Social-Bookmarking-Websites dienen dem Teilen von Artikeln, Bildern, Videos und Blog-Beiträgen. Für Ihr Marketing sind solche Angebote unentbehrlich, denn sie helfen, die Markenbekanntheit zu steigern und schaffen perfekte Voraussetzungen für die Verbreitung Ihrer Inhalte.

Welche Anbieter besonders beliebt und nützlich sind, erfahren Sie im Folgenden.

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So zahlreich die Social-Bookmarking-Dienste sind, so unterschiedlich ist auch ihr jeweiliges Leistungsportfolio. Sie alle haben jedoch folgende Funktionen gemein:

  • Lesezeichen können neu hinzugefügt werden
  • Lesezeichen können wieder gelöscht werden
  • Lesezeichen können bewertet und kommentiert werden
  • Lesezeichen können mit Tags versehen werden

Nutzern können relevanten Beiträgen zudem auch über RSS-Feeds folgen. Diese Feeds zeigen automatisch an, wenn es News oder Änderungen auf Websites und Blogs gibt, denen Sie folgen.

11 Social-Bookmarking-Dienste auf einen Blick

Je nach Unternehmen eignen sich einige Social-Bookmarking-Dienste mehr als andere für Marketingzwecke, daher geben wir im Folgenden einen Überblick über elf verschiedene Anbieter:

Twitter

Twitter gehört mit 330 Millionen monatlich aktiven Nutzern (und davon knapp 4 Millionen in Deutschlandzu den bekanntesten Social-Bookmarking-Diensten. Im globalen Ranking der meist besuchten Seiten belegt Twitter Platz 34.

Seit ihrer Veröffentlichung 2006 hat sich die Plattform zu einer wichtigen Bühne für Marketer entwickelt. In wenigen Zeichen (280 sind Maximum) werden Inhalte hier in Form von „Tweets“ kommuniziert.

Dass auch hochkarätige Politiker auf Twitter aktiv sind, zeigt, wie wirkungsvoll Twitter für die Verbreitung von Informationen ist – und auch für das bewusste Steuern der Außenwahrnehmung.

Pinterest

Pinterest ist primär eine Plattform für visuelle Inhalte: Bilder werden von Nutzern geteilt, die andere Nutzer kommentieren und auf ihren eigenen Pinnwänden „anpinnen" (d. h. teilen) können, um sich diese zu merken und auch anderen zugänglich zu machen. Im Ranking der meist besuchten Seiten weltweit liegt Pinterest aktuell auf Platz 126.

Die 300 Millionen Pinterest-Nutzer (davon 7 Millionen aus Deutschland) tauschen sich hauptsächlich über ihre Interessen und Hobbys aus und sammeln in der riesigen Community Inspiration für ihre nächsten Einkäufe und Bastelprojekte.

In Bereichen wie Innenarchitektur, Gärtnern und Mode begegnen sich hier Gleichgesinnte, die einander auf besonders spannende Inhalte hinweisen können. Ein schöner Nebeneffekt für Unternehmen: Durch den permanenten Austausch übernimmt die Community die Segmentierung in Zielgruppen sowie das Targeting (durch geteilte Inhalte) quasi selbst. 

LinkedIn

Das soziale Netzwerk für Geschäftskontakte LinkedIn zählt mittlerweile stolze 645 Millionen Nutzer aus 250 verschiedenen Ländern.

Neben den zahlreichen Funktionen zum Finden und Anwerben neuer Mitarbeiter besteht für Unternehmen hier auch die Möglichkeit, auf die eigene Website zu verlinken und von anderen Nutzern empfohlen zu werden. Überdies können Nutzer Beiträge erstellen und teilen: Die Anleitung dazu liefert LinkedIn selbst.

Zweifellos besteht der große Vorteil der Plattform darin, dass Sie hier ein sehr spezifisches Publikum mit Ihren Inhalten erreichen können – durch das B2B-Umfeld sind die Möglichkeiten für ein besonders detailliertes Targeting mehr als gegeben. 

Folkd.com

Folkd ist ein Social-Bookmarking-Dienst und eine Plattform für Social News. Einige nennen es scherzhaft den „Reddit-Klon“ – und in der Tat gibt es einige Überschneidungen. Auf Folkd können Sie ebenso Beiträge „upvoten”, Nutzern folgen und Freunden Ihre Lieblingslinks via E-Mail, Facebook und Twitter schicken.

Darüber hinaus besitzt Folkd eine eigene Suchmaschine, die die Top-Ergebnisse auf Basis der Lesezeichen der Nutzer bestimmt: Haben diese einen Beitrag gespeichert, steigt dessen Rang. So soll Besuchern der qualitativ hochwertigste Content zuerst präsentiert werden.

Da Folkd im Vergleich zu Reddit weniger überlaufen ist, bieten sich hier für Unternehmen prinzipiell bessere Chancen, mit einem Beitrag nicht unterzugehen, sondern aufzusteigen – und es vielleicht sogar bis auf die Frontpage zu schaffen.

Diigo

Diigo bietet Online-Bookmarking für Inhalte an, die vornehmlich aus dem akademischen Umfeld stammen. Besonders praktisch sind die Tagging- und Kommentarfunktionen: Sogenannte „Sticky Notes“ (virtuelle Post-its) können an beliebiger Stelle an Webinhalte geklebt und mittels Link einzelnen Personen oder Gruppen zugänglich gemacht werden. 

Inhalte einer Webseite können zudem auch hervorgehoben werden, was eine praktische Kennzeichnung innerhalb des Bookmarking-Vorgangs darstellt: Schreiben Sie zum Beispiel an einem Artikel, können Sie mittels Diigo viele unterschiedliche Quellen bookmarken und bereits mit Anmerkungen versehen Ihren Kollegen zukommen lassen.

Reddit

Reddit bezeichnet sich selbst als „Front Page für das Internet". Wie das renommierte Technikmagazin Wired angibt, hat die große Nachrichten-Plattform ganze 330 Millionen monatlich aktive Nutzer. Die viertgrößte Quelle für Traffic ist dabei mit 3,34 Prozent Deutschland.

Nutzer besuchen Reddit, um über alle möglichen Themengebiete auf dem neusten Stand zu bleiben: Über Politik bis hin zu Gaming und Technik werden hier alle erdenklichen Bereiche diskutiert.

Für die nötige Struktur ist die Plattform dabei in sogenannten „Subreddits“ organisiert, die Interessengruppen bilden. Wie foundation.inc.co berichtet, sind (externe) Links das beliebteste Beitragsformat auf der Plattform: Ganz gleich, ob Sie eigene Bilder, Videos oder andere Inhalte verlinken – treten Sie dem richtigen Subreddit bei und findet Ihr Beitrag Anklang, haben Sie gute Chancen auf Traffic für Ihre Website.

Slashdot

Slashdot fungiert als Newsseite und IT-Online-Magazin. Bilden technikaffine Menschen Ihre Zielgruppe, sind Sie daher mit dieser Plattform gut beraten. Slashdots Slogan ist „News for Nerds, stuff that matters“ – und der Name ist Programm.

Besonders gut aufgestellt ist die Website in Themen wie Computer-Hardware, Linux, Open-Source, Programmieren und Cloud. Das herkömmliche Format sind Beiträge in Form von Storys inklusive Links.

Die einzelnen Beiträge werden von Nutzern und Redakteuren erstellt, kommentiert und bewertet. Schaffen Sie es, auf Slashdot auf sich aufmerksam zu machen, könnte es zum berühmt-berüchtigten Slashdot-Effekt kommen: Riesige Nutzerströme, die über Social Bookmarks auf Ihre Website gelangen. 

Scoop.it

Scoop.it ist eine Plattform für Content-Marketing und hat daher eine eher professionelle Ausrichtung. Sie funktioniert wie Pinterest, hier können jedoch auch Texte und einzelne Passagen gepinnt beziehungsweise „gescoopt“ werden. Zudem lassen sich diesen Beiträgen Tags hinzufügen, um diese besser auffindbar zu machen und zu ordnen. 

Sind Sie im Marketing tätig, bietet sich Ihnen auf Scoop.it eine aussichtsreiche Spielwiese, um sich innerhalb der Branche als Vordenker zu präsentieren und Ihre Autorität unter Beweis zu stellen, Ihre Markenbekanntheit zu steigern und Backlinks zu generieren. Für Letzteres können Sie Themen-Boards erstellen, auf denen Sie Ihre gesammelten Scoops gebündelt präsentieren.

Digg

Digg ist ein News-Aggregator, eine Sammelstelle für spannenden und unterhaltsamen Content aus dem gesamten Netz, inklusive (Kurz-)Videos, News-Artikel, Tweets und Blog-Beiträgen.

Auf der Startseite mischen sich brisante, überraschende und lustige Artikel mit gesponserten Beiträgen. Die Art der Beiträge macht schnell klar, was auf Digg funktioniert: Der sogenannte „Snackable Content“ und schnelllebige Inhalte mit hohem Unterhaltungsfaktor.

Wollen Sie kurzfristig Traffic auf Ihre Seite lenken und eignet sich Ihr Produkt (oder Service) dafür, könnte es sich lohnen, einen verlinkten Beitrag dazu auf Digg einzureichen. Bedenken sollten Sie dabei jedoch die Neuigkeiten-, Buzz- und Trend-Orientierung der Plattform: Überraschen und unterhalten Sie die Nutzer also mit Ihren Beiträgen. Verlinkter Hygiene-Content wird hier nicht funktionieren – werden Sie kreativ!

Dribbble

Dribbble ist ein Portal zum Austausch und Ausstellen der eigenen Arbeit für Designer und andere Kreativarbeiter. Über Unterkategorien wie Illustration, Animation, Branding, Webdesign und Produktdesign können Sie zügig die beliebtesten Beiträge in einer individuellen Sparte ausfindig machen.

Klicken Sie auf einen Post, erscheinen Tags, Farbpalette, Views, Likes, Saves und Nutzerkommentare zum Beitrag. Die Künstler verlinken sich – teils sogar mit Bild – auf ihren Werken und hinterlegen Ihre Websites oder Social-Media-Profile. Einige verlinken auch ihre Auftraggeber. Dies bietet sich natürlich vor allem dann an, wenn diese ebenfalls einen Dribbble-Account besitzen.

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Bild: Dribble, Patrick Yandoc 

Klicken sich die Nutzer weiter durch, können sie auf dem Künstlerprofil auf die Option „Hire me” („Beauftrage mich“) oder „Follow“ klicken. Hier bieten sich also exzellente Chancen für Werbung in eigener Sache, was gleichermaßen für Freelancer und Unternehmen im kreativen Sektor interessant sein dürfte.

Auch interessant für Firmen: Der Social Proof für eine kreative Kampagne wird durch die Nutzerbewertungen direkt mitgeliefert und überzeugt so vielleicht den ein oder anderen Nutzer, Ihr Portfolio auf Ihrer Website genauer unter die Lupe zu nehmen.

ShareBizsugar

Auf ShareBizsugar tauschen sich Nutzer aus kleinen Unternehmen über die Themen Marketing, Start-ups, Finanzen, Management und Technologie aus. Nutzer können in ihren Beiträgen direkt auf eigene Webinhalte verlinken, wie in diesem Beispiel:

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Bild: ShareBizsugar 

Die Plattform ist besonders gut dazu geeignet, Mitglieder der eigenen und verwandter Branchen zu erreichen. Durch dieses präzise Targeting steigen die Chancen darauf, die über ShareBizsugar angelockten Websitebesucher als regelmäßige Konsumenten Ihres eigenen Content-Angebots binden zu können. Dadurch (und auch darüber hinaus) können durch regelmäßige fachspezifische Beiträge auf der Plattform Autorität, Markenvertrauen und ein Ruf als Experte innerhalb der eigenen Nische aufgebaut werden.

Social Media Trends 2021

Header: NordWood Themes / Unsplash

Ursprünglich veröffentlicht am 10. Dezember 2019, aktualisiert am Dezember 10 2019

Themen:

Content-Marketing