Das Wichtigste in Kürze
- Organisches Marketing bezeichnet die Art des Marketings, für die Sie nicht extra und unmittelbar zahlen – Sie erstellen etwa Content selbst und Ihr Publikum findet ihn auf verschiedenen Kanälen.
- Organisches Marketing findet über Blogs, Social Media, Videos, E-Mails, Erfahrungsberichte, Gastbeiträge, Podcasts sowie über SEO und AEO statt.
- Die passende Strategie für organisches Marketing sieht je nach Unternehmen und Zielgruppe unterschiedlich aus – Sie müssen die passenden Kanäle und Inhalte identifizieren, messen und anpassen.
- Verschiedene Beispiele zeigen, dass organisches Marketing auch heute noch eine Rolle spielt – und wie Sie es selbst für nachhaltiges Wachstum nutzen können.
Lesezeit: 12 Minuten

Wenn wir das Wort „organisch“ hören, denken wir meist an natürlich, rein und unverfälscht. Vielleicht an einen leckeren Saft. Genauso ist es mit organischem Marketing – nur eben ohne den Saft.
Organisches Marketing zieht Ihr Publikum auf natürliche Weise an – unverfälscht durch teure Ads. Es erregt Aufmerksamkeit und überzeugt Ihre Kund:innen, ohne dass Sie als Marke dafür zahlen, zumindest nicht direkt. Doch wie erreichen Sie das im hart umkämpften Markt? Das hier ist Ihr umfassender Leitfaden.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist organisches Marketing?
- Was ist organischer Traffic im Marketing?
- Wie treibt organischer Traffic das Geschäftswachstum voran?
- 9 Tools und Kanäle für organisches Marketing
- Organisches vs. kostenpflichtiges Marketing: Wann Sie was nutzen sollten
- Wie entwickelt man eine organische Marketing-Strategie, die Ergebnisse liefert?
- 3 Beispiele für erfolgreiches organisches Marketing
- Fazit: Organisches Marketing ist und bleibt wichtig
- FAQ
Was ist organisches Marketing?
Was ist organisches Marketing?
Organisches Marketing ist jede Marketingtaktik, die die Bekanntheit Ihres Unternehmens durch eigene Leistung steigert, nicht durch bezahlte Werbung. Es ist Marketing, das Ihr Publikum findet, ohne dass Sie es mit der Nase darauf stoßen. Dazu gehören unter anderem Blogbeiträge, Fallstudien, Gastbeiträge, Videos, E-Mails und PR.
Das Hauptziel des organischen Marketings ist die Steigerung der Markenbekanntheit. Nebenbei bauen Sie eine Verbindung zu Ihrem Publikum auf, indem Sie Werte und Fachwissen teilen.
Im Grunde genommen ist es der Kern des traditionellen Inbound-Marketings. Menschen reagieren nicht mehr, wenn Sie ihnen Ihre Botschaft über Outbound-Marketing wie Werbetafeln und Werbespots aufdrängen. Diese unterbrechen und stören sie, wenn sie eigentlich etwas anderes zu tun haben.
Organisches Marketing hingegen zieht sie zur Marke hin. Dadurch wird Ihr Unternehmen präsenter und leichter zu finden, wenn Interessierte aktiv nach Lösungen suchen – insbesondere online. So entdecken Menschen Sie, die Ihr Angebot tatsächlich benötigen, auch wenn sie nicht sofort einen Kauf tätigen.
Suchmaschinen spielen dabei eine bedeutende Rolle, doch im Jahr 2026 hat sich der Umfang der organischen Suche erweitert.
Was ist organischer Traffic im Marketing?
Im Marketing hören wir oft den Begriff „organischer Traffic" und denken automatisch an die Onlinesuche, doch Verbraucher:innen verlassen sich bei der Informationsbeschaffung nicht mehr nur auf Suchmaschinen. Wie wir im Beitrag zum Loop-Marketing erklären, greifen Käufer:innen auch auf Answer Engines und Chatbots, soziale Medien und Communities wie Discord und Reddit zurück.
Das heißt, organischer Traffic kann auch aus einer dieser Quellen entspringen, ohne dass Sie kostenpflichtige Angebote wie Anzeigen, Boosting und gesponserte Inhalte in Anspruch nehmen.
Im übervollen Markt sind Algorithmen Tools, die den dauernden Input für Nutzer:innen vorsortieren und ihnen mehr von dem zeigen, was sie interessiert.
Suchmaschinen bewerten Inhalte nach Relevanz, Qualität, Autorität und Benutzererfahrung, gemessen an Metriken wie:
- Keywords
- Backlinks
- Aktualität
- Website-Geschwindigkeit
- mobiler Leistung
- Benutzerengagement (also Klickrate, Absprungrate und Verweildauer auf der Seite)
Unternehmen, die die Algorithmen umgehen wollen, können bezahlen, um angezeigt zu werden. Langfristiger, organischer Traffic ist aber wertvoller: Er basiert auf dem, was Ihre Inhalte ohnehin schon bieten, und nicht auf einem Anzeigenbudget.
Darüber hinaus generieren Ihre organischen Assets (etwa hochwertiger Content, Follower:innen auf Social Media), sobald Sie sie aufgebaut haben, weiterhin eigenständig Leads und Traffic.
Wie treibt organischer Traffic das Geschäftswachstum voran?
Insgesamt sorgt organischer Traffic für ein angenehmeres Kundenerlebnis, schafft Vertrauen durch echte Werte und nutzt kostengünstige Medien und Taktiken. All das trägt dazu bei, das Wachstum anzukurbeln und die Kapitalrendite (ROI) zu steigern.
Der einzige Nachteil ist, dass es oft lange dauert, bis Sie Ergebnisse sehen. Es kostet Zeit,
- Suchmaschinen, Blogartikel und Websites crawlen und indizieren zu lassen
- viele Fans und Follower:innen auf Social Media aufzubauen
- E-Mail-Listen zu erstellen
Diese Maßnahmen zahlen sich aus, aber nicht von heute auf morgen.
9 Tools und Kanäle für organisches Marketing
Bevor wir uns mit den spezifischen Unterschieden zwischen organischem und bezahltem Marketing befassen, schauen wir uns die gängigsten Arten organischen Marketings an.
- Organisches Suchmaschinenmarketing (SEO)
- Organisches Content-Marketing (Bloggen)
- Organisches Social-Media-Marketing
- E-Mail / Newsletter
- Benutzergenerierte Inhalte
- YouTube-Videos
- Podcasts
- PR/Gastbloggen
- Answer Engine Optimization (AEO)
1. Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Auch wenn KI und Social-Media-Kanäle in aller Munde sind, ist SEO immer noch die beste Option für organisches Marketing: Die meisten Menschen in der DACH-Region greifen bei allgemeinen Suchanfragen immer noch standardmäßig auf Google zurück.
Im Rahmen der SEO optimieren Sie Inhalte auf Ihrer Website oder einer anderen Online-Präsenz, damit Ihre Zielgruppe sie besser über Suchmaschinen findet. Zudem verbessern Sie die Leistung Ihrer Seite, also etwa die Website-Geschwindigkeit und Meta-Inhalte.
Timeline: Sie brauchen ein bisschen Geduld. Die ersten Ergebnisse sehen Sie normalerweise nach rund einem bis drei Monaten. Langfristig wird ein organisches Ranking jedoch einen deutlichen Schub für Ihre Online-Präsenz bringen.
Schnelle Erfolge: Aktualisieren Sie Ihre Metadaten mit Ihrem Keyword (etwa Alt-Tags bei Bildern und Meta-Beschreibungen) und fügen Sie strukturierte Daten hinzu. Eine intelligente Streuung von Inhalten kann den Suchmaschinen ebenfalls zeigen, dass Ihre Marke wichtig ist.
Metriken:
- organischer Suchverkehr
- Keyword-Rankings
2. Organisches Content-Marketing
Heutzutage kann organisches Content-Marketing in sozialen Medien, YouTube oder Foren stattfinden. Oft aber geht es um Bloggen.
Blogbeiträge sind lange schriftliche Artikel auf dem Blog oder der Website Ihrer Marke – also das, was Sie gerade lesen. Sie teilen damit Neuigkeiten, Wissen und die markeneigenen Werte mit Ihrem Publikum. Damit unterstreichen Sie Ihre Glaubwürdigkeit und Ihr Fachwissen, um das Vertrauen der potenziellen Käufer:innen zu gewinnen.
Blogartikel sind meist suchmaschinenoptimiert, um die Sichtbarkeit der Seite zu erhöhen. Abzüglich der Kosten für Autor:innen ist ein Blog vergleichsweise günstig.
Timeline: Die Ergebnisse von Content-Marketing entwickeln sich langsam, aber nachhaltig. Da sie mit SEO zusammenhängen, kann ihre Entfaltung Monate dauern.
Schnelle Erfolge: Nutzen Sie Ihre vorhandenen Inhalte neu. Haben Sie umfangreiche Ratgeber als PDF vorliegen? Verwenden Sie ein Kapitel als Blogartikel. Transkribieren Sie beliebte Videos und teilen Sie Zitate aus vielgelesenen Artikeln auf Social Media.
Profi-Tipp: Sie können die Inhalte natürlich händisch aufbereiten, aber KI-Tools wie ChatGPT oder die Content-Aufbereitung von HubSpot erleichtern die Aufgabe.
Metriken:
- organischer Suchverkehr
- Keyword-Rankings
- Backlinks
HubSpot AEO
Werden Sie das Unternehmen, das die KI empfiehlt.
- Ermitteln Sie den Score Ihrer KI-Sichtbarkeit und erfahren Sie, wie Ihre Wettbewerber abschneiden.
- Verfolgen Sie die Prompts nach, die für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind.
- Verstehen Sie, was Ihre Präsenz in der KI-Suche beeinflusst.
- Setzen Sie AEO-Erkenntnisse direkt in die Tat um.
3. Organisches Social-Media-Marketing
Vor rund anderthalb Jahrzehnten haben wir Inhalte auf Facebook gepostet, die nur unsere Follower:innen im Feed gesehen haben. Mit viel Glück wurden sie durch Teilen, Hashtags oder Links auch von Fremden entdeckt. Paid Ads oder gesponserte Beiträge? Fehlanzeige. Wenn Sie also Engagement oder Traffic erhielten, wussten Sie, dass Sie es verdient hatten.
Und diese Art von Ruhm ist immer noch möglich – sogar niedrigschwellig: Der Einstieg ist kostenlos und kann je nach Plattform ein Video, ein Bild, ein Blogartikel oder auch eine Produktbewertung sein.
Dropbox punktet zum Beispiel mit humorvollen Videos auf Instagram:
Timeline: Weil auf Social Media so viele Inhalte veröffentlicht werden, ist ihre Haltbarkeit gering – manchmal nur wenige Minuten lang. Spannende, lustige oder gut gemachte Inhalte mit Mehrwert können aber viral gehen.
Schnelle Erfolge: Arbeiten Sie mit einem relevanten Content-Creator mit hohen Followerzahlen zusammen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Sie können auch ein Gewinnspiel veranstalten oder Werbegeschenke verteilen, um neue Leute anzulocken und Ihre Followerschaft auszubauen.
Metriken:
- Social-Traffic
- Follower:innen
- Impressionen
- Interaktionen
4. E-Mail / Newsletter
Okay, E-Mails sind nicht komplett organisch. Verbraucher:innen müssen sich etwa für einen Newsletter anmelden. Haben sie das aber einmal gemacht, können Sie immer wieder ganz persönlich ihre Aufmerksamkeit erregen – in ihrem eigenen Postfach.
E-Mails und Newsletter sind etwas vertraulicher als soziale Medien und damit geeignet, um auch exklusive Informationen offen zu teilen.
Timeline: Mit einem hochwertigen Angebot und einer guten E-Mail-Liste können Newsletter innerhalb weniger Tage organische Ergebnisse liefern. Wenn Sie mit Ihrer E-Mail-Liste bei null anfangen, wird es etwas dauern, bis Sie die Kontakte haben.
Schnelle Erfolge: Mit einem Rabatt oder einem Geschenk motivieren Sie viele Interessierte zum Abonnieren Ihres Newsletters.
Metriken:
- Anzahl der Abonnent:innen
- Klickrate
5. Benutzergenerierte Inhalte (User Generated Content, UGC)
UGC sind Inhalte, die Ihr Publikum über Ihre Marke, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen erstellt. Die Content-Creator werden nicht dafür bezahlt, über Sie zu posten oder zu sprechen (obwohl es auch solche gesponserten Inhalte gibt). Vielleicht wurden sie ermutigt, Ihre Marke zu markieren oder einen bestimmten Hashtag zu verwenden.
Dieser Content zeigt, was echte Kund:innen erleben und fühlen, nachdem sie bei Ihnen gekauft haben. Es ist ein kostenloser Social Proof Ihrer Versprechen. Canva leistet tolle Arbeit bei der Integration von UGC in seine Instagram-Inhalte.
Timeline: Je nachdem, wie schnell das Publikum des Content-Creators reagiert, kann UGC extrem schnell sein und innerhalb von Tagen oder gar Stunden Ergebnisse zeitigen.
Schnelle Erfolge: Reposten Sie den UGC auf dem Account Ihrer Marke oder bieten Sie sogar einen Rabatt, ein Geschenk oder eine Belohnung an – das ist ein spannender Anreiz für Ihr Publikum, selbst Beiträge zu erstellen. Viele Programme zur Kundenbindung gehen so vor.
Metriken:
- Social-Traffic
- Follower:innen
- Impressionen
- Interaktionen
6. YouTube-Videos
YouTube ist einzigartig, da seine Videos in den Suchergebnissen seiner Muttergesellschaft Google enthalten sind. Wenn Sie also mit einem Video ein großes, neues Publikum erreichen möchten, ist YouTube die Plattform für Sie.
Timeline: Mit YouTube-SEO oder einer Followerschaft, die viel interagiert, machen sich die Verbesserungen des Traffics innerhalb weniger Tage bemerkbar. Ohne diese Dinge wird es aber etwas dauern, bis das Video indiziert und angezeigt wird.
Schnelle Erfolge: Dies ist eine weitere Gelegenheit, Inhalte wiederzuverwenden. Verwandeln Sie Artikel in Skripte für Videos oder schneiden Sie Videos von Vorträgen oder Podcasts heraus.
Metriken:
- Aufrufe
- Abonnent:innen
7. Podcasts
Video- oder Audio-Podcasts sind eine kreative Möglichkeit, eine Beziehung zu Ihrem Publikum aufzubauen und sein Vertrauen zu gewinnen. Sie können die Einnahmen und Klicks durch den Podcast zwar nicht genau nachvollziehen, aber das ist auch nicht nötig: Sie können mit einem Podcast authentische, ansprechende Inhalte erstellen – etwas, wonach sich viele potenzielle Käufer:innen im KI-Zeitalter sehnen.
Timeline: Haben Sie noch keine etablierte Followerschaft, kann es Monate oder länger dauern, hier Fuß zu fassen. Aber sobald Ihr Podcast sich etabliert hat, ist er ein wirkungsvoller Weg, Vertrauen und Loyalität aufzubauen.
Schnelle Erfolge: Arbeiten Sie mit Content-Creatorn mit einem großen Publikum zusammen. Wenn Sie sie als Gast oder Co-Moderator:innen dabeihaben, können Sie ihr Publikum nutzen, um Ihre Reichweite zu erweitern.
Metriken:
- Anzahl der Hörer:innen und der Abonnent:innen
- erhöhte Kundenbindung
8. Gastbloggen und PR
Gastbloggen bedeutet, dass Sie Blogartikel für andere Publikationen als Ihre eigenen schreiben. Ziel ist es, einem neuen Publikum bekannt zu werden und Ihre Marke vorzustellen. Typischerweise bedeutet dies, zu einer Publikation mit einer größeren Leserschaft oder mehr Interaktion beizutragen.
Mit PR ist Medienberichterstattung gemeint, die Sie weder bezahlt noch verlangt haben. Das können Produktbewertungen sein, Interviews oder Features zu Ihrem Team, Ihrer Marke oder Ihrem Angebot.
Timeline: Abhängig von der Größe der Kanäle, für die Sie schreiben oder auf denen Sie vorgestellt werden, können diese Methoden innerhalb weniger Tage Ergebnisse zeigen.
Schnelle Erfolge: Arbeiten Sie mit bekannten Größen in Ihrem Bereich zusammen. Wenn Sie auf ihren Plattformen auftreten, spricht das für Ihre Expertise und Sie können Ihre Reichweite auf das jeweilige Publikum erweitern.
Metriken:
- Anzahl der Besuche
- neue Follower:innen
9. Answer Engine Optimization (AEO)
Tools für künstliche Intelligenz (etwa ChatGPT, Perplexity und Gemini), auch als Answer Engines bekannt, sind eine wachsende organische Chance fürs Marketing.
Im DACH-Raum enden rund 45 bis 55 Prozent aller Google-Suchanfragen ohne Klicks – Experten gehen davon aus, dass diese Zahl mit einem kompletten Roll-out der AI Overviews auf 60 bis 70 Prozent steigen wird. Nutzer:innen finden die gesuchten Informationen direkt in den Overviews, in den Snippets und den Wissenspanels.
Die Markensichtbarkeit hängt heute also stark davon ab, ob Sie in den Zusammenfassungen zitiert und erwähnt werden oder nicht.
Glücklicherweise helfen viele SEO-Taktiken, die wir bereits verwenden, auch bei AEO, etwa:
- strukturierte Daten
- die Optimierung von Überschriften und Zwischenüberschriften für Keywords
- Verbesserung der Website-Geschwindigkeit
- Priorisierung der Vertrauenswürdigkeit
Timeline: AEO ist noch zu jung, als dass wir belastbare Daten darüber hätten, wie lange es dauert, bis Ergebnisse sichtbar werden. Beim Experimentieren mit HubSpot haben wir aber bereits nach wenigen Wochen eine Verbesserung unserer Anzahl an Zitaten und Erwähnungen festgestellt.
Schnelle Erfolge: Auch über schnelle Erfolge wissen wir noch nicht viel, aber das Hinzufügen strukturierter Daten, die Optimierung der Keywords und die Optimierung der Geschwindigkeit Ihrer Seite sind die einfachsten Hebel, die Sie nutzen können.
Metriken:
- Zitationsrate
- Share of Voice
- KI-Eindrücke
- Markenerwähnungen
- KI-Empfehlungs-Traffic
HubSpot AEO
Werden Sie das Unternehmen, das die KI empfiehlt.
- Ermitteln Sie den Score Ihrer KI-Sichtbarkeit und erfahren Sie, wie Ihre Wettbewerber abschneiden.
- Verfolgen Sie die Prompts nach, die für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind.
- Verstehen Sie, was Ihre Präsenz in der KI-Suche beeinflusst.
- Setzen Sie AEO-Erkenntnisse direkt in die Tat um.
Organisches vs. kostenpflichtiges Marketing: Wann Sie was nutzen sollten
Während organisches Marketing darauf abzielt, langfristig Traffic für Ihre Marke zu generieren, nutzt bezahltes (anorganisches) Marketing kostenpflichtige Methoden, um Zielgruppen schnell anzusprechen, zu erreichen, einzubeziehen und zu konvertieren.
Kostenpflichtiges Marketing bietet Geschwindigkeit, während organisches Marketing Glaubwürdigkeit und langfristige Einsparungen ermöglicht. Verfügen Sie über das nötige Budget und haben Sie einen engen Zeitplan, investieren Sie in bezahltes Marketing. Wenn Zeit kein Problem ist, können Sie verschiedene Methoden des organischen Marketings durchführen.
Zu den bezahlten (anorganischen) Marketingstrategien gehören:
- bezahlte Suchanzeigen (Keyword-Anzeigen)
- bezahlte Social-Media-Beiträge (also gesponserte Beiträge, verstärkte Beiträge)
- gesponserte Artikel
- Display-Anzeigen
- Videoanzeigen auf YouTube (oder anderen Plattformen)
- bezahlte Erwähnungen in verschiedenen Medien
- kostenpflichtiges Social-Media-Marketing
Kurz gesagt handelt es sich um traditionelle Werbung mit einem digitalen, datengesteuerten Touch. Sie können in den sozialen Medien Ihr ideales Publikum gezielt ansprechen und Menschen erreichen, mit denen Sie sonst vielleicht nie in Kontakt gekommen wären.
Darüber hinaus können Sie auf den von Ihrer Zielgruppe genutzten Plattformen (wie Google oder TikTok) eine prominente Platzierung vor der Konkurrenz erhalten.
Während organisches Marketing am allgemeinen Return on Investment (ROI) gemessen wird, messen wir bezahltes Marketing in Rendite der Werbeausgaben (ROAS). Beide können unter anderem Impressionen, Conversion-Raten und Traffic verfolgen und Ziele festlegen.
Die Ziele sind die gleichen: Publikum anlocken, Ruf verbessern, Kauf abschließen. Die Hauptunterschiede der beiden Marketingarten liegen in den Kosten und dem Tempo, mit dem das Ziel erreicht wird.
Wann sollten Sie organisches Marketing und wann bezahltes Marketing nutzen?
Idealerweise gehen organisches und bezahltes Marketing Hand in Hand: Erstellen Sie Inhalte, die langfristig für Ihre Marke arbeiten und das Vertrauen der Kund:innen festigen. Währenddessen können Sie kostenpflichtiges Marketing gezielt und punktuell einsetzen.
Bezahltes Marketing kann Ihnen Zugang zu einem neuen Markt verschaffen oder Personen, die bereits auf Ihre Marke aufmerksam geworden sind, erneut ansprechen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie sich eine Marketing-Strategie zurechtlegen.
Wie entwickelt man eine organische Marketing-Strategie, die Ergebnisse liefert?
Es gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, nach der Sie vorgehen können:
- Überprüfen Sie Ihre aktuelle organische Präsenz.
- Definieren Sie Ihren Mix für das organische Marketing (auch bekannt als Identifizierung Ihrer Medien).
- Erstellen Sie Ihre Content-Basis.
- Optimieren Sie alles für die Sichtbarkeit.
- Teilen und verstärken Sie die Inhalte.
- Messen Sie, was wichtig ist.
1. Überprüfen Sie Ihre aktuelle organische Präsenz
Bevor Sie eine neue Strategie umsetzen, ist es wichtig, den Ist-Zustand Ihrer Marke im organischen Marketing herauszufinden. Mit dem HubSpot AEO Grader und Website Grader können Sie bewerten, wie Ihre Strategie im Vergleich zu aktuellen Rankingfaktoren abschneidet, und sich zeigen lassen, woran Sie noch arbeiten müssen.
2. Definieren Sie Ihren Medien-Mix für das organische Marketing
Sie können nicht alle Kanäle bespielen, daher sollten Sie sich für die wichtigsten entscheiden. Welche das sind, finden Sie mit einer Zielgruppenanalyse und der Erstellung der idealen Buyer-Personas heraus. Was spricht die Gruppe am meisten an – YouTube, Ihr Blog oder der Newsletter? In den allermeisten Fällen werden Marken heute auf Social Media entdeckt.
Quelle: Social Media Trends
Dies sind die beiden Bereiche, auf die Sie sich zunächst konzentrieren sollten, mit drei oder vier Hauptmedien. Sobald Sie über einige Inhalte verfügen, können Sie deren Leistung bewerten und dann Ihre Strategie verfeinern.
3. Erstellen Sie Ihre Content-Basis
Sobald Sie sich für Ihre Kanäle entschieden haben, sollten Sie mit der Erstellung von Inhalten beginnen, die Ihr Publikum tatsächlich wertvoll findet.
Wenn Sie bloggen, sind Keyword-Recherche und Konkurrenzanalyse das A und O. Die Ergebnisse können Sie auch für YouTube-Videos und Social-Media-Inhalte verwenden.
Beantworten Sie zunächst FAQs zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung und Ihrer Branche – etwa zu Preisen, den beliebtesten Modellen und so weiter. Tatsächlich wurde in einem Experiment von Conductor festgestellt, dass Verbraucher:innen, die lehrreichen Content lesen, sobald ihr Interesse geweckt ist, mit 131 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit sofort bei einer Marke kaufen als solche, die das nicht tun.
Wenn Sie auf Bedenken (gute oder schlechte) eingehen, fühlt sich Ihr Publikum gehört und gesehen. Es hilft Ihnen, sich als vertrauenswürdige und ehrliche Ressource von der Masse abzuheben, und gibt Ihrer Marke auch die Möglichkeit, das Publikum mit Expertise zu gewinnen. Nur wenige Dinge wirken überzeugender!
Füllen Sie Ihren Redaktionskalender
Tragen Sie Ihre Ideen für Content in einem Redaktionskalender ein – oder in ein Textdokument. Es ist egal, wie Sie anfangen: Es darf gern auch chaotisch aussehen. Es ist nur wichtig, dass Sie Ihre Ideen festhalten und nach und nach umsetzen.
Erstellen Sie Inhalte
Schreiben Sie den Blogbeitrag, nehmen Sie den Podcast auf, drehen Sie das Video, gestalten Sie die Grafik! Es gibt eine ganze Reihe Tools, die Ihnen helfen können – etwa HubSpots kostenloser KI-Content-Writer.
Quelle: KI-Content-Writer
KI-generierte Inhalte sind nur Basis: KI-Content ist nur Ihr Ausgangspunkt, von dem aus Sie selbst weitermachen müssen. Ihm fehlt das menschliche Fachwissen und die Authentizität, die beim Publikum wirklich Anklang finden. Nehmen Sie sich also vor der Veröffentlichung die Zeit, die Inhalte zu bearbeiten und zu optimieren.
4. Optimieren Sie alles für die Sichtbarkeit
Erstellen Sie neue Inhalte, können Sie sie direkt so erschaffen, dass Suchmaschinen und Answer Engines sie finden. Bestehende Inhalte können Sie optimieren: Integrieren Sie die wichtigen Keywords an den passenden Stellen und stellen Sie sicher, dass die Videos und Grafiken für die sozialen Medien den technischen Spezifikationen der jeweiligen Plattform entsprechen.
Drehen Sie etwa ein Video für eine Instagram-Story, nehmen Sie es vertikal auf: Verstoßen Sie gegen die technischen Anforderungen, verschlechtern Sie das Benutzererlebnis.
Hier sind einige Checklisten und Ressourcen aus dem HubSpot-Kosmos, die helfen:
- On-Page-SEO: Ein umfassender Leitfaden (inkl. Vorlage)
- Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung erklärt
- Anforderungen an Bilder und Videos für Social-Media-Beiträge
- YouTube-SEO: Mit diesen sieben Tipps verbessern Sie Ihr Ranking
5. Verteilen und verstärken
Mit dem Veröffentlichen ist es nicht getan: Verteilen Sie Ihre Inhalte, indem Sie sie verlinken, etwa in:
- Blogartikeln
- Newslettern
- sozialen Medien
Zitieren Sie daraus, verbinden Sie je nach Medium die Zitate mit einer Grafik – sorgen Sie dafür, dass Ihr Publikum auf allen Kanälen von dem Content erfährt.
KI-Tools wie das Marketing Studio helfen dabei, Ihre Inhalte in eine Vielzahl verwandter Assets umzuwandeln, die Sie dann auf verschiedenen Plattformen verteilen.
Hinweis: Wenn Sie HubSpot nutzen, können Sie direkt auf nur einer Plattform Blogs entwerfen und veröffentlichen, mit der Social-Media-Management-Software einen Zeitplan erstellen und E-Mails senden. Außerdem steht Ihnen unsere Software für die Verwaltung von Anzeigen auf Google, LinkedIn, Facebook und Instagram zur Verfügung.
6. Messen Sie, was wichtig ist
Organisches Marketing hat immer etwas Experimentelles – egal, wie gut die Basisdaten sind. Sie wissen im Vorfeld nie wirklich, wie es sich entwickeln wird. Sobald Ihr Content also live ist, überwachen und verfolgen Sie seine Leistung: So sehen Sie, was funktioniert. Ihre Strategie können Sie anpassen, weiterentwickeln und verfeinern.
Die HubSpot-Software für Dashboards und Reporting kann Ihre Single Source of Truth für alle organischen Marketingdaten sein. Sie:
- zeigt die Traffic-Quellen Ihrer Website an
- analysiert die Interaktion bei Social-Media-Beiträgen
- ordnet die Umsätze zu
- verfolgt E-Mail-Öffnungen und -Klicks
- erstellt einen ROI-Bericht
Bei der Auswahl der passenden Plattform sollten Sie darauf achten, dass sie einen ähnlichen Leistungsumfang hat.
3 Beispiele für erfolgreiches organisches Marketing
1. Canva: Blog
Canva teilt auf seinem Blog umfassende, relevante Inhalte und informiert sein Publikum über Grafikdesign im Allgemeinen und die Nutzung seiner Tools im Besonderen.

Quelle: Canva
Diese Inhalte sprechen die Interessen und Anliegen des Publikums an, bieten ihm kostenlos den Mehrwert, den es möchte, und positionieren das Unternehmen als Experten in seinem Bereich. Die erstellten Seiten werden geteilt, verlinkt und von Suchmaschinen gefunden.
2. HubSpot Marketing: YouTube
In unserem HubSpot-Marketing-YouTube-Kanal teilen wir umsetzbares Marketing- und Geschäftswissen, aber es geht nicht nur um Werbung.
Wir schaffen mit unserem YouTube-Kanal Bewusstsein, indem wir Inhalte teilen, die häufige Business-Probleme ansprechen. Unsere Zuschauer:innen erhalten daher einen Mehrwert – egal, ob sie HubSpot nutzen oder nicht.
Quelle: HubSpot Marketing
3. Snocks: LinkedIn
Johannes Kliesch und Felix Bauer haben als Studenten zusammen ein sehr erfolgreiches Start-up aufgebaut: Snocks.
Längst aber geht es nicht mehr nur um Socken, sondern auch darum, immer wieder Einblicke in den Arbeitsalltag erfolgreicher Gründer:innen zu geben. Auf LinkedIn teilt Johannes Kliesch immer wieder Insights – und Nutzer:innen folgen ihm in Scharen.
Fazit: Organisches Marketing ist und bleibt wichtig
Ja, bezahltes Marketing hat seine unbestreitbaren Vorteile wie Geschwindigkeit, Präzision und Sichtbarkeit. Aber organisches Marketing bringt langfristige Vorteile mit sich, die sich mit keinem Geldbetrag reproduzieren lassen: Vertrauen, Autorität und eine Gemeinschaft treuer Kund:innen.
Mit der richtigen Balance schaffen Sie sich eine solide Grundlage und bauen Ihren Kundenkreis immer weiter aus. Kund:innen kommen vielleicht für eine viel beworbene Aktion oder Rabatte, aber sie bleiben für Authentizität, Fachwissen und Mehrwert. Diese Punkte sind wichtig für eine nachhaltige Zukunft Ihrer Marke, und Sie transportieren sie über organisches Marketing.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema
Lohnt sich organisches Marketing?
Ja. Sie müssen zwar Zeit und Arbeit investieren, aber das ist ein Investment in nachhaltiges Wachstum. Haben Sie eine gute Basis aus hochwertigem Content angelegt und eine rege interagierende Community geschaffen, generiert dieses Umfeld selbstständig Traffic und Leads.
Wie lange dauert es, bis organisches Marketing funktioniert?
Die ersten Ergebnisse bei der Suche erzielen Unternehmen mit organischem Marketing meist nach drei bis sechs Monaten. Die Dynamik steigert sich, wenn Sie am Ball bleiben, nach sechs bis zwölf Monaten. Sie brauchen also einen langen Atem, aber es lohnt sich.
Können kleine Unternehmen mit organischem Marketing erfolgreich sein?
Ja! Gerade kleine Unternehmen können mit organischem Marketing sogar hervorragende Leistungen erbringen: Sie haben meist die Möglichkeit, schneller als Konzerne zu handeln, authentische Verbindungen zur Community aufzubauen und eine Art „Unternehmenscharakter" zu entwickeln. Das gelingt, indem Sie sich auf eine oder zwei soziale Medien konzentrieren, eine fein definierte Zielgruppe ansprechen und wertvolle Inhalte für nischige Keywords erstellen.
