliarden Benutzern verwendet und sind deswegen eine riesige Chance für Marken, um sich wirkungsvoll zu präsentieren.

Genauer gesagt verwenden viele Marken solche Messaging-Apps, um mit ihren Kunden direkt in Kontakt zu treten. Das ändert den Kundendienst, wie wir ihn bisher kennen, von Grund auf. Mit diesen Apps können Kunden schnell und einfach individuelle Hilfe anfragen, anstatt in der Warteschleife zu enden oder ewig auf eine Antwort-E-Mail zu warten. Der Einsatz von Messaging im Kundendienst ist für Unternehmen flexibler und kostengünstiger. Dank dieser verbesserten Kommunikation können Marken eventuelle Probleme schnell lösen und ihre Kunden besser an sich binden.

Die Hotelkette Hyatt bietet via Facebook Messenger beispielsweise einen 24-Stunden-Kundendienst an, sodass Gäste rund um die Uhr Reservierungen machen, Fragen stellen und Tipps für ihre Reise erhalten können:

HubSpot – Social Media Trends in 2017 – Hyatt Kundenservice im Messenger Quelle: Digiday

Meghan Keaney Anderson, Vice President of Marketing bei HubSpot, ist der Meinung, dass Messaging-Apps zu einem unabdingbaren Teil jeder Online-Interaktion werden könnten. „Vielleicht sollten wir beim Messaging gar nicht an Apps denken“, meint Anderson, „sondern es eher als eine sich entwickelnde Infrastruktur betrachten.“

Bisher unterstützen die Statistiken diese Theorie: Ein Viertel aller heruntergeladenen Apps werden nach nur einer Verwendung links liegen gelassen – außer Messaging-Apps. Für 2017 und darüber hinaus sollten sich Marketer weniger auf Social Networking konzentrieren, sondern eher Messaging und den Kontakt mit Zielgruppen in Echtzeit ins Visier nehmen.

3) E-Commerce auf Social Media bietet neue Möglichkeiten für den Vertrieb

Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest bieten ihren Benutzern die Möglichkeit, Produkte direkt in der App zu kaufen. Snapchat hat im Frühling 2016 begonnen, E-Commerce-Funktionen zu testen und einzuführen. So sieht das bei Instagram aus:

HubSpot – Social Media Trends in 2017 – Shopping auf Instagram

In einer Umfrage von Aimia haben 56 % der Verbraucher angegeben, dass sie auf Social Media bestimmten Marken folgen, um zum Verkauf stehende Produkte zu durchstöbern. 31 % der Online-Shopper sagten aus, dass sie Social Media verwenden, um gezielt nach Produkten zu suchen.

Unternehmen sollten sich diese Shopping-Gewohnheiten zu Nutzen machen und ihre Social-Media-Strategie für 2017 dementsprechend anpassen. Menschen finden den Weg in die sozialen Netzwerke, um mit interessanten Inhalten zu interagieren. Statt also auf Instagram ein Foto eines Produktes mit dem Call-to-Action „Jetzt kaufen“ zu posten, teilen Sie doch lieber Geschenkideen und Produkttrends (24 % beziehungsweise 16 % der Umfrageteilnehmer lassen sich dafür von Social Media inspirieren) und regen Sie Ihre Follower auf diese Weise zum Online-Shopping an, ohne sie direkt darum zu bitten.

Produktvorführungen auf Social Media sind ebenfalls eine vielversprechende Idee. Laut Untersuchungen von Animoto bevorzugen 4x mehr Verbraucher Produktvorstellungen in Form von Videos. Teilen Sie solche Videos also auf Social Media, um Online-Shopper zum Kauf zu animieren. Hier sehen Sie eine unkonventionelle Produktvorführung von Blendtec mit dem Slogan „Will It Blend?“ (zu Deutsch etwa: Wird der Mixer das schaffen?), das die Verkaufszahlen ankurbeln soll:

4) Virtual Reality wird das Marketing mehr und mehr erobern

Virtual Reality ist in der Marketing-Szene noch ein ziemlicher Neuling, aber wir denken, dass der Markt in diesem Bereich 2017 ordentlich wachsen wird. Das Einzigartige an Virtual Reality ist, dass sie zur Interaktion anregt, indem sie ein intensiveres und unvergesslicheres Erlebnis bietet, als andere Medien. Marketer haben diesen Mehrwert natürlich schnell erkannt.

TOMS verwendet Virtual Reality etwa, um die eigene Mission und den positiven Einfluss seiner Kunden darzustellen. Die Mission „One for One“ bezieht sich auf das Versprechen, für jedes verkaufte Paar Schuhe ein Paar neuer Schuhe an ein bedürftiges Kind zu spenden. Während eines Besuchs in Peru, bei dem Kinder neue Schuhe bekamen, hat TOMS das untenstehende 360°-Virtual-Reality-Video gedreht, um über die Wirkung dieser Initiative aus erster Hand zu berichten:

Das Tolle an diesem Video ist, dass es extrem anschaulich und berührend ist. Die meisten Kunden werden nicht gerade eine Reise nach Peru planen und trotzdem können sie die direkte Wirkung ihres Einkaufs sehen. Dieses Erlebnis wird noch wirklichkeitsnaher mit dem richtigen VR-Zubehör, aber das Video kann auch auf Mobil- oder Desktopgeräten abgespielt werden. So kann die Marke ihre Geschichte wirksam in Szene setzen.

In diesem Jahr wird Video-Streaming fast 75 % des gesamten Internetverkehrs ausmachen und da die Zielgruppen mehr Videoinhalte wollen, sollten Marken auch weiterhin mit verschiedenen Formaten – darunter auch Virtual Reality – experimentieren, um herauszufinden, welche Zielgruppen besonders gut darauf ansprechen.

5) Kurzlebige Inhalte werden in ihrer Bedeutung wachsen

Marissa Emanuele, Social Media Marketing Manager bei HubSpot, hat den raffinierten Begriff „Frankenfeatures“ kreiert. Diese Hybridfunktionen entstehen, wenn eine Social-Media-Plattform ihre eigene Version eines erfolgreichen Features einer anderen Plattform auf den Markt bringt.

Ein Beispiel gefällig? Snapchat hat den Trend, kurzlebige Inhalte zu teilen, begonnen. Nun hat Instagram vor Kurzem eine ähnliche Funktion für Videos eingeführt – allerdings mit der zusätzlichen Möglichkeit zum Teilen von kurzlebigen Live-Videos.

Damit wollen wir nicht sagen, dass Sie keine professionellen Fotos und Marketing-Videos mehr produzieren sollen. Allerdings können Sie mit kurzlebigen Inhalten auf Snapchat und Instagram die „andere Seite“ Ihrer Markenpersönlichkeit präsentieren: authentisch, spontan und ungekünstelt. Folgende Inhalte eignen sich gut für kurzlebige Geschichten:

  • Anleitungsvideos
  • Blicke hinter die Kulissen
  • Gewinnspiele und Verlosungen
  • Rezepte
  • Interviews
  • „Takeovers“, also wenn andere Benutzer die geteilten Inhalte auswählen
  • Live-Events
  • Tägliche oder wöchentliche Video-Serien
  • Urlaube
  • Ankündigungen oder Produktvorstellungen

„Das Wichtigste an kurzlebigen Inhalten ist, dass sie menschlich herüberkommen. Hier haben Sie die einzigartige Gelegenheit, eine unverstellte und unbeschwerte Seite Ihrer Marke zu zeigen. Trauen Sie sich und teilen Sie lustige Inhalte, die anderswo fehl am Platz wären“, betont Emanuele.

(Für weitere Ideen, welche kurzlebigen Inhalte auf Snapchat oder Instagram besonders erfolgreich sind, finden Sie hier eine Auflistung gelungener Markenauftritte auf Snapchat.)

6) Viele Marken werden für „Stories“ von Snapchat zu Instagram wechseln

Im August 2016 hat Instagram seine Stories-Funktion eingeführt. Nach nur zwei Monaten berichtete BuzzFeed News, dass Instagram Stories täglich 100 Millionen aktive Nutzer hat. Das entspricht zwei Drittel der gesamten Nutzerschaft von Snapchat. Es ist auch aus diesem Grund, dass Emanuele davon ausgeht, dass Marken für das Teilen von Stories (Fotos und Videos, die nach 24 Stunden verschwinden) bald von Snapchat zu Instagram wechseln werden.

Mit 600 Millionen Nutzern bietet Instagram ein viel größeres Publikum als Snapchat mit 150 Millionen. Und da Instagram Teil von Facebook ist, können Werbetreibende auf Instagram die Statistiken von Facebook und Instagram nutzen. Das bedeutet, dass Instagram eine größere Zielgruppe bietet als Twitter.

Abgesehen davon können Nutzer auf Instagram ihre Fotos und Videos, zusätzlich zu den kurzlebigen Stories, in einem dauerhaften Portfolio veröffentlichen und ihre Inhalte somit besser mit Freunden teilen.

Adam Padilla, der CEO von BrandFire, stimmt der Prognose von Emanuele zu. Er fügt hinzu, dass Instagram außerdem von mehr Promis und Personen des öffentlichen Lebens verwendet wird und über eine attraktivere Benutzeroberfläche verfügt.

Trotz seines schnellen Wachstums und des unglaublichen Ausmaßes an geteilten Inhalten bietet Snapchat Social-Media-Marketern weniger Mess- und Analysetools. Deswegen wird Instagram 2017 möglicherweise einen höheren ROI bieten.

7) Werbung auf Mobilgeräten wird wettbewerbsfähiger

2017 sollten sich Marketer auf größere Investitionen für Werbung auf Mobilgeräten vorbereiten. Hier sehen Sie, wie sich das in einigen der größten sozialen Netzwerke auswirken wird:

In Sachen Werbeeinnahmen in den sozialen Medien ist Facebook der unangefochtene Spitzenreiter. Letztes Jahr brachte es die Plattform auf mehr als 7 Milliarden USD, wovon 80 % von Werbung auf Mobilgeräten kamen. Der Algorithmus des News-Feed auf Facebook wurde so verändert, dass er Inhalten von Freunden und Familie höhere Priorität zuweist. Nun müssen jene 75 % der Marken auf Facebook, die für das Promoten ihrer Werbung zahlen, kreativ werden und visuell ansprechende Anzeigen erstellen, um ausreichend beachtet zu werden.

Die Werbeeinnahmen von Twitter befinden sich im Aufwind, vor allem durch die Werbung für Mobilgeräte. Das Experimentieren mit visuellen Inhalten wird 2017 vermutlich weitergehen und mit gesponserten Hashtag-Symbolen und Stickern werden Marketern eine Vielzahl an Werbeoptionen zur Verfügung stehen.

Wie zuvor erwähnt, werden sich Snapchat und Instagram dieses Jahr einen Wettkampf um mehr Aufmerksamkeit liefern und die Werbeeinnahmen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Wie sieht es mit den neuesten Entwicklungen dieser Plattformen aus? Snapchat hat vor Kurzem eine neue Werbe-API eingeführt, die den Kauf von Werbeflächen erleichtert. Daneben gibt es jetzt eine größere Auswahl von Video-Anzeigen und gesponserten Filtern. Instagram wiederum will mit der Einführung von Shoppable Instagram seinen E-Commerce stärken. Denn mit dieser Funktion können Benutzer Produkte mit einem Klick auf einen Call-to-Action direkt in der App kaufen.

Adweek befragte Snapchat- und Instagram-Nutzer der Millennials-Generation zu ihren Erlebnissen mit Werbeanzeigen. Dabei konnten sie einige nennenswerte Unterschiede zutage fördern. Während der Großteil der Befragten meinte, dass die Werbung auf Instagram einprägsamer sei als die auf Snapchat, bevorzugten mehr Millennials die Snapchat-Werbung:

HubSpot – Social Media Trends in 2017 – Adweek-Umfrage zu Anzeigen bei Snapchat und InstagramQuelle: Adweek

Kurzum: Marketer sollten auf verschiedenen Plattformen mit Werbung experimentieren, um herauszufinden, was bei ihrer Zielgruppe besonders gut funktioniert, und die Möglichkeiten der neu eingeführten Funktionen dieser Plattformen nutzen.

Wohin geht die Reise für Social-Media-Manager?

Social Media verändern sich unentwegt, weshalb wir die soeben präsentierten Vorhersagen und Tipps um einen Punkt ergänzen müssen: Seien Sie auf alles vorbereitet! Wenn Sie nicht genau wissen, wie und wo Sie mit Ihrem Social-Media-Plan loslegen sollen, machen Sie sich keine Sorgen – wir helfen Ihnen.

Wie sieht Ihr Social-Media-Plan für 2017 aus? Wir freuen uns über Ihre Ideen in den Kommentaren.

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Dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HubSpot.com-Blog erschienen und wurde aus dem Englischen übersetzt.

Themen: Social Media

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