Viele Mythen ranken sich darum, mit welchem Prinzip man im Content-Marketing wirklich gut ankommt. Noch immer lassen SEO-Agenturen billige, kurze Texte im großen Stil schreiben, um sich – so die Hoffnung – bessere Rankings bei Google zu erkämpfen. Andere Herangehensweisen beruhen auf einer geringen Zahl von Artikeln, die dafür länger sind – mehr als 1.000 Wörter – eine Grenze, die selbst bei journalistischen Online-Medien selten durchbrochen wird. Die Wahrheit liegt wie immer in der goldenen Mitte – und diese möchten wir Ihnen zeigen!

 

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Viel hilft viel: Warum Quantität zumindest eine Rolle spielt 

Von einer reinen „Masse statt Klasse“-Strategie kann man halten, was man will: Einen positiven Effekt zieht sie trotzdem nach sich. Google rankt Suchergebnisse nach verschiedensten Kriterien. Einige davon sind gut belegt, andere sind uns vermutlich (noch) nicht einmal bekannt. Was wir wissen, ist jedoch: Regelmäßiger Content signalisiert der Suchmaschine Aktualität und Relevanz und wird gut bewertet. Auch bietet viel Content die Möglichkeit, möglichst viele Keywords unterzubringen, die ebenfalls aus Google-Sicht die Relevanz der Texte beeinflussen.

Mit reiner Quantität also ein gutes Ranking zu erreichen, ist zumindest nicht unmöglich. Aber: Wollen Sie das überhaupt?

Warum Ihr Content besser als gut sein sollte

Rand Fishkin, Mitgründer der Marketingsoftware MOZ, erklärt in diesem Video, warum er „guten, einzigartigen Content“ für überflüssig hält. Damit meint er, dass Ihr Content nicht nur „gut“, sondern vor allem „besser“ sein muss. „Guten“ Content könne im Prinzip jeder schreiben und spätestens seitdem Content-Marketing im Netz konventionelles Marketing beinahe eingeholt hat, gibt es guten Content auch in Massen.

Dass Ihr Content also gut sein muss, steht außer Frage – nur ist er auch konkurrenzfähig „gut“? Seit dem Panda-Update erkennt der Google-Suchalgorithmus auch gewissermaßen die Qualität von Texten. Spätestens dieses Update war das Todesurteil für sogenannte Content-Farmen, die lediglich kurze Texte mit hoher Keyword-Dichte sammeln, um möglichst viel Traffic abzustauben. Heute liefert eine Suchanfrage nach einem gefragten Keyword gleich mehrere Trefferseiten mit hochqualitativen Content.

Werfen Sie einen Blick auf die Konkurrenz und machen Sie sich klar, ob Sie hier mithalten können. Wenn Ihre Texte nicht mindestens so gut sind wie das erste Ergebnis (so zumindest Rand Fishkin), dann sollten Sie von dem Thema lieber die Finger lassen. Für diesen Fall müssen Sie also deutlich besser als nur „gut“ und „einzigartig“ sein. Diese beiden Attribute sind Ihr Minimalstandard. Aber was heißt eigentlich „gut“?

Wann Ihr Content „guter“ Content ist 

Es gibt viele Wege zu gutem Content, die Frage ist immer nur: für wen? Nur wenn Sie eine klare Vorstellung von Ihrer Zielgruppe haben, wissen Sie auch, was diese wünscht. Ihr Content sollte vor allem ein Problem lösen oder zumindest eine Frage beantworten. Denken Sie daran, warum die meisten Menschen eine Suchmaschine benutzen: Sie sind auf der Suche nach Lösungen – seltener nach Produkten. Stilistisch anpassen können Sie Ihren Content mithilfe des Konstrukts der Persona: Sprachstil, Anrede und Thema müssen sich an den Menschen ausrichten, die Ihren Text lesen werden. Vergessen Sie auch nicht, dass Ihre Zielgruppe auch Ansprüche an die Übersichtlichkeit und den Aufbau Ihres Textes hat, zum Beispiel in Form einer Gliederung, Zwischenüberschriften und Grafiken. Mit diesen Kriterien haben Sie zumindest eine Vorstellung davon, wo wirklich guter Content anfängt.

Fazit: Es kommt darauf an, was Sie wollen

Die Antwort auf die Frage, wie viel Content Sie brauchen und wie gut dieser sein muss, finden Sie nur, wenn Sie sich über Ihre persönlichen Ziele im Klaren sind: Was möchten Sie erreichen? Natürlich soll Ihr Content Marketing Traffic erzeugen und Menschen auf Ihre Website locken, die von Ihren Informationen profitieren. In zweiter Instanz möchten Sie natürlich etwas verkaufen, das heißt: Viel und billiger Content bringt Sie nicht weiter.

Sie müssen überzeugend wirken, ein Experte auf Ihrem Gebiet sein (oder werden) und Sympathien wecken – und das geht nicht über aggressive Werbung. Letztlich möchten Sie mit Inbound-Marketing einen Kundenstamm aufbauen, der Ihr Produkt oder Ihre Marke wirklich mag und Ihrem Blog gern folgt. Spätestens das funktioniert nur über eine ausgesprochen hohe Qualität, denn Texte zu lesen, kostet Zeit – und diese Zeit sollte sich auch für Ihre Kunden in einem Return of Investment niederschlagen. Die glasklare Antwort auf die Ursprungsfrage „Qualität vs. Quantität“ lautet also: am besten beides.

 Die Grundlagen des Content-Marketings

Ursprünglich veröffentlicht am 24. Juli 2015, aktualisiert am 20. November 2018