Marketing auf der Überholspur

17 November 2014 // 05:01

Schadet das Reposten von Blog Content Ihrer SEO?

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reposting von content

Wenn Sie das Ranking Ihrer Webseite auf Google verbessern und von den Nutzern als kompetent wahrgenommen werden möchten, dann sollten Sie relevanten, qualitativ hochwertigen Content produzieren. Dieser wird anschließend in Ihrem Blog veröffentlicht. Doch wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Blog Content rezipiert wird? Sie seeden ihn auf sämtlichen Social-Media-Profilen, bitten befreundete Influencer, den Inhalt zu promoten und reposten ihn am Ende auf Webseiten wie Medium.com oder maßgebenden Blogs mit vielen Zugriffen. Doch ist das überhaupt die richtige Strategie, um erfolgreich zu sein oder schadet das Reposten Ihres Contents am Ende Ihrer SEO?

Gefahren nach Panda Update

In der Vergangenheit war das Reposten von Blogeinträgen auf anderen Webseiten tatsächliche eine erfolgreiche Taktik, um die Zugriffe auf die eigene Seite zu steigern. Nachdem Google mit einem Panda Update jedoch seinen Algorithmus änderte, bewertet die Suchmaschine solche Reposts als Duplicate Content. Die Folge sind Abstrafungen von Google, die sich negativ auf Ihren organischen Such-Traffic auswirken.

Blog Content auf anderen Webseiten zu reposten, birgt also einige Gefahren. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, solche Reposts zu kennzeichnen und damit einer Strafe durch Google vorzugreifen. Wenn ein Inhalt über verschiedene URLs abgerufen werden kann, lässt sich die sogenannte kanonische Seite, also Quelle des Blogposts, und alle anderen Webseiten mit diesem Content durch das Einfügen des Linkelementes rel="canonical" und der URL der Originalquelle kennzeichnen. Suchmaschinen bewerten die Reposts nun nicht mehr als Duplicate Content und verzichten auf eine Abstrafung.

Blog-Content-Repost-Google-HubSpot

Reposting-Alternativen

Reposting ist also auch, ohne negative Konsequenzen für Ihr SEO fürchten zu müssen, möglich. Allerdings müssen die anderen Veröffentlichungs-Plattformen zustimmen, den Code auf ihrer Seite zu verwenden. Laut Online-Marketing-Koryphäe Neil Patel gibt es noch weitere Möglichkeiten, Content auf anderen Seiten zu reposten, ohne eine Abstrafung durch Google zu riskieren:

  1. Umformulieren: Sie können Ihren Blogpost umschreiben und ihn dann auf anderen Webseiten veröffentlichen. Dem Problem des Duplicate Content gehen Sie somit aus dem Weg. Allerdings kostet das Umformulieren kostbare Zeit. 
  1. Absprache mit dem Seiteninhaber: Sprechen Sie einfach mit den Verantwortlichen der Webseite, auf der Sie Ihre Inhalte reposten wollen und bitten Sie diese, den rel=canonical Code zu verwenden.
  1. Verzicht: In einigen Fällen ist es ratsam, hochwertigen Content lieber exklusiv auf anderen Webseiten zu veröffentlichen. So entgehen Sie einerseits der Abstrafung durch Google wegen Duplicate Contents und bekommen andererseits einen Backlink zu Ihrer Seite. 
  1. Lokalisierung: Lassen Sie Ihren Blogpost professionell übersetzen und veröffentlichen Sie ihn auf ausländischen Webseiten. Da der Inhalt von Menschen übersetzt wurde und sich daher stark vom Original unterscheidet, wird er von Google nicht als Duplicate Content betrachtet. 

Fremd-Content nutzen

Reposting bedeutet nicht ausschließlich, dass Ihr Blog Content zusätzlich auf anderen Webseiten veröffentlicht wird. Auch Sie können Inhalte von interessanten Bloggern nutzen und diese reposten. Natürlich gilt auch hier: Achtung vor Duplicate Content! Es ist daher empfehlenswert, die vier folgenden Wege für das Reposten von Fremd-Content zu nutzen: 

  1. Greifen Sie ein interessantes Thema auf und verfassen Sie einen eigenen Blogpost, der auf den Inhalten eines bereits veröffentlichten Artikels basiert und mit Ihren eigenen Gedanken zum jeweiligen Thema angereichert ist. Ihre persönliche Einschätzung zu den Inhalten macht den Post einzigartig und bietet einen Mehrwert für den Leser.
  1. Einige Blogposts sind zwar sehr interessant, doch sie sind zu lang geraten. Im stressigen Alltag fehlt einigen Lesern ganz einfach die Zeit, um Inhalte mit weit über 1000 Worten zu lesen. Fassen Sie diese interessanten Posts deshalb einfach in knapp 200 Worten zusammen. So ein Content ist schnell produziert und hat aufgrund seiner Kürze ein hohes Potenzial, in den sozialen Netzwerken geteilt zu werden.
  1. Wenn Sie einen interessanten Blogpost mit einer Anleitung zur erfolgreichen Problemlösung finden, drehen Sie das Thema doch einfach um! Mit wenig Aufwand lässt sich aus „Wie Sie Content optimal nutzen und dabei Zeit sparen“ ein Blogeintrag produzieren, der sich inhaltlich damit beschäftigt, wie Content besser nicht genutzt werden sollte.

Duplicate Content als Mythos

Die Angst vor Strafen von Google aufgrund von Duplicate Content ist bei einigen Bloggern groß. Andere Autoren schätzen die Gefahren von Reposts dagegen weniger groß ein und veröffentlichen ihre Inhalte auch weiterhin auf mehreren Plattformen. Sie argumentieren, dass Google durchaus unterscheiden kann, ob Content einfach nur von einer fremden Seite kopiert wurde oder es eine Verbindung, beispielsweise durch Verlinkung des Autors, gibt. 

Fazit: 

Wie intelligent ist Google aktuell und was könnte sich mit dem nächsten Algorithmus-Update wieder ändern? Auch wenn die Suchmaschine tatsächlich Reposts eines Bloggers auf unterschiedlichen Webseiten einordnen kann und von einer Strafe mit negativen Auswirkungen auf Ihren organischen Such-Traffic absieht, sollten Sie kein Risiko eingehen und den kanonischen Tag verwenden. Duplicate Content müssen Sie dann nicht befürchten.

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Themen: SEO

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