Das beliebte soziale Netzwerk Instagram ist voll. Voll von Fotos und Videos. Es ist aber mittlerweile so voll, dass sie nicht mehr alle in den Feed passen - zumindest, wenn Sie nicht nur fünf Accounts folgen oder zu viel Zeit haben, sich durch die Beiträge zu scrollen.

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Damit Nutzer trotzdem wirklich interessanten und relevanten Content sehen, hat Instagram einen ausgeklügelten Algorithmus entwickelt. Er entscheidet, welche Posts in welchem Feed wo landen und welche unbeachtet in der Versenkung verschwinden. Wir stellen Ihnen den Instagram-Algorithmus vor.

Wie der Instagram-Algorithmus 2019 über Reichweite bestimmte

Nicht alle Posts auf Instagram werden jedem angezeigt. Wenn Sie 1.000 Follower haben, kann es schnell passieren, dass nur ein Bruchteil dieser Personen Ihren Beitrag sieht. Das liegt daran, dass es auf Instagram mittlerweile zu viele Inhalte gibt. Wer die App ein paar Stunden nicht nutzt, hat kaum eine Chance, hinterher alle verpassten Posts zu sichten.

Auf diese Entwicklung reagiert Instagram mit seinem Algorithmus. Er beobachtet die Nutzer und sortiert vor, welcher Content für sie wahrscheinlich relevant ist. Posts, die durch dieses Raster fallen, haben kaum Reichweite und bleiben weitgehend unbeachtet.

Das sind die sechs wichtigsten Faktoren, nach denen der Instagram-Algorithmus Beiträge bewertet:

  1. Interesse: Instagram behält im Blick, mit welchen Inhalten ein Nutzer gern interagiert. Reagiert er häufig auf Fotos von Essen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er künftig noch mehr solcher Bilder angezeigt bekommt.
  2. Aktualität: Instagram zieht neue Posts älteren vor.
  3. Beziehung: Nutzer, die häufig miteinander interagieren, bekommen öfter den Content des anderen weit vorne angezeigt. Inhalte von Nutzern, mit denen Sie fast nie zu tun haben, werden hingegen seltener in Ihrem Feed landen.
  4. Frequenz: Instagram beobachtet, wie oft Nutzer die App nutzen. Personen, die täglich dreißigmal in dem Social Network unterwegs sind, werden tendenziell frischere Posts angezeigt bekommen. Wer nur einmal am Tag in die App schaut, kann auch noch den Content der letzten Stunden sehen.
  5. Following: Wie vielen Nutzern folgt eine Person? Von dieser Frage ist abhängig, wie viel Auswahl der Instagram-Algorithmus hat und wie streng er filtern muss. Je mehr Accounts konkurrieren, desto mehr sortiert Instagram.
  6. Nutzung: Dieser Faktor bezieht sich unter anderem darauf, wie lange ein Nutzer Instagram verwendet. Wenn er die App nur kurz öffnet, muss der Algorithmus schärfer filtern, als wenn der Nutzer mehrere Minuten lang durch den Feed scrollt. Auf ähnliche Weise passt sich Instagram den Nutzervorlieben an, wenn es um die verschiedenen Formate geht. Nutzer, die lieber auf Fotos reagieren, bekommen mehr davon angezeigt. Nutzer, die Videos präferieren, werden mehr davon sehen.

So erhöhen Sie Ihre organische Reichweite auf Instagram

Jetzt, wo Sie den Instagram-Algorithmus kennen, können Sie ihn gezielt nutzen, um Ihre Reichweite organisch zu steigern. Behalten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass es Instagrams Anspruch ist, Nutzer so lange wie möglich in der App zu halten. Letztlich werden die Accounts belohnt, die helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Liefern Sie einzigartigen, hochwertigen Content mit Mehrwert

Sie sollten darauf abzielen, dass Ihre Follower mit Ihren Posts interagieren. Denn eine hohe Interaktionsrate suggeriert dem Instagram-Algorithmus, dass die Nutzer Interesse an Ihren Beiträgen haben – und in der Folge werden sie präsenter im Feed platziert.

Da kaum jemand auf belanglosen Content reagieren wird, sollten Sie in Ihren Postings höchste Qualität und Mehrwert liefern. Überlegen Sie, wie Ihre Zielgruppe aussieht und was sie sich wünscht. Liefern Sie professionell geschossene und bearbeitete Fotos, Slideshows mit einfach umsetzbaren Tipps aus Ihrem Fachgebiet und spannende Videos. Achten Sie auch auf die Bildunterschriften. Die „Captions“ beinhalten im besten Fall schon nützliche Informationen.

Auf die Beiträge in Ihrem Feed können Sie zusätzlich durch die beliebten Instagram Stories aufmerksam machen. Das Format eignet sich nämlich nicht nur bestens dazu, die Interaktion anzukurbeln, sondern leistet auch als virtuelles Hinweisschild für Ihren Bild- und Video-Content beste Dienste.

hinweisschild auf Instagram - Story

Bild: Bannersnack

Posten Sie zu den richtigen Zeiten

Instagram belohnt aktive Nutzer mit aktuellem Content. Bespielen Sie Ihren Kanal deshalb konstant und regelmäßig. Achten Sie zudem darauf, wann Ihre Zielgruppe online ist. Es wird Ihnen zum Beispiel kaum etwas bringen, wenn Sie mitten in der Nacht posten – denn dann schlafen die meisten Ihrer Follower und können nicht mit Ihren Posts interagieren. Wann Ihre Follower online sind, können Sie in den Insights Ihres Business-Accounts einsehen.

Posten Sie Videos

Videos werden vom Instagram-Algorithmus nicht grundsätzlich besser behandelt als Bilder. Allerdings halten viele Nutzer im Feed inne, um Videos anzusehen. Von 2018 bis 2019 ist die Wiedergabedauer um 80 Prozent gestiegen. Das legt nahe, dass viele Nutzer Videos und Gifs sehen wollen – und wenn Sie Content produzieren, den Ihre Follower sehen möchten, vergrößern Sie Ihre Reichweite.

Interaktion: Seien Sie persönlich

Der Algorithmus zeigt Ihre Beiträge den Nutzern besonders prominent an, die eine Beziehung zu Ihnen haben. Beziehungen bauen Sie am effektivsten auf, indem Sie sich persönlich zeigen. Lassen Sie Ihre Follower hinter die Kulissen Ihres Unternehmens blicken, stellen Sie Fragen, antworten Sie auf Kommentare und Nachrichten und liken und kommentieren Sie auch die Posts anderer.

Nutzen Sie gezielt Hashtags

Hashtags ordnen Posts nach Themen. So kann Ihr Content auch Nutzern angezeigt werden, die Ihnen zwar nicht folgen, sich aber für Ihr Thema interessieren. Verwenden Sie deshalb sinnvolle, konkrete Hashtags, die zeigen, worum es in Ihrem Beitrag geht.

Beispiel: Sind Sie Gründer eines Startups, können Sie Hashtags wie #gründer #entrepreneur und #startup unter jedem Post auf Ihrem Kanal verwenden.

Hochwertiger Content gewinnt auf Instagram

Während der Facebook-Algorithmus vor allem anhand der Interaktionsrate eines Posts entscheidet, wie dieser ausgespielt wird, setzt Instagram eher auf Interessen der Nutzer, Aktualität und Beziehungen. Für Sie ist es deshalb besonders wichtig, Ihre Zielgruppe so gut wie möglich zu verstehen. Nur wenn Sie regelmäßig hochwertige Posts mit wertvollen Inhalten erstellen, haben Sie auf Instagram eine Chance, im Feed der Nutzer ganz oben zu landen.

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Ursprünglich veröffentlicht am 5. März 2020, aktualisiert am März 05 2020

Themen:

Instagram-Marketing