Virtual-Reality-Inhalte sind die Zukunft. Das sagt zumindest einer, der es wissen sollte: Mark Zuckerberg. Auf Facebook wird derzeit mit 360°-Videos experimentiert, die das Gefühl vermitteln, nicht nur zu beobachten, sondern mittendrin zu sein. Auf den Zugang zu einer anderen Welt zielen vor allem Head Mounted Displays – wie die Bildschirmbrille Oculus Rift – ab.

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Das Potenzial dieser Virtual Reality (VR) bleibt Marketern keineswegs verborgen. Erste Unternehmen fangen an, 360-Grad-Welten als Experimentierfeld für ihr Content/Marketing zu nutzen. Was Virtual Reality für Ihr Content-Marketing bringen könnte, lesen Sie hier. 

Was steckt hinter dem Buzzword Virtual Reality?

Bislang beschränkt sich die Entwicklung der Virtual Reality größtenteils auf Entertainment und Computerspiele – und zwar wie folgt: Eine Bildschirmbrille zieht den Nutzer durch eine möglichst hohe Realitätsnähe in die virtuelle Welt. Durch eine anspruchsvolle grafische Gestaltung und ein gelungenes Storytelling glaubt der Spieler tatsächlich, was um ihn herum passiert. Den Unterschied zu reinen 3D-Welten macht aber die Möglichkeit zur Interaktion. Wenn wir in der Virtual Reality die Narration durch Aktionen beeinflussen können, wähnen wir uns tief in der Wirklichkeit.

Noch gilt Virtual Reality als nicht 100%-ig ausgereift. Zum einen zollt die klassische Skepsis gegenüber neuen Medien ihren Tribut, zum anderen muss die völlig neue Art der Wahrnehmung erst von der breiten Masse erschlossen und akzeptiert werden. Von außen betrachtet wirkt das Tragen einer klobigen Brille befremdlich, um in eine andere Welt einzutreten.

Mit Virtual Reality vom Event- zum Content-Marketing 

Virtual Realitys mit einer hohen Interaktion zwischen User und Spielwelt demonstrieren Northface und HBO mit ihren VR-Kampagnen. Während die Modemarke Kunden in ihren Shops zum Basejumpen schickt, konnten Game-of-Thrones-Fans auf einer Event-Tour die eisige Mauer der Nightwatch erkunden. Dafür braucht es jedoch eine Menge 3D-Entwickler und die teure Oculus-Rift-Brille (rund 700,-€), weshalb VR-Marketing derzeit vor allem In-Store und auf Events inszeniert wird. 

Doch wie kann man virtuelle Realitäten für das Content-Marketing nutzen? Gilt doch die Virtual Reality in der Online-Marketing-Welt als „the next big thing“. Die ersten Content-Gehversuche macht die Virtual Reality mit 360-Grad-Inhalten, die für die günstige DIY-Brille Google Cardboard entwickelt wurden, aber auch ohne sie funktionieren. Legt man das Smartphone in das Pappgestell, erhält man einen besseren 3D-Eindruck als am Computerbildschirm.

Allerdings bringen 360-Grad-Filme neue Konzeptionsbedingungen mit sich. Die Videos müssen unter dem Gesichtspunkt produziert werden, dass sie im Ablauf eher einem Computerspiel ähneln, aber immer noch den Produktionsbedingungen eines Videos unterliegen. 

360-Grad-Videos unterstützen Sie beim Storytelling

Der Einsatz von 360-Grad-Videos wird bereits im Journalismus erprobt, der kräftig von der Technologie profitiert. Dank des Virtual-Reality-Ansatzes entstehen neue Formen der Berichterstattung, die den Zuschauer emotional viel mehr ins Geschehen ziehen. Die New York Times veröffentlichte im November vergangenen Jahres mit „The Displaced“ eine bewegende 360-Grad-Reportage über ein syrisches Flüchtlingskind. Auch BILD Online springt auf den Zug auf und schickte einen Reporter mit 360-Grad-Kamera und Selfie-Stick an die ISIS-Front. 

360-Grad-Videos eröffnen auch Ihrem Content-Marketing ganz neue Möglichkeiten. Wohin die Reise genau geht, obliegt allein Ihrer Kreativität. Allerdings sollte das Video nicht nur auf bloße Effekthascherei setzen, sondern über einen Nutzwert verfügen und durch weiteren Content in einen Kontext gestellt werden. Sehen Sie das 360-Grad-Video als Instrument, Ihrem digitalen Storytelling den nötigen Pfiff zu geben. 

Für wen sich Virtual Reality lohnt

Das Format eignet sich insbesondere für Kampagnen, die Erlebnisse, Veranstaltungen oder Orte in den Mittelpunkt stellen. Mit der authentischen 360-Grad-Technik schaffen Sie es, hohe Glaubwürdigkeit und Transparenz auszustrahlen, weil Sie nicht nur zeigen, sondern unmittelbar erleben lassen. 

Gerade die Event-Branche wird sich nach Virtual-Reality-Content die Finger lecken. Red Bull demonstriert derzeit mit 360-Grad-Videos im Extrem-Sport, was technisch möglich ist. Veranstalter von Konzerten oder Sportevents haben in der Regel eine emotionale Buyer Persona, die ein Hautnah-Angebot dankbar annehmen würde. Im machbaren Rahmen sind Konzert-Erlebnisse aus der ersten Reihe oder Berichterstattungen aus ungewöhnlichen Perspektiven. Über Live-Apps wie Periscope wäre der 360-Grad-Content in Zukunft auch in Echtzeit denkbar. 

360-Grad-Filme sind außerdem dort vorstellbar, wo komplexe Sachverhalte erklärt werden müssen. Schwer erklärbare Vorgänge wie technische Aufbauten oder Taktiken können durch die hervorragende Anschaulichkeit mit dem Rezipienten gemeinsam durchlaufen werden. Coachings, die Situation simulieren, um auf die Realität vorzubereiten oder Geschichtsreisen, die zurück in die Vergangenheit führen, sind ebenfalls möglich. 

Wie Sie Virtual Reality für Ihr Content-Marketing produzieren

Die Produktion von Virtual Reality-Inhalten durch 360-Grad-Technik gestaltet sich indes immer alltagstauglicher. Sie benötigen lediglich eine 16-fach-Kamera wie die GoPro Odyssee sowie eine geeignete Bearbeitungssoftware wie Google's Jump Assembler

360-Grad-Videos integrieren Sie außerdem problemlos in YouTube oder Facebook. Die einzige Herausforderung bleibt die hohe Rechnerleistung, die Sie für hochauflösende Bilder benötigen. Zugegeben: Verglichen mit der Produktion von Blog-Content oder Whitepaper spielt VR-Content hinsichtlich des Aufwands in einer anderen Liga. Ebnet ein VR-Video jedoch einen emotionalen Zugang zur Zielgruppe, dann wiegt dieses auch den Arbeitsaufwand von 50 Blogbeiträgen auf. 

Die Zukunft bleibt spannend

Es bleibt spannend, wie Kreative mit der Technik umgehen und welche neuen Formate Sie entwickeln. Treffen Sie einen Nerv, entwickeln sich virtuelle Welten zu einem mächtigen und regelmäßig verwendeten Format für Ihr Content-Marketing.

Die Grundlagen des Content-Marketings

Ursprünglich veröffentlicht am 13. April 2016, aktualisiert am Dezember 22 2017

Themen:

Content-Strategie