Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Sie den ganzen Tag beschäftigt waren, aber eigentlich nicht die Aufgaben geschafft haben, die Sie sich morgens vorgenommen hatten? Damit sind Sie nicht allein. Häufig sträuben wir uns unterbewusst vor bestimmten, unangenehmen Arbeiten und prokrastinieren, obwohl wir genau wissen, dass es am besten wäre, diese  Aufgaben gleich morgens zu erledigen. Effektive Selbstmanagement-Methoden können dabei helfen, produktiver zu werden und gleichzeitig mit mehr Gelassenheit durch den Alltag zu gehen. Wir geben in diesem Artikel einige Tipps, wie auch Sie das schaffen können. 

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Was ist Selbstmanagement?

Selbstmanagement ist die Fähigkeit, seine persönliche und berufliche Entwicklung unabhängig von äußeren Einflüssen zu bestimmen. Es geht beim Selbstmanagement also nicht nur darum, seine Produktivität im Beruf zu erhöhen, sondern auch um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und eine allgemein höhere Lebensqualität.

Warum Selbstmanagement? 

Selbstmanagement ist ein wichtiger Teil eines selbstbestimmten Lebens. Allzu oft geraten wir in das Hamsterrad, tun Dinge oder eine Arbeit nur aus Gewohnheit oder aus finanziellem Druck und gehen Schritt für Schritt in eine Richtung, die wir eigentlich gar nicht einschlagen wollten. Nach Jahren sind viele Menschen in ihrer Situation unglücklich und fragen sich, wie es nur so weit kommen konnte. Genau dieser Entwicklung können Sie durch Selbstmanagement entgegenwirken. Mithilfe praktischer Methoden können Sie die Setzung von individuellen Zielen, eine bessere Planung des Alltags und eine höhere persönliche Motivation ermöglichen.

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Zeitmanagement vs. Selbstmanagement

Verwandt mit, aber trotzdem abzugrenzen vom Selbstmanagement ist das Zeitmanagement – die Fähigkeit, die Aufgaben, die wir uns vorgenommen haben, sinnvoll in unseren Terminplan zu integrieren. Selbstmanagement dient vielmehr dazu, dass wir uns die richtigen Dinge vornehmen und den Willen mitbringen, diese auch umzusetzen. Zeitmanagement ergibt sich aber häufig aus hoch entwickeltem Selbstmanagement.

Effektives Selbstmanagement planen, einführen, umsetzen, verbessern

Die wichtigste Voraussetzung für ein besseres Selbstmanagement: Machen Sie sich bewusst, dass es ein Problem gibt, sei es in Ihrem Berufs- oder Privatleben oder wenn Sie das Gefühl haben, dass Dinge sich allgemein in eine falsche Richtung entwickeln. 

Am besten ist es, einen spezifischen Punkt in Ihrem Leben zu finden, den Sie durch besseres Selbstmanagement in Angriff nehmen wollen. Allgemein ist das ein wichtiges Merkmal von „guten“ Zielen.

SMART Ziele setzen 

Wollen Sie ein Ziel erreichen, so ist schon die richtige Formulierung des Ziels der erste Schritt in Richtung Erfolg. Dabei hilft die SMART-Methode, die Vorgaben für Ziele gibt, die sich leicht realisieren lassen:

  • S – spezifisch: Das Ziel muss genau definiert sein. 

  • M – messbar: Es muss eine Möglichkeit geben, um zu bestimmen, ob jemand das Ziel erreicht hat und wie weit das Ziel noch entfernt ist.

  • A – aktivierend: Das Ziel muss für Sie erstrebenswert sein.

  • R – realistisch: Das Ziel muss sich in einem realistischen Rahmen bewegen. 

  • T – terminiert: Das Ziel muss auf einen bestimmten Zeitpunkt festgelegt sein. 

Beispielsweise ist das Ziel „in 60 Tagen 5 kg abnehmen“ ein wesentlich besseres Ziel als „mehr Sport machen“. Wenn Sie alle Ihre Ziele SMART setzen, haben Sie bereits einiges für Ihr Selbstmanagement getan. 

Prioritäten setzen

Täglich stehen wir dutzende Male vor dem Problem, dass wir verschiedene Aufgaben zu erledigen haben und entscheiden müssen, welche wir davon zuerst angehen wollen. Beim Finden von erstrebenswerten Zielen und dem Setzen von Prioritäten im eigenen Leben hilft als Methode die Eisenhower-Matrix, die Aufgaben in „wichtig“ und „unwichtig“ sowie „dringlich“ und „nicht dringlich“ einteilt. Höchste Priorität haben die Tätigkeiten, die sowohl wichtig als auch dringend sind. Dann folgen wichtige, aber nicht dringliche Aufgaben.  

Eisenhower-matrix-zeitmanagement-1Bild: HubSpot

Dabei stellt sich zwangsweise die Frage, welche Aktivitäten überhaupt wichtig für Sie sind. Sobald Sie diese Frage beantwortet haben, können Sie sich weniger auf die scheinbar dringlichen, aber eigentlich unwichtigen Aufgaben in Ihrem Leben konzentrieren. Sie gewinnen dabei mehr Klarheit über das, was für Sie im Leben wirklich zählt. 

Motivation erhalten

Jeder kennt das Problem: Am Anfang noch hoch motiviert, geben viele Menschen schon nach kurzer Zeit niedergeschlagen auf. Dieses Phänomen lässt sich vor allem in Fitnessstudios zum Beginn eines neuen Jahres beobachten. Aber auch innerhalb eines einzigen Tages schwankt unsere Motivation enorm. Dabei spielen vor allem Müdigkeit, Ablenkung und unser allgemeiner Gesundheitszustand eine Rolle. Es gibt aber auch andere Methoden, um die eigene Motivation zu erhalten und zu erhöhen:

  1. Für tägliche Arbeitsprozesse kann die Anwendung der Pomodoro-Technik, die durch regelmäßige, kurze Pausen für etwas Erholung sorgt, eine große Hilfe sein.  

  2. Die regelmäßige Visualisierung der eigenen Ziele (z. B. im Rahmen einer Meditation) ist eine hervorragende Methode, die Motivation zu erhalten und Stress oder Zeitdruck abzubauen. 

  3. Je öfter Sie eine unliebsame Arbeit ausführen, desto eher machen Sie diese zu einer Gewohnheit und desto weniger mentale Energie müssen Sie in Zukunft dafür aufwenden. Vielleicht finden Sie sogar Gefallen daran. Der erste Schritt ist immer der Schwerste. 

Selbstmanagement lernen ist eine Lebensaufgabe

Selbstmanagement kann sich positiv auf alle Aspekte unseres Lebens auswirken. Wir ebnen nicht nur den Weg zum beruflichen Erfolg, sondern ermöglichen auch mehr persönliches Glück, wenn wir unsere alten Gewohnheiten hinterfragen und neue Prioritäten setzen.

Effektives Selbstmanagement lässt sich dabei aber nicht über Nacht erzwingen, da es auf Gewohnheiten basiert und viel Erfahrung mit der eigenen Persönlichkeit erfordert. Integrieren Sie passende Selbstmanagement-Methoden also als festen Bestandteil in Ihren Alltag.

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Titelbild: jossnatu / getty images

Ursprünglich veröffentlicht am 18. Juni 2020, aktualisiert am Juni 18 2020

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Produktivität