Diese Woche bloggten manche über das Recht, von Google vergessen zu werden, andere befassten sich mit der Herausforderung, auch als kleines Unternehmen ein Top-Ranking beizubehalten. Vor allem aber drehte es sich vergangene Woche um digitale Werbung und Content-Marketing.

Facebook schließt Werbedeal mit Publicis Gruppe ab

Facebook und die Publicis Gruppe haben diese Woche eine breite Werbepartnerschaft verkündet, wodurch eine weitere Medienagentur eng mit dem sozialen Netzwerk verknüpft werde, so Adweek. Auch Instagram sei Teil des mehrjährigen Deals mit dem französischen Unternehmen. Die Partnerschaft konzentriere sich auf neue Lösungen im Bereich des digitialen Marketings rund um Daten, visuelles Storytelling, Online-Video-Werbung, etc. und biete damit Werbekunden neue Möglichkeiten. Die Vereinbarung fokussiert sich aktuell auf Nordamerika, doch eine globale Ausweitung werde diskutiert. Artikel auf Deutsch 

Neue Statistik zum Thema Native Advertising

Was Native Advertising eigentlich wirklich von herkömmlichen Werbeformaten unterscheidet, beleuchtet Shel Holtz, denn viele Menschen schienen Native Advertising noch immer als normale Anzeige zu betrachten und abzuwerten Aktuelle Zahlen hierzu. Eine Seite des Publizieren sei nun mal ein Geschäft und digitale Medien eine mächtige Plattform fürs Storytelling. Native Advertising (oder: gesponsorter Content) gehe mehr in Richtung PR und müsse sich nicht wie herkömmliche Anzeigen auf vorgegebenen Umfang und Platzierung beschränken, sondern könne alle möglichen Formate annehmen, Audio, Video, Text, ... und sollte mindestens genauso interessant und hochwertig sein, wie der Content des Redaktionsteams der Webseite.

Content gebundene Anzeigenwerbung 

Was an Content gebundene Anzeigenwerbung auf der anderen Seite bedeuten kann, zeigt Rae Hoffmann am Beispiel des kleinen Unternehmens MetaFilter, welches kürzlich aufgrund der Folgen einer Google Penalty Mitarbeiter entlassen musste. Solche Abstrafungen würden nicht immer die Richtigen treffen, vielmehr sei der Mechanismus von Panda gerade für kleine Unternehmen oftmals kritisch: Nach den letzten Updates von Google’s Panda, dessen Filter als „Richter, Jury und Exekutive“ in einem fungiere, würden vermehrt blind kleine Unternehmen ohne Möglichkeit zur Verteidigung auf einer einsamen Insel ausgesetzt, wo ihnen niemand helfen könne. Seit Panda fragten sich unzählige Inhaber kleiner Unternehmen, was sie bitte falsch gemacht haben. Panda wirke vage und subjektiv, Filterkriterien seien abgesehen von „doppelt und dünn“ schwer auszumachen.

Hintergrund sei, dass Google nunmal mit Anzeigen Geld verdient, also müssten Webseiten für Google in erster Linie hierfür funktionieren. „Guter Content“ sei unerlässlich, doch betont Rae Hoffmann, dass es hier gerade für kleine Unternehmen natürliche Grenzen gäbe.

Revenue sei jedoch nicht immer nur in Zahlen und direkten Verkäufen zu messen, Mark Schaefer hat noch weitere Lehren zu den „Economics of Social Media“ aus seiner Erfahrung gezogen: wichtig seien vor allem auch qualitative Vorteile wie Chancen auf Zusammenarbeit, vermehrt hochwertiger Content, neue Projekt-Chancen, Reichweite, Bekanntheit und natürlich Beziehungen. Dabei seien Follower noch längst nicht gleichbedeutend mit echten (Kunden-) Beziehungen, sondern nur schwache Ansatzpunkte, um echte menschliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. 

Ähnlich sieht es Sean Jackson in seinem aktuellen Blogartikel zu Content- bzw. E-Mail-Marketing und stellt die Frage „sind Sie Jäger oder Farmer?“. Er vergleicht traditionelle Verkäufer mit Jägern und Content Marketer mit Farmern, die säen und die aufgegangene Saat pflegen, bis mit der Zeit daraus Nahrung wird. Der Vorteil: man müsse so nicht immer wieder in neue Gebiete vordringen, sondern könne auf dem aufbauen, was bereits an Arbeit geleistet wurde, also auf einem starken, organisch gewachsenen Fundament, das auch mehr Reichweite und Einfluss bedeute. 

Content Marketing in Deutschland: Wo stehen wir wirklich? 

Diese Woche ist eine mehrteilige Serien zum Thema Content Marketing in Deutschland von HenneDigital gestartet, die sich mit digitalem Content, dessen Vermarktung und allem, was dazu gehört, befasst. In diesem ersten Teil werden strategische Aspekte beleuchtet: Chritian Henne unterstreicht, dass Veränderungen in Journalismus und Content-Kreierung etc. vor allem Management-Aufgaben seien und erst in zweiter Linie Content-Marketing. Unternehmen sollten nachhaltig „digital intelligent“ werden und sich nicht auf „Social Media“ beschränken. Redaktionell zu denken sei wichtig und die Köpfe der Mitarbeiter sollten für neue Wege der externen Kommunikation genutzt werden, um flexible Formate zu schaffen, denn nicht nur der Inhalt, sondern auch die (interaktive) Verpackung zähle. 

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Ursprünglich veröffentlicht am 26. Mai 2014, aktualisiert am Dezember 04 2017

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