10 Filme und Serien, die jeder Marketer gesehen haben sollte

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Nicht erst seit dem Aufstieg von Streaming- und Video-on-Demand-Diensten wie Netflix und Amazon Prime stehen Filme und Serien ganz oben auf der Liste unserer liebsten Freizeitaktivitäten. 34 Prozent der Netflix-User benutzen den Dienst täglich und in überwältigender Mehrheit dann über eine Stunde lang. Dabei wollen wir natürlich vor allem abschalten, auch von unserem Job. Als Marketer sind wir aber in der komfortablen Lage, uns gleichzeitig unterhalten und inspirieren lassen zu können. Ob ganz unmittelbar oder clever subtil: Die folgenden zehn Titel sind das perfekte Beispiel für interessante Marketing-Lektionen aus der Popkultur.

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Diese zehn Filme und Serien sollten Sie sich anschauen

1. Thank You For Smoking

Die Filmsatire erzählt die Geschichte von Nick Naylor, einem Tabak-Lobbyisten, der die Menschen durch geschickte PR-Arbeit vom Rauchen überzeugen möchte. Gesundheitliche Risiken spielt er dabei gerne einmal herunter und tauscht sich in seiner Freizeit mit Vertretern der Alkohol- und Waffen-Lobby darüber aus, wer wohl die meisten Tode in seinem Job schönreden müsse.

So zeigt der Film auf humorvolle Weise, wie machtvoll Marketing und wie manipulierbar Menschen sind, thematisiert gleichzeitig aber auch die moralische Verantwortung, die Marketer tragen müssen.

 

2. Twinfruit – Die Dose muss menschlich werden

Auch deutsche Produktionen nehmen das Thema Marketing und die dazugehörige Branche unter die Lupe, so wie diese weniger bekannte ZDF-Produktion. Der Film erinnert an Stromberg, beziehungsweise das britische Original „The Office“, und ist im Mockumentary-Stil gedreht. So sieht der Zuschauer eine „Dokumentation“ über den überaus klischeehaften Alltag einer Marketingagentur, in der schnödes Dosenobst schon mal zum „SEHR spannenden Produkt“ wird, wenn es vermarktet werden muss. Und auch sonst wird mit Agentur-Slang à la „das muss fliegen“ und „das ist mehr als eine Kampagne, das trifft ein Stück Zeitgeist!“ nicht gespart.

Damit ist die Komödie für all diejenigen, die über ihre eigene Berufsgruppe lachen können. Und vielleicht zieht so mancher Marketer danach das Fazit, dass er sich in seinem Job nicht allzu ernst nehmen und auf die ein oder andere Marketing-Floskel vielleicht lieber verzichten sollte.

 

3. The Circle

Der jüngste Film der Liste basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers aus dem Jahr 2013 und zeigt eine Realität, von der wir nicht mehr allzu weit entfernt sind. Alle großen Internet- und Technikkonzerne sind zum übermächtigen Netzwerk „The Circle“ verschmolzen, dass das Leben der Menschen bestimmt. Firmenchef Eamon Bailey (Tom Hanks) verfolgt dabei die Vision, die Privatsphäre als solche abzuschaffen, um in einer Welt, in der jeder alles von jedem weiß, für mehr Sicherheit zu sorgen. Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn nach Transparenz auf die Spitze.

Gerade die jüngsten Datenskandale um Facebook und Cambridge Analytica machen Eggers Dystopie greifbarer denn je. Wir sollten also über die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und Datenfreizügigkeit nachdenken. Vor allem sollten wir uns gerade als Marketer nicht nur fragen, was technisch möglich ist, sondern auch, welchen technologischen Fortschritt wir wirklich wollen.

 

4. Moneyball

Eigentlich ist es die klassische Underdog-Geschichte: Ein gescheiterter Baseball-Verein gelangt zu neuer Stärke, weil der richtige Trainer kommt und an Spieler glaubt, die von anderen längst abgeschrieben waren. Das Besonderes ist allerdings, wie Brad Pitt als Billy Beane den erneuten Erfolg möglich macht: Er engagiert einen IT-Nerd aus Yale, der ein computergestütztes Statistikverfahren nutzt, um die Mannschaft mit Spielern zu besetzen, die eigentlich nicht hoch bewertet sind.

Das Ganze beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt, wie das Sabermetrics genannte Analyseverfahren im Sturm die Baseballwelt erobert hat. Hier zeigt sich also das Potenzial von Daten, wie es Marketern im Zeitalter von Big Data immer wieder schmackhaft gemacht wird. Moneyball beweist: Wirklich alles kann in Zahlen ausgedrückt, messbar gemacht und optimiert werden.

 

5. The Greatest Movie Ever Sold

Bei dieser Dokumentation über Product Placements in Filmen hat sich Regisseur Morgan Spurlock, der auch für andere unkonventionelle Projekte wie „Super Size Me“ verantwortlich ist, etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er hat sie einfach selbst ausschließlich durch Product Placements finanzieren lassen. Die satirische Doku zeigt also die Geschichte ihrer eigenen Entstehung und legt dabei die Strategien von Marketing-Agenturen und Konzernen offen.

Spurlock will damit vor allem die Omnipräsenz von Produktplatzierungen in großen Blockbustern kritisieren, liefert am Ende aber auch eine mustergültige Anleitung für Integrated Advertising.

 

6. Steve Jobs

Das biographische Drama erzählt die Geschichte des Apple-Gründers anhand von drei verschiedenen Produktpräsentationen, die im Apple-Konzern der Zukunft als Keynotes Kultstatus erreichen werden. Von der gescheiterten Präsentation des ersten Apple Macintosh, über Jobs' neue Firma NeXT Computer bis hin zur Vorstellung des iMac begleiten wir die Ausnahmepersönlichkeit durch alle Höhen und Tiefen, die letztlich den Erfolg des gigantischen Konzerns begründet haben.

Aus Jobs' Geschichte lassen sich zwei wesentliche Lehren ableiten: Erstens ist eine Idee nicht alles, sondern sie muss den Menschen auch erklärt und schmackhaft gemacht werden. Zweitens ist ein wesentlicher Grund für Jobs' Erfolg wohl sein Talent, schon vor seinen Konsumenten zu wissen, was diese wollen – für Marketer eine unbezahlbare Fähigkeit.

 

7. Crazy People

Der kultige Retro-Film von 1990 wurde ursprünglich in Deutschland nicht veröffentlicht und ist hier daher eher unbekannt. Crazy People handelt vom frustrierten und ausgebrannten Marketer Emory Leeson, der inmitten eines Nervenzusammenbruchs aus Trotz unverblümt wahre Werbeslogans entwirft und dafür in der Psychiatrie landet. Durch Zufall werden die Entwürfe veröffentlicht und zum vollen Erfolg, weshalb nun jeder die Dienste von Emory in Anspruch nehmen will.

Fazit: Marketer sollten sich häufiger trauen, auch unangenehme Wahrheiten anzusprechen und keine wenig authentische Traumwelt schaffen, die der Kunde sofort durchschaut.

 

8. The Joneses

Eine klassisch-amerikanische Familie zieht in eine neue Stadt und freundet sich mit den Nachbarn an. Die Krux: Es ist gar keine Familie, sondern ein Vertriebsteam, das bemüht ist, der Nachbarschaft unter dem Deckmantel persönlicher Empfehlungen jede Menge Produkte anzudrehen.

Was bei Veröffentlichung des Films 2009 vielleicht noch absurd klang, ist heute in Form von Influencer-Marketing längst Wirklichkeit geworden. So beschreibt The Joneses schließlich das perfekte – wenn auch sehr fragwürdige – Social-Media-Marketing im realen Leben.

 

9. Mad Men

Die wohl bekannteste marketingbezogene Serie spielt in einer Marketing-Agentur im New York der 1960er Jahre. Der Titel ist übrigens ein Wortspiel: Werber wurden im amerikanischen Englisch ursprünglich als „ad men“ (etwa: „Anzeigenleute“) bezeichnet.

Neben den persönlichen Dramen zeigt die Serie vor allem auch die Entwicklung der Marketingbranche in Bezug zu kulturellen Ereignissen, wie dem JFK-Attentat, dem Tod von Marilyn Monroe oder dem Aufstieg der Rolling Stones. Dabei wird allerdings auch die unrühmliche Rolle des Marketing in der Zementierung von Sexismus, Rassismus und anderen Klischees nicht verschwiegen.

 

10. Master of None

2015 veröffentlichte Netflix die erste Staffel seiner selbstproduzierten Serie. Die handelt vom 32-jährigen Dev, der als indischer Schauspieler in New York City durchstarten will. Vom Aufbau erinnert Master of None damit an die vielen anderen Sitcoms, die am Big Apple spielen, von „Sex and the City“ bis zu „How I Met Your Mother“. Allerdings wählt die Serie einen wesentlich diverseren, moderneren Ansatz: Devs Clique besteht aus einem taiwanesischen Playboy, der rationalen schwarzen Lesbe Denise und dem albernen Sidekick Arnie, der entgegen der Hollywood-Konvention von einem Weißen gespielt wird.

Zusätzlich steht jede Folge unter einem anderen Motto und thematisiert damit die Frage der Familienplanung genauso wie den Umgang mit den eigenen Eltern, das Leben von Senioren und Feminismus. So liefert Master of None den Beweis, dass sich mit thematisch vielfältigem Content und dem Neudenken klassischer Formate ein breites Publikum begeistern lässt.

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